Evernote ist das Allzweck-Notizbuch für Journalisten: Speichern Sie Texte, Artikel, Fotos, Ton-Aufnahmen und Videos. Evernote funktioniert im Browser, aber auch als App für Windows, Mac, iOS und Android.

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Synology DS Note (Foto: Synology)

Synology DS Note (Foto: Synology)

Geht es Ihnen auch so? Ich finde, dass Evernote nachlässt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die Ziele der Firma seit dem CEO-Wechsel Mitte 2015 geändert haben: Ging es dem Vorgänger darum, das Tool innovativ weiterzuentwickeln geht es jetzt offenbar um Profit-Maximierung. Die Preise wurden deutlich erhöht und die Daten aus eigenen Rechenzentren in die Google-Cloud verschoben. Kurzzeitig sorgte Evernote mit der Idee für Wirbel, künftig die Notizen der Kunden lesen zu wollen, um das Produkt zu verbessern.

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© Kaspars Grinvalds – Fotolia.com

© Kaspars Grinvalds – Fotolia.com

Jeder kennt das: Man findet im Netz einen interessanten Text, den man später in Ruhe lesen möchte. Jetzt kann man den Text in Evernote oder OneNote speichern oder in Lese-Dienste wie Pocket oder Instapaper. Viel einfacher und kostenfreie ist emailthis.me. Dahinter steht ein Entwickler aus Indien, der eine einfache Idee sehr gut umgesetzt hat.

Der Dienst emailthis.me ist schnell erklärt: Im Browser – unterstützt werden Chrome, Firefox und Safari – wird ein so genanntes Bookmarklet gespeichert, das ist genau genommen ein Lesezeichen mit einem kleinen Programm dahinter. Ein Klick darauf und der gerade angezeigte Artikel wird – ohne Werbung und ohne „Rahmen“ an die eigene E-Mail-Adresse geschickt und wartet dann in der eigenen Inbox auf die Lektüre. Genial, weil man so kein Programm auf Smartphone, Tablet oder Computer installieren muss, um einen Beitrag zu lesen.

Noch einfacher als vom Rechner aus läuft das Sichern von Artikeln auf Smartphone und Tablet: Einfach die Teilen-Funktion benutzen, um den Link an save@emailthis.me zu schicken. Binnen weniger Minuten wird der Artikel ohne Werbung und ohne Rahmen zurückgeschickt. Idealerweise speichert man diese E-Mail-Adresse in seinem Adressbuch, um sie nicht jedesmal eintippen zu müssen.

Praktisch: Die E-Mail mit dem gespeicherten Beitrag hat als Absende-Kennung immer bot@emailthis.me, so dass man die E-Mails ganz einfach filtern und zum Beispiel in einen Unterordner verschieben kann, um die eigene Inbox frei zu halten.

Die E-Mail-Adresse, die man bei der einmaligen Registrierung angeben und per Klick auf den zugeschickten Link bestätigen muss, wird laut Entwickler nur dafür benutzt, um den Nutzern die bestellten Artikel zu mailen und wichtige Update-Hinweise. Ich habe meine private E-Mail-Adresse für den Test benutzt und nicht mehr Spam als sonst beobachtet.

Emailthis.me ist kostenfrei, aber der Entwickler bittet um eine Spende von 19 US-Dollar pro Jahr, wenn man den Dienst regelmäßig benutzt. Strammer Preis, wenn man bedenkt, dass dafür seine Arbeit und ein oder zwei Server bezahlt werden müssen, die den Artikel „entkernen“ und dann per E-Mail verschicken. Zum Vergleich: Pocket – ein deutlich professionellerer Dienst mit Archivierung und Apps – verlangt 40 Euro im Jahr und ist in der Basis-Version kostenfrei. 5 US-Dollar hätte ich gespendet.


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Es ist Festival-Saison – auch für Journalisten: Vom 6. bis 9. September ist das „Campfire“ in Dortmund, ein Festival für Journalismus und Neue Medien, das Correctiv und das Institut für Journalistik organisieren. Auch „Journalisten-Tools.de“ wird beim „Campfire“-Festival live auftreten – mit drei kostenlosen Workshops rund um Tools für Journalisten im Zelt von „Vor Ort NRW“ der LfM-Stiftung für Lokaljournalismus.

„Stimmt das? Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken verifizieren“

Workshop mit Christina Quast am 7. September um 11 Uhr und am 8. September um 16 Uhr

Viele Videos, Fotos und Texte rauschen täglich durch die sozialen Netzwerke. Aber nicht alle Nachrichten stimmen – was tun? Christina Quast von „Journalisten Tools“ gibt Tipps, wie sich Neuigkeiten überprüfen lassen und zeigt kostenlose Online-Tools, die gefälschte oder manipulierte Nachrichten entlarven können – zum Beispiel die Rückwärts-Bildersuche oder den Suchdienst Wolfram Alpha.

„Das digitale Notizbuch für Journalisten“

Workshop mit Sebastian Brinkmann am 9. September um 14 Uhr

Wäre es nicht toll, wenn Ihr Papier-Notizbuch eine Volltextsuche hätte? Mit einem digitalen Notizbuch wie Evernote, One Note oder Note Station finden Sie Interview-Notizen, Recherche-Infos und Themen-Ideen viel schneller wieder als auf Papier. Digitale Notizbücher speichern handschriftliche Notizen, Dokumente, Fotos, Webseiten, Scans und helfen Ihnen so bei der täglichen Arbeit. Im Workshop werden die Tools sowie ihre Vor- und Nachteile vorgestellt. Und Sie erfahren, wo ihre Daten gespeichert werden und was man für mehr Sicherheit bezahlen muss.

„Besser kommunizieren ohne Telefon und E-Mail“

Workshop mit Sebastian Brinkmann am 9. September um 16 Uhr

Wer statt per Telefon und per E-Mail mit Tools wie Slack, Hipchat, Threema oder Chat von Synology mit seinen Kollegen kommuniziert, bekommt schneller Antwort und erstickt nicht in E-Mails, die längst erledigt sind. Der Workshop stellt verschiedene Chat-Tools für Redaktionen vor, nennt die Vor- und Nachteile und informiert über das Thema Sicherheit.

Weitere Präsentationen, Diskussionen und Live-Shows gibt es im kompletten Programm des „Campfire“-Festivals.

© Deyan Georgiev - Fotolia.com

© Deyan Georgiev – Fotolia.com

Ich habe auf Journalisten-Tools.de viele Beiträge zu Evernote veröffentlicht. Heute habe ich mich auf die Suche nach Evernote-Alternativen gemacht. Die einen möchten ihre persönlichen Notizen nicht in der Cloud speichern, anderen ist Evernote für einfache Notizen zu mächtig.

Einer der Nachteile von Evernote ist, dass die Daten in der Google Cloud (siehe Blog-Post auf Evernote.com) gespeichert werden. Zwar bietet Evernote die Möglichkeit, lokale Notizbücher anzulegen, aber dann kann man nicht den vollen Funktionsumfang nutzen: Notizen lassen sich zwar durchsuchen, aber Bilder und PDF-Dateien werden nur auf den Google-Servern analysiert und damit durchsuchbar gemacht. Und lokale Notizbücher können Sie nicht auf Smartphone oder im Browser benutzen.

Lokale Speicherung mit Devonthink

Es gibt zwei Ansätze, um die Speicherung in den eigenen vier Wänden zu gewährleisten: Anbieter wie Devonthink Technologies  bieten Mac-Programme zum Kauf an, die ihre Daten nur lokal abspeichern. Devonthink macht einen guten Eindruck: Das Programm wird kontinuierlich weiterentwickelt und verfügt über eine Browser-Erweiterung (leider nur für Chrome und Firefox), um Internet-Seiten zu speichern.  Die Daten lassen sich per Dropbox (dann wären sie aber in einer US-Cloud), Webdav-Server, USB-Stick oder (W)LAN-Verbindung synchronisieren. Inzwischen gibt es auch eine iOS-App Devonthink To Go, die sich per WLAN mit der Desktop-Version austauschen kann. Devonthink Pro kostet einmalig 65 Euro und kann  über den Hersteller gekauft werden. Die iOS-App kostet 15 Euro und sie gibt es wie alle iOS-Apps nur im Appstore. Auf seiner Website erläutert Devonthink, wie Journalisten ihr Tool effektiv nutzen können.

Ein gutes Windows-Notizbuch-Programm habe ich leider nicht gefunden. Wer ein solches kennt, möge mir eine E-Mail schicken oder einen Kommentar unter diesem Artikel posten, dann aktualisiere ich den Beitrag gerne.

Lokale Speicherung auf der Netzwerkfestplatte

Wer seine Notizen bequem auch unterwegs nutzen möchte, ohne sie gleich in eine öffentliche Cloud zu laden, wird bei den Firmen Synology und Q-NAP fündig, die für ihre Netzwerkfestplatten (siehe: Die sichere Cloud für Journalisten – Alternativen zu Dropbox und Google Drive) inzwischen Notizbuch-Apps (Synology Note Station / Q-NAP Note Station) bieten. Note Station von Synology ist als Browser-Version (über die Web-Oberfläche der Netzwerkfestplatte) sowie auf Android und iOS verfügbar. Herbert Hertramph von „Evernote für Pfiffige“ hat das Programm, das auch einen Evernote-Import ermöglicht, in einem kurzen Video (damals war es noch eine Beta-Version) vorgestellt.

Stand heute ist Note Station von Synology nicht auf dem Niveau von Evernote, aber das kann sich ändern: Als Synology seine Dropbox-Alternative Cloud Station erstmals vorstellte, war der Abstand zu Dropbox gewaltig. Cloud Station wurde mit jedem Update besser und ich nutze es inzwischen seit rund 1,5 Jahren statt Dropbox bzw. Google Drive, um private Daten innerhalb der Familie auszutauschen. (Update: Ich habe mir Note Station im Januar 2016 genauer angeschaut: „Note Station: Fast wie Evernote – nur ohne Cloud-Speicherung„).

Evernote-Alternativen in der Cloud

Wer damit leben kann, dass die eigenen Daten nicht auf der heimischen Festplatte lagern, findet deutlich bessere Alternative zu Evernote als Devonthink und Soho Notes.

Microsoft OneNote (hier die Mac-Version) macht einen ausgereiften Eindruck (Foto: Screenshot)

Microsoft OneNote (hier die Mac-Version) macht einen ausgereiften Eindruck (Foto: Screenshot)

Ein wachsender Gegenspieler ist Microsoft OneNote. Das Programm war lange Zeit Bestandteil des Office-Pakets, kann aber inzwischen auch separat und – mit Einschränkungen – kostenfrei genutzt werden. OneNote gibt es für Windows, Mac, iOS, Android, Amazon Kindle und Web-Browser. Einzige Voraussetzung ist ein Microsoft-Konto, das aber kostenfrei ist. Gespeichert werden die Notizen, die wie bei Evernote in Notizbücher und Notizen gegliedert werden, in der Microsoft-Cloud. Ein Web-Clipper für alle Browser speichert auf Wunsch Recherche-Ergebnisse aus dem Web. Anders als bei Evernote kann man beim Speichern nicht auswählen, ob die ganze Seite, nur der Text oder nur Ausschnitte gespeichert werden. Der Mac-Client reagierte im Test etwas träge. Die Windows-Version ist deutlich schicker und schneller.

Sehr rudimentär sieht immer noch Google Keep (auf deutsch inzwischen „Google Notizen“ genannt) aus: Der Online-Dienst lässt sich nur im Browser und auf dem Android-Telefon nutzen. Apps für Windows, Mac oder iOS gibt es nicht. Das Programm wurde im März 2013 präsentiert und ich habe nicht den Eindruck, dass Google mit Hochdruck an dieser Anwendung arbeitet.

Die Oberfläche von Memomic soll wohl an eine Pinnwand erinnern (Foto: Screenshot)

Die Oberfläche von Memomic soll wohl an eine Pinnwand erinnern (Foto: Screenshot)

 

Fazit

Wer Evernote verlassen möchte, wird aus meiner Sicht am ehesten bei OneNote von Microsoft fündig. Das Programm ist Stand heute schon sehr leistungsfähig und die vielen Feedback-Bitten innerhalb der Oberfläche deuten darauf hin, dass Microsoft weiter Gas geben möchte, um Evernote Konkurrenz zu machen. Wer schon eine Netzwerkfestplatte von Synology oder Q-NAP besitzt, sollte sich deren „Note Stations“ genauer ansehen. Wer seine Daten lieber auf der heimischen Festplatte speichert, sollte das Thema Backups ernst nehmen. Nichts wäre schlimmer als sein Archiv zu verlieren.

Update (15. April 2017): Ich habe den Beitrag noch einmal aktualisiert. Evernote speichert die Daten seiner Kunden inzwischen in der Google-Cloud und Sohos Notes wird nicht mehr weiterentwickelt. Damit reduziert sich die Zahl der Evernote-Alternativen auf 5. 


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Stefan Malter Foto: XX

Stefan Malter

Den Zeitpunkt für die Veröffentlichung seines Buches „OneNote für Journalisten“ (Amazon) hätte Stefan Malter kaum besser wählen können: Konkurrent Evernote hat vor ein paar Monaten die Preise angehoben und jüngst mit der Idee für Aufmerksamkeit gesorgt, zu Zwecken der Produktverbesserung auf die Inhalte der Kunden-Notizen zugreifen zu wollen. Für 14,95 Euro liefert Malter, der hauptberuflich Chefredakteur des TV-Lernsenders nrwision ist, auf gut 200 Seiten einen guten Einstieg in das digitale Gedächtnistool von Microsoft.

Was ist OneNote überhaupt?

Die Idee ist einfach: Ich kann digitale Inhalte aller Art, also Notizen, Webseiten, Fotos, PDF-Dateien, Word-Dokumente und E-Mails an einer zentralen Stelle speichern und von so ziemlich jedem Gerät aus abrufen und bearbeiten. Mit Zusatz-Apps kann ich mein Smartphone als Scanner benutzen, um Dokumente in OneNote zu speichern. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, dass seine Texte nicht in vielen Word-Dokumenten gespeichert sind, sondern in einem großen digitalen Notizbuch, as man im Volltext durchsuchen kann, wird das nicht mehr missen wollen.

Was unterscheidet Evernote und OneNote aus Ihrer Sicht?

OneNote ist leichter erlernbar, weil die Bedienung sehr an die bekannten Office-Produkte wie Word und Excel erinnert. Die Struktur mir Registern ist zudem von den realen Ordnungsmappen oder Hängeregistern bekannt.

Der Funktionsumfang ist nahezu identisch und man merkt, dass Microsoft OneNote – nachdem es lange Zeit ein Schattendasein führte – inzwischen kräftig weiterentwickelt wurde. Ein Highlight ist die Schrift-Erkennung, die handschriftliche Notizen auf Knopfdruck in Druckschrift verwandelt. Das kann Evernote nicht.

OneNote ist zudem – anders als Evernote – kostenfrei. Wenn man seine Notizbücher nicht lokal sondern in der Microsoft Cloud speichern möchte, bekommt man 5 GByte geschenkt und zahlt für 50 GByte 2 Euro im Monat. Das ist deutlich günstiger als Evernote, wo die kostenpflichtigen Accounts bei 30 Euro im Jahr beginnen.

Wo sehen Sie die Schwächen von OneNote?

Die mobilen Apps haben derzeit noch nicht den Funktionsumfang der Desktop-Versionen, die es für Windows und Mac gibt. Das ist aus meiner Sicht der größte Nachteil.

Sie sprachen über die Speicherung der Notizbücher in der Cloud: Welche Daten speichern Sie in der Cloud?

Ich unterscheide bei meinen Notizbüchern: Interview-Vorbereitungen, Reisepläne oder Artikel-Entwürfe speichere in der Cloud, weil ich so die Informationen mit Kollegen sehr einfach teilen kann. Andere Informationen, wie zum Beispiel Kontaktdaten, schreibe ich in Notizbüchern, die ich nur lokal auf meinem Computer gespeichert habe. Der Nachteil ist dann allerdings, dass ich diese Daten nicht von unterwegs aus abrufen kann.

Spannend finde ich den Ansatz, dass Microsoft Firmenkunden inzwischen anbietet, ihre Daten in Rechenzentren in Deutschland zu speichern. Vielleicht bieten sie das auch eines Tages für Privatkunden an.

Gerade Journalisten sollten sich dieser Problematik bewusst sein und überlegen, wo sie ihre Daten speichern wollen.

Mehr Informationen zum Buch, unter anderem das Inhaltsverzeichnis, gibt es auf der Website onenote-fuer-journalisten.de

Die Links zum Amazon-Shop sind so genannte Partner-Shop-Links. Journalisten-Tools erhält einen kleinen Teil des Kaufpreises als Provision.

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Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

Evernote hat jüngst die Preise deutlich erhöht und seinen Dienst für nicht-zahlende Kunden eingeschränkt. Das möchte die Konkurrenz natürlich nutzen: Synology verschickte deshalb an seine Kunden eine Mail mit Werbung für die Evernote-Alternative „Note Station“, die auf den Netzwerkfestplatten von Synology läuft. Note Station ist keine schlechte Lösung (siehe meinen Beitrag: „Note Station: Fast wie Evernote – nur ohne Cloud-Speicherung„), aber noch fehlen der Note Station einige essentielle Funktionen, um Evernote das Wasser zu reichen. Mich wundert, dass Synology hier nicht massiv Gas gibt, denn die Voraussetzungen sind gut.

Was kann die Note Station schon heute

Note Station läuft auf den Netzwerkfestplatten von Synology und ist damit – zumindest für Besitzer einer solchen Box – kostenfrei nutzbar. Statt die eigenen Notizen also wie bei Evernote in einem US-Rechenzentrum zu speichern, liegen sie bei Note Station auf der heimischen Festplatte – die auf Wunsch auch von außen erreichbar ist.

Apps für iOS und Android stehen zur Verfügung und synchronisieren sich sehr bequem mit der Box. Auch ein Tool, um seine Evernote-Notizen zu Note Station zu übertragen steht bereit und funktionierte in meinem Test sehr gut.

Was fehlt der Note Station

Um Note Station wirklich als Evernote-Alternative zu betrachten, fehlen aus meiner Sicht Apps für Windows und Mac, um seine Notizen bequem bearbeiten und auch offline nutzen zu können. Aktuell gibt es für den Desktop nur eine Chrome App, aber das ist bestenfalls ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Desktop App.

Chrome scheint eh so eine Vorliebe des NoteStation-Teams zu sein, denn aktuell ist der Web-Clipper – mit dem sich Website leicht speichern lassen – nur für Chrome verfügbar. Firefox und Safari wären aus meiner Sicht das mindeste, um das Tool für mehr Nutzer interessant zu machen. Der Web Clipper von Evernote – den es sogar für Opera gibt – ist mein Standard-Tool für Recherchen.

Und wenn es Synology auch noch schaffen könnte, das gleichzeitige (!) Bearbeiten von Notizen zu erlauben, hätte Note Station ein krasses Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu Evernote. Dort führt die gemeinsame Bearbeitung einer Notiz auch in 2016 zu einem Synchronisationsfehler, den der Nutzer manuell reparieren muss. Das Synology die Technologie dafür hat, zeigt die Tabellenkalkulation „Spreadsheet“, die mit dem jüngsten Update ausgeliefert wurde.

All das wären Funktionen, die Note Station für die aktuell verärgerten Evernote-Nutzer attraktiver machen würde. Statt also Werbe-Mails zu verschicken, sollte Synology an seinem Tool arbeiten. Derzeit läuft es bei Evernote nicht so gut (siehe „Evernote is in deep trouble„), das sollte man als Konkurrent nutzen.

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© Antonioguillem – Fotolia.com

© Antonioguillem – Fotolia.com

Evernote ist aus meiner Sicht eines der besten Tools für Journalisten – aber Evernote hat jüngst die Preise deutlich erhöht und seither läuft mein Beitrag über Evernote-Alternativen sehr gut. Wenn man ehrlich ist: Die einzig einigermaßen ebenbürtige Alternative zu Evernote ist das Microsoft-Tool „OneNote“. Um so spannender daher der Text im OneNote-Blog von Stefan Wischner, den ich zum Lesen empfehle. In dem Text erläutert der OneNote-Experte sehr gut, welche Vor- aber auch welche Nachteile OneNote im Vergleich zu Evernote hat.

Mein Lese-Tipp: „Evernote erhöht die Preise – Flucht zu OneNote„?

Evernote (Foto: Screenshot)

Evernote (Foto: Screenshot)

Evernote hat diese Woche neue Preise für die Plus- und Premium-Accounts angekündigt. Begründet wird dieser Schritt in einem Blog-Beitrag mit den Investitionen, die Evernote in das Produkt steckt. Das ist verständlich, allerdings halte ich es für mutig, die Preise um 50 Prozent zu steigern und gleichzeitig den kostenfreien Basic-Zugang erheblich einzuschränken. Der Basic-Account lässt sich künftig nur noch auf zwei Geräten nutzen.

Wer mehr möchte, muss künftig mindestens 29,99 Euro im Jahr bezahlen (vorher 19,99 Euro). Premium-User landen bei 59,99 Euro (bisher: 39,99 Euro). Wer sich angesichts dieser Preissteigerung nach Alternativen umsehen möchte:

Ich persönlich werde mir NoteStation noch mal genauer anschauen. Der Funktionsumfang reicht lange nicht an Evernote heran, aber das Programm ist kostenfrei – weil ich schon ein Synology-NAS im Schrank habe.

50 Prozent Preissteigerung bei Evernote? Was ist Eure Meinung?

Update (22. Januar 2017): Das Evernote-Angebot für Telekom-Kunden gibt es offenbar nicht mehr. Die Webseite dazu ist nicht mehr erreichbar. Bislang bekamen Telekom-Kunden Evernote Premium für ein Jahr kostenfrei.

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Bettina Blaß

Bettina Blaß

Bettina Blaß (@kuechenzuruf), Wirtschaftsjournalistin und Bildungsbeauftragte des DJV NRW, hat mich eingeladen, in einen Hangout on Air für den DJV NRW eines meiner Lieblingstools vorzustellen: Evernote! Die „Sendung“ findet am 10. Mai ab 19 Uhr statt und wird auf dem DJV-NRW-Youtube-Kanal zu sehen sein. Wer sich vorher anmeldet, kann direkt in der Hangout-Session dabei sein und Fragen stellen. Die, die nur zuschauen, können ihre Fragen über die Hangout-Seite schon jetzt schicken. Bettina wird das alles moderieren, so dass ich Evernote und seine Apps (Skitch, Scannable und Co) vorstellen kann – und im Anschluss gerne Fragen beantworte.

Mein Evernote-Vortrag ist nur einer von fünf Hangout-Runden, die Bettina organisiert: Timo Stoppacher wird am 18. April ab 17 Uhr Snapchat vorstellen, Jennifer Schumacher widmet sich am 26. April ab 20 Uhr Videolicious, Bettina Blaß stellt am 19. Mai ab 15 Uhr Thinklink vor und Ute Korinthe am 23. Mai ab 17 Uhr Instagram. Natürlich haben wir unser Thema in einer Hangout-on-Air-Session selbst vorgestellt:

Ich bin sehr gespannt auf das Format und ob es sich für solche Vorträge eignet. Ich überlege selbst schon länger, ob ich mal so eine Hangout-On-Air-Session für Journalisten-Tools.de organisieren soll.

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Sebastian BrinkmannWelche Apps Journalisten auf ihrem Handy installieren sollten, werde ich am Samstag, 12. März, in einem Workshop auf dem Freientag 2016 des DJV NRW in Essen erzählen. Unter anderem möchte ich Evernote als Wissensspeicher vorstellen und zeigen, wie man mit dem Smartphone bessere Bilder macht und nachbearbeitet.

Weitere Workshops sind

  • Standbein-Check mit Sabine Olschner: Viele Freie müssen sich mit mehreren Standbeinen breit aufstellen. Doch wie verträgt sich das knotenfrei miteinander?
  • Faires Marketing mit David Ohrndorf (@ohrndorf): Tipps zum fairen und überzeugenden (Selbst-)Marketing und dazu, wie Journalisten Abnehmer für ihre Themen finden.
  • Datenjournalismus mit Simon Wörpel (@simonwoerpel): Daten sammeln, auswerten und dann noch spannende journalistische Projekte daraus machen – wie das geht, zeigt Correct!v.
  • Crossmediales mit Werner Hinse (@whi120): Lang und blumig für Print, kurz und knackig fürs Web? Oder gibt es vielleicht den einen Text, der für alle Medien passt?

DJV-Mitglieder zahlen 30 Euro, Nicht-Mitglieder 60 Euro. Jeder Teilnehmer der Veranstaltung kann zwei der insgesamt fünf Workshops besuchen, die parallel laufen.  Weitere Infos gibt es auf www.freientag.de.