Beiträge

Sebastian Brinkmann und ich schreiben abwechselnd einmal im Monat einen Beitrag für das Magazin Drehscheibe der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich habe diesen Monat Wolfram Alpha unter die Lupe genommen und stelle die Google-Alternative vor.

Mein Lese-Tipp: „Das Zahlen-Fakten-Tool

© blvdone – Fotolia.com

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Wie viele Menschen passen eigentlich auf die „Domplatte“ in Köln? Sind Teilnehmerzahlen von Demonstrationen oder Besucherzahlen von Straßenfesten plausibel? Eine Antwort geben kann das Tool „Map Checking“: Es berechnet, wie viele Menschen auf eine freie Fläche passen und ist nützlich für Journalisten, um Zahlen von Veranstaltungen unter freiem Himmel zu prüfen.

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© stockertop – Fotolia.com

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Wer hat nicht schon erlebt, dass bei einem Kollegen oder Freund der Account gehackt wurde und man dann merkwürdige Nachrichten bekam? Dagegen hilft die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung: Wer sich von einem neuen Gerät bei einem Dienst wie Facebook, Amazon, Paypal, Google und Co einloggt, bekommt zum Beispiel eine SMS mit einer Buchstaben-/Zahlenkombination, die man als zweites Kennwort eintippen muss, bevor der Zugang gewährt wird. Das ist etwas umständlicher, wenn man sich von einem neuen Gerät aus einloggt, macht es Angreifern aber schwieriger, den Account zu hacken. Ein Bösewicht müsste dann sowohl Benutzername und Kennwort kennen als auch Zugriff auf das Smartphone haben.

Tobias Gillen hat auf BasicThinking eine Anleitung für die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für zehn Online-Dienste erstellt.

Mein Lese-Tipp: „How To für 10 Online-Dienste: So aktivierst du die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

Seit heute Mittag wird die Verbindung zwischen Ihrem Computer und Journalisten-Tools.de verschlüsselt aufgebaut. Keine Angst, davon bekommen Sie nichts mit. Bestenfalls zeigt Ihr Browser jetzt ein kleines Schloss vor der Internet-Adresse an. Chrome ergänzt ein „Sicher“ vor der Internet-Adresse.

Warum?

Google appelliert seit Monaten an Website-Betreiber, ihr Angebot nicht mehr über das unverschlüsselte HTTP-Protokoll bereitzustellen, sondern über das verschlüsselte HTTPS-Protokoll. Zwei Anreize werden genannt: Google Chrome platziert ein „Sicher“ vor die Internet-Adresse und die Google Suchmaschine sortiert verschlüsselte Angebote weiter oben in der Suchergebnis-Liste ein. Für Sie bedeutet das vor allem, dass Sie künftig bei der Nutzung des Kontaktformulars oder der Newsletter-Anmeldung darauf vertrauen können, dass Ihre Daten verschlüsselt bis zum 1&1-Server – auf dem Journalisten-Tools.de läuft – übertragen werden.

Warum jetzt?

Es gab gleich zwei Anlässe:

  1. Google hatte mich vor ein paar Wochen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass Chrome künftig vor nicht-verschlüsselten Website ein „Unsicher“ einblenden wird und ich hatte Sorge, dass dies den ein oder anderen verwirrt.
  2. Mein Newsletter-Plugin Mailpoet 3 hat Probleme mit WordPress-Seiten, die nicht vollständig auf HTTPS umgestellt wurden. Deshalb hat die Newsletter-Anmeldung in den vergangenen Wochen leider nicht richtig funktioniert. Dies sollte nun behoben sein.

Wie?

WordPress auf SSL umzustellen ist eigentlich recht einfach. T3N hat den Umstieg in einem Beitrag erläutert, den mir Oliver Havlat empfohlen hat. Zwei Dinge habe ich in der Anleitung aber vermisst: Nach der Umstellung muss man seine Website in der Google Search Console (hieß früher Google Webmaster Tools) neu anmelden und man muss Google Analytics auf die neue Adresse der Website (jetzt https://…, vorher http://…) hinweisen.


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Hinweis: Die Newsletter-Anmeldung funktioniert aktuell nicht zuverlässig. Bite schreiben Sie mir bei Problemen eine Nachricht.


© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Social Hub, deutscher Anbieter eines Social-Media-Tools, möchte eine Alternative zu Google Alerts auf den Markt bringen, wenn sich bis Ende des Jahres 1000 Interessenten anmelden. Anders als Google Alerts überwacht SocialHub Alerts nicht nur Websites, sondern auch Soziale Netze wie Twitter und Instagram – aber nicht Facebook. Laut Eigenwerbung werden bis zu 400 Millionen Quellen überwacht.

Kostenfrei ist der Dienst allerdings nur, wenn man nur einen Begriff überwacht. Die Überwachung von drei Begriffen kostet aktuell 9 Euro im Monat (ab 1. Januar 2017: 29 Euro) und wer mehr braucht, bekommt ein individuelles Angebot. Alle Interessenten, die sich anmelden, sollen den Dienst dauerhaft für ein Keywords kostenfrei nutzen können. In einem Fragebogen möchte SocialHub ferner herausfinden, welche Bedürfnisse die Kunden haben.

Vor gut einem Jahr hatte ich Google Alerts Alternativen in einem Beitrag vorgestellt. Talkwalker Alerts aus Luxemburg überwacht kostenfrei bis zu 100 Begriffe, Kuerzr.com aus Brandenburg nennt keine Obergrenze. Generell ist es schwer zu sagen, wie viele Quellen die Dienste wirklich überwachen und wie zuverlässig sie funktionieren.

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Google & mehr: Online-Recherche (Foto: Verlag)

Google & mehr: Online-Recherche (Foto: Verlag)

Googeln kann jeder. Aber wie viele User kennen die erweiterte Suche oder wissen, wie man mit Suchoperatoren bessere Ergebnisse erzielt? Diese und weitere Tricks verrät Hektor Haarkötter in seinem neuen Buch „Google und mehr“, das jetzt im UVK-Verlag erschienen ist und auf Papier 15 Euro – und als E-Book beim Verlag 9 Euro – kostet.

Die Welt ist doch eine Google

Knapp 50 von 140 Seiten widmet der Professor der … in Köln dem Weltmarktführer Google. Suchoperatoren wie AND, OR, Not werden vorgestellt und das Minus-Zeichen erklärt, mit dem man Begriffe ausschließen kann. Wer nach „Berlin -Hotel“ sucht, findet keine Hotels in Berlin – und schafft damit Platz für andere Treffer. Oder wussten Sie, dass man mit „filetyp:pdf“ gezielt nach PDF-Dateien suchen kann. Wer also site:www.firma.de filetype:pdf sucht, findet unter Umständen Dokumente, die die Firma nur aus Versehen im Internet veröffentlicht hat.

Haarkötter stellt neben der erweiterten Suche von Google auch die zahlreichen Spezial-Dienste wie die Bilder-Suche und die Übersetzungsfunktion vor.

Jenseits von Google

Was einige Internet-Nutzer kaum glauben werden: Es gibts auch andere Suchmaschinen als Google: Paperball.de, Wagon.de und pressini.de suchen zum Beispiel gezielt nach Beiträgen in deutschen Medien.

Hektor Haarkötter (Foto: Hektor Haarkötter)

Hektor Haarkötter (Foto: Hektor Haarkötter)

Das Buch von Hektor Haarkötter gibt einen tiefen Einblick in die Such-Möglichkeiten des Internets und weist auch auf die Fallstricke hin. Die Tatsache, dass Google zum Beispiel die Suchergebnis-Seite personalisiert, führt dazu, dass auch Journalisten verstärkt die Treffer angezeigt bekommen , die sie schon vorher angeklickt haben.

Zu ausschweifend für meinen Geschmack beschreibt Haarkötter im zweiten Teil des Buches Themen wie Daten-Journalismus und gibt allgemeine Computer-Tipps. Das füllt zwar Seiten, hat mit dem eigentlichen Thema des Buches aber mehr oder weniger zu tun. Störend fand ich bei der Lektüre den wissenschaftlichen Schreibstil: Jede Aussage wird mit einer Quelle belegt, die dann im Fließtext auch gennant wird. Insgesamt ist das Buch für Journalisten, die Google und andere Suchmaschinen effizienter nutzen möchten, sehr gut. Gewünscht hätte ich mir nur eine Übersicht aller Such-Operatoren auf einer Seite, die man sich neben die Tastatur legen kann.

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Google Nexus 5X (Foto: Google)

Google Nexus 5X (Foto: Google)

Ich gebe zu: Ich bin Apple-Fan. Ich tippe diese Zeilen auf einem MacBookPro (und gucke dabei auf ein Cinema-Display) und ich benutze sowohl privat als auch beruflich ein iPhone. Aber genau das ist eine Macke, denn ich würde Ihnen auf Journalisten-Tools.de gerne auch gute Android-Apps empfehlen. Deshalb habe ich Google angemailt und gefragt, ob man mir ein Android-Telefon leihen könne. Die Antwort kam prompt und sie war positiv: Ich habe nun ein Google Nexus 5X auf dem Tisch liegen und würde es gerne benutzen.

Weil ich in der Android-Welt noch nicht zu Hause bin, bitte ich diesmal Sie um Mithilfe. Welche Apps sollten Journalisten auf einem Android-Telefon installiert haben? Bisher entdeckt habe ich:

Die Klassiker

Neu entdeckt habe ich 

Was ich noch suche

  • Guten Twitter-Client
  • Todo-Tool (mein Omnifocus gibt es nur für iOS)
  • RSS-Reader (am besten mit Fever-Anbindung)
  • Gute Wetter-App

Können Sie mir gute Apps empfehlen, die ich hier vorstellen sollte? Dann schreiben Sie bitte einen Kommentar unter diesem Beitrag oder mir direkt eine E-Mail.

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© berc - Fotolia.com

© berc – Fotolia.com

„Mobile First“ heißt es auf vielen Konferenzen, wenn es um die Frage geht, welche Strategie deutsche Medienhäuser verfolgen. Aber was heißt das konkret und welche Chancen haben Verlage gegen die großen AGFA-Unternehmen (Apple, Google, Facebook, Amazon)?

Dazu habe ich eine spannende Analyser von Horizont-Chefredakteur Volker Schütz (@vschuetz) auf Horizont.net gelesen. Seine These: Mobile nutzen die User wenige Apps und die genannten vier Konzerne schaffen es, dass wir immer mehr Zeit in ihren Apps verbringen – zum Leidwesen der Verlage, die ihre Inhalte schon bei Facebook ausspielen (Stichwort Instant Article), um ihre Zielgruppe zu erreichen.

Mein Lese-Tipp: „Alpha Apps oder: Warum Medien höllisch aufpassen müssen„.

Google hat eine neue Seite gestartet, auf der Journalisten mehr über die zahlreichen Google-Dienste erfahren können: Google News Lab sortiert die Tools in die Kategorien Research, Report, Distribute und Optimize und hat zu vielen Tools auch kurze Online-Lektionen vorbereitet. In einem Erklärvideo erklärt der Weltkonzern, was man tut, um Journalisten zu unterstützen.

Spannend sind aus meiner Sicht folgende Lektionen:

Mit dem neuen Google News Lab löst Google das bisherige „Media-Tools„-Seite vor, die seit März 2014 auch auf Deutsch verfügbar ist. Das neue „Nachrichten-Labor“ ist bislang nur in englischer Sprache verfügbar, die automatische Übersetzung ist Deutsche ist holperig:

Automatische Übersetzung des Satzes "We collaborate with journalists and entrepreneurs to help build the future of media."

Automatische Übersetzung des Satzes „We collaborate with journalists and entrepreneurs to help build the future of media.“

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Das Backup-Tool Arq (Foto: Screenshot)

Das Backup-Tool Arq (Foto: Screenshot)

Wie, wann und wohin sichern Sie Ihre Daten? Hand aufs Herz, wenn Sie ein Notebook benutzen, schließen nicht jede Stunde eine externe Festplatte an, um Ihre Daten zu sichern, oder? Gut, ich nämlich auch nicht. Deshalb liebe ich das Backup-Tool Arq so sehr: Das Programm gibt es schon seit Jahren für den Mac und nun ist auch eine Windows-Version verfügbar.

Das Konzept ist simpel: Arq verschlüsselt die Dateien und lädt sie dann zum Cloud-Dienstleister Ihrer Wahl. Unterstützt werden Amazon (S3 und Glacier), Google (Drive und Nearline), Dropbox und Microsoft OneDrive. Standardmäßig wird jede Stunde ein Backup gestartet und alle seither geänderten Dateien hochgeladen. Müssen Sie eine Datei aus dem Backup zurückholen, können Sie auswählen, welche gesicherte Version Sie wieder zurückspielen wollen und fertig.

Mir gefällt, dass man sich mit Arq nicht an einen Cloud-Dienstleister bindet, sondern die freie Wahl hat und das die Dateien vor der Übertragung mit einem selbst eingetippten Kennwort (oder Satz) verschlüsselt werden. Da habe ich ein besseres Gefühl als wenn irgendeine propritäre Software meine Daten irgendwie verschlüsselt und dann irgendwo abspeichert. Und Arq arbeitet – einmal eingerichtet – zuverlässig im Hintergrund. Für die Datensicherung braucht es nur eine Internet-Verbindung – und die hat ein Notebook häufiger als eine externe Festplatte am USB-Port.

Arq kostet pro Rechner (Mac oder Windows) einmalig 39,99 US-Dollar (umgerechnet rund 35 Euro) oder im 5er Pack 169,99 US-Dollar (rund 150 Euro und damit 30 Euro pro Rechner). Für 19,99 US-Dollar pro Rechner bekommt man eine lebenslange Lizenz, wohingegen man sonst bei größeren Updates erneut bezahlen muss. In den ersten 30 Tagen kann man das Programm kostenfrei testen.