© blvdone – Fotolia.com

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Wie viele Menschen passen eigentlich auf die „Domplatte“ in Köln? Sind Teilnehmerzahlen von Demonstrationen oder Besucherzahlen von Straßenfesten plausibel? Eine Antwort geben kann das Tool „Map Checking“: Es berechnet, wie viele Menschen auf eine freie Fläche passen und ist nützlich für Journalisten, um Zahlen von Veranstaltungen unter freiem Himmel zu prüfen.

Denn meist unterschieden sich die Teilnehmerzahlen, die von Veranstaltern und Polizei veröffentlicht werden, deutlich. Mit „Map Checking“ können Journalisten kontrollieren, welche Zahlen realistisch sind.

Das Tool ist leider nur auf französisch online, aber auch selbst erklärend: Auf einer Google Map kann man die Fläche einer Demonstration oder Veranstaltung mit Klicks genau markieren. Sofort wird die Größe der abgesteckten Fläche berechnet („Surface de la Zone“) – die Domplatte ist rund 5.200 m² groß. Dann lässt sich einstellen, wie dicht sich die Menschen auf der markierten Fläche drängen („Nombre des personnes par m²“) – von 0,1 bis 7 Menschen pro m² in Zehntelschritten. Um einen visuellen Eindruck der Menschen-Menge zu haben, zeigt ein Klick auf „Voir à quoi cela correspond“, wie sehr eine Fläche mit der gewählten Personenzahl bevölkert ist. Eine praktische Option, um die Teilnehmerzahl mit Fotos oder Videos zu vergleichen.

Wie viele Menschen passen auf die Domplatte in Köln? (Foto: Screenshot)

Wie viele Menschen passen auf die Domplatte in Köln? (Foto: Screenshot)

Nachdem man die Fläche und die Personendichte bestimmt hat, berechnet „Map Checking“ wie viele Menschen tatsächlich Platz haben („Nombre maximum des personnes“). So lässt sich mit ein paar Klicks klären, ob Teilnehmerzahlen glaubwürdig sind. Für das Beispiel Domplatte mit 2 Personen pro m² sind es gut 10.000 Menschen. Das Ergebnis von „Map Checking kann man auch per Link teilen. Das Tool hat Anthony Catel aus Frankreich entwickelt.

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