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© stockertop – Fotolia.com

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Wer hat nicht schon erlebt, dass bei einem Kollegen oder Freund der Account gehackt wurde und man dann merkwürdige Nachrichten bekam? Dagegen hilft die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung: Wer sich von einem neuen Gerät bei einem Dienst wie Facebook, Amazon, Paypal, Google und Co einloggt, bekommt zum Beispiel eine SMS mit einer Buchstaben-/Zahlenkombination, die man als zweites Kennwort eintippen muss, bevor der Zugang gewährt wird. Das ist etwas umständlicher, wenn man sich von einem neuen Gerät aus einloggt, macht es Angreifern aber schwieriger, den Account zu hacken. Ein Bösewicht müsste dann sowohl Benutzername und Kennwort kennen als auch Zugriff auf das Smartphone haben.

Tobias Gillen hat auf BasicThinking eine Anleitung für die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für zehn Online-Dienste erstellt.

Mein Lese-Tipp: „How To für 10 Online-Dienste: So aktivierst du die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Unter dem Namen „Stride“ unternimmt Atlassian – bekannt für Tools wie Jira, Confluence und Trello – einen zweiten Versuch, dem Team-Messenger Slack Konkurrenz zu machen. Stride soll drei Kern-Probleme von Team-Messenger-Tools lösen – versprechen die Entwickler. Zusätzlich kostet Stride nur halb so viel wie Slack.

Für Teams sind Chat-Tools eine tolle Sache: In virtuellen Besprechungsräumen kann man – entweder offen für alle oder nur für ausgewählte Kollegen – Themen diskutieren und sich abstimmen. Das geht schneller als per Telefon und senkt nebenbei den Geräuschpegel im Großraumbüro. Problematisch wird es aber, wenn man Aufgaben verteilen möchte oder später wiederfinden möchte, wann eine Entscheidung getroffen wurde. Stride macht es möglich, Todos als solche zu markieren und Entscheidungen zu kennzeichnen, so dass man diese später bei der Suche im Chat-Archiv schneller wiederfinden kann. Interessant.

Ablenkungsfreies Arbeiten im Focus-Mode

Ein weiteres Problem von Chat-Tools ist, dass man quasi permanent in einem Meeting steckt und sich kaum konzentrieren kann: Neben E-Mail und Telefon muss man noch den Messenger im Blick behalten und führt sich bei jeder Nachricht gedrängt, sofort zu reagieren. Stride möchte das Problem mit einem „Focus-Modus“ lösen: Aktiviert ein Anwender diesen für eine einstellbare Zeit, erhält er in dieser Zeit keine neuen Nachrichten. Wenn die Konzentrationsphase beendet ist, zeigt Stride in einem Fenster alle wichtigen Nachrichten an. So muss sich der Anwender nicht durch die Fülle an Nachrichten kämpfen, die in seiner Abwesenheit gepostet wurden.

Und weil man manche Diskussionen doch besser Face-to-Face führt, kann man mit Stride auf Knopfdruck eine Telefon- oder Video-Konferenz starten – ohne zu Tools wie GoToMeeting oder Webex greifen zu müssen.

Wenn das alles richtig überzeugt, dann versucht es Stride mit dem Preis: 3 US-Dollar pro Monat und Anwender kostet der Standard-Zugang mit unbegrenztem Datei-Austausch und Nachrichten-Archiv. Das ist gut die Hälfte des Standard-Zugangs des Konkurrenten Slack (6,25 US-Dollar). Sprach- und Video-Anrufe sind bei Stride auch im kostenfreien Tarif „Free“ möglich, bei Slack können nicht-zahlende Nutzer nur zu zweit konferieren. Wer für Stride nicht zahlt, kann nur die letzten 25.000 Nachrichten durchsuchen.

Wie Hipchat wird es Stride vorerst nicht für Windows-Phones geben. In dem Punkt hat Slack einen Vorteil.

Fazit

Mir erschließt sich nicht ganz, warum Atlassian einen Neustart seines Messenger-Tools verkündet. Offenbar waren die Nutzer-Zahlen für Hipchat enttäuschend und man sah keinen anderen Ausweg. Ob die drei genannten Funktionen den Erfolg bringen ist fraglich: Slack dürfte diese Funktionen schnell ergänzen können.


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Es ist Festival-Saison – auch für Journalisten: Vom 6. bis 9. September ist das „Campfire“ in Dortmund, ein Festival für Journalismus und Neue Medien, das Correctiv und das Institut für Journalistik organisieren. Auch „Journalisten-Tools.de“ wird beim „Campfire“-Festival live auftreten – mit drei kostenlosen Workshops rund um Tools für Journalisten im Zelt von „Vor Ort NRW“ der LfM-Stiftung für Lokaljournalismus.

„Stimmt das? Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken verifizieren“

Workshop mit Christina Quast am 7. September um 11 Uhr und am 8. September um 16 Uhr

Viele Videos, Fotos und Texte rauschen täglich durch die sozialen Netzwerke. Aber nicht alle Nachrichten stimmen – was tun? Christina Quast von „Journalisten Tools“ gibt Tipps, wie sich Neuigkeiten überprüfen lassen und zeigt kostenlose Online-Tools, die gefälschte oder manipulierte Nachrichten entlarven können – zum Beispiel die Rückwärts-Bildersuche oder den Suchdienst Wolfram Alpha.

„Das digitale Notizbuch für Journalisten“

Workshop mit Sebastian Brinkmann am 9. September um 14 Uhr

Wäre es nicht toll, wenn Ihr Papier-Notizbuch eine Volltextsuche hätte? Mit einem digitalen Notizbuch wie Evernote, One Note oder Note Station finden Sie Interview-Notizen, Recherche-Infos und Themen-Ideen viel schneller wieder als auf Papier. Digitale Notizbücher speichern handschriftliche Notizen, Dokumente, Fotos, Webseiten, Scans und helfen Ihnen so bei der täglichen Arbeit. Im Workshop werden die Tools sowie ihre Vor- und Nachteile vorgestellt. Und Sie erfahren, wo ihre Daten gespeichert werden und was man für mehr Sicherheit bezahlen muss.

„Besser kommunizieren ohne Telefon und E-Mail“

Workshop mit Sebastian Brinkmann am 9. September um 16 Uhr

Wer statt per Telefon und per E-Mail mit Tools wie Slack, Hipchat, Threema oder Chat von Synology mit seinen Kollegen kommuniziert, bekommt schneller Antwort und erstickt nicht in E-Mails, die längst erledigt sind. Der Workshop stellt verschiedene Chat-Tools für Redaktionen vor, nennt die Vor- und Nachteile und informiert über das Thema Sicherheit.

Weitere Präsentationen, Diskussionen und Live-Shows gibt es im kompletten Programm des „Campfire“-Festivals.

©doomu - Fotolia.com

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Wer sie nicht kennt: Hindenburg Journalist ist eine Schnitt-Software für Radio-Journalisten und Podcaster, die sehr viel Lob bekommt. Anders als Audacity kostet sie aber Geld: Die normale Version 85 Euro und die Pro-Version 350 Euro. Einmal im Jahr, zum World Radio Day am 13. Februar, gibt es eine Rabatt-Aktion und so gibt es aktuell Hindenburg Journalist für 2 Euro und das Upgrade zur Pro-Version für 220 Euro. Allerdings nur, wenn man den englischsprachigen Shop aufruft. Keine Angst, die Software selbst hat dann trotzdem eine deutsche Benutzeroberfläche. Hindenburg gibt es für Mac- und Windows.

Wer in das Thema Podcasting einsteigen möchte, dem empfehle ich das Buch Podcasting von Brigitte Hagedorn.

Update (14. Februar 2017): Die Aktion ist beendet. Es gelten wieder die alten Preise. Hindenburg Journalist kostet 85 Euro, Hindenburg Journalist Pro 350 Euro und das Upgrade auf die Pro-Version 305 Euro. 

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Sid-Mitgründer Nils Krüger (Foto: iKlick Fotostudio)

Sid-Mitgründer Nils Krüger (Foto: iKlick Fotostudio)

Viele Redaktionen nutzen Slack oder Hipchat, um intern zu kommunizieren. Beide Tools haben allerdings einen Nachteil: Alle Nachrichten werden zwar verschlüsselt zwischen Client und Server übertragen, aber auf den Slack- bzw. Hipchat-Servern unverschlüsselt gespeichert.  Genau da setzt Sid an, ein Team-Chat-Tool aus Berlin. Die erst drei Monate alte Software hat allerdings noch nicht den Funktionsumfang von Slack oder Hipchat – sagt Mitgründer Nils Krüger im Interview.

Warum ist Sid aus Ihrer Sicht sicher?

Auf der einen Seite setzen wir eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Alle Nachrichten werden auf dem Gerät verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt. Auf unseren Servern liegen die Nachrichten nur so lange, bis sie beim Empfänger angekommen sind. Wir haben keine Chance sie zu lesen oder zum Beispiel automatisch zu analysieren. Wenn Sie Dateien per Sid an Kollegen verschicken, werden diese direkt über eine so genannte Peer-to-Peer-Technologie zum Empfänger geschickt und laufen nicht über unsere Server. Das hat nebenbei den Vorteil, dass die Übertragung sehr viel schneller läuft, wenn die Empfänger im selben Netz oder WLAN arbeiten.

Wie funktioniert Sid technisch?

Anders als bei Slack oder Hipchat gibt es bei unserem Tool keine Cloud, in der alle Nachrichten gespeichert werden. Die Nachrichten liegen nur in der App des Users und die Daten werden zwischen den Geräten synchronisiert. Deshalb empfehlen wir unseren Usern auch, Sid auf mindestens zwei Geräten zu benutzen, damit die Daten im Fall eines Festplatten-Crashs noch auf dem anderen Gerät – zum Beispiel dem Smartphone oder einem anderen Computer – vorliegen.

Sid gibt es für iOS und Android (Foto: Screenshot)

Sid gibt es für iOS und Android (Foto: Screenshot)

Welche Funktionen bietet Sid?

Die Software ist seit drei Monaten auf dem Markt und befindet sich noch im Beta-Stadium. Stand heute kann man damit in einem Team Nachrichten austauschen und zwar öffentlich für alle Team-Mitglieder sichtbar oder als private Nachricht in einem geschlossenen Kreis. Unsere App ist für Windows, Mac, Android und iOS verfügbar und wir arbeiten aktuell an einer Linux-Version. Da sind wir allerdings noch unsicher, welche Linux-Distribution wir unterstützen sollen.

Was fehlt Sid?

Wir nutzen Sid natürlich intern und verschicken deshalb im Team kaum E-Mails. Es fehlen aber noch Funktionen: Zum Beispiel eine Volltextsuche über alle Nachrichten und die Möglichkeit, alte Nachrichten zwischen den Geräten zu synchronisieren. Wenn man also ein weiteres Gerät mit Sid benutzt, landen dort zwar alle neuen Nachrichten, aber nicht die, die man vorher verschickt hat. Beides würden wir gerne ändern.

Zurückhaltender sind wir beim Einbinden fremder Dienste wie Dropbox. Das wäre für den User sicher praktisch, aber wir setzen auf Sicherheit und da müssen wir einen Weg finden, die nicht zu vernachlässigen.

Wie kann man Sid installieren?

Ganz einfach: App herunterladen, installieren und Benutzernamen auswählen. Bei Sid gibt es keinen zentralen Account, daher muss man auch kein Kennwort oder eine E-Mail-Adresse angeben. Wenn man Sid auf einem zweiten Gerät benutzen möchte, gibt man dort seinen Benutzernamen an und wird dann auf dem ersten Gerät gefragt, ob man das zweite Gerät ergänzen möchte. Auf diese Weise kann man Sid vollkommen anonym nutzen. Im Gegenzug muss man dann aber selbst sicherstellen, dass man mindestens zwei Geräte mit dem Sid-Account nutzt – falls ein Gerät kaputt geht und man es neu einbinden möchte.

Welche Firma steckt hinter Sid?

Wir sind fünf Gründer, die in Berlin die Firma Spherebox UG gegründet haben. Unser Ziel ist es, den Datenaustausch sicherer zu machen und die Kommunikation im Team zur erleichtern.

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Wer mit Kollegen oder Freunden per Messenger kommuniziert, kennt das Problem: Ein Tool reicht nicht. Nutzt man intern vielleicht Slack oder Hipchat, erreicht man Freunde zumeist per Facebook Messenger, WhatsApp oder Skype. Also muss man mehrere Browser-Fenster gleichzeitig öffnen, um auf mehreren Kanälen erreichbar zu sein. Diesen Missstand möchten zwei Österreicher mit „Franz“ lösen. Das kostenfreie Tool öffnet in einer Anwendung bis zu 23 verschiedene Messenger-Dienste und kann sogar mehrere Accounts eines Dienstes parallel öffnen. Hier die Übersicht:

Franz unterstütz 23 Messenger-Dienste - in einer App (Foto: Screenshot)

Franz unterstütz 23 Messenger-Dienste – in einer App (Foto: Screenshot)

Die technische Umsetzung ist so simpel, wie genial: Franz öffnet die Web-Versionen der verschiedenen Tools und zeigt sie mit je einem Reiter an. So gesehen ist Franz nicht viel mehr als ein Browser. Auf die Weise kann man sehr einfach weitere Dienste hinzufügen – aber leider präsentiert sich auch jeder Dienst in seiner typischen Oberfläche. Die Kunst besteht darin, den Hinwies für neu eingehende Nachrichten zu vereinheitlichen, damit das App-Icon die Zahl der ungelesen Nachrichten für alle Dienste anzeigt.

Ich persönlich fände es ja schicker, wenn alle Dienste in einer einheitlichen Oberfläche präsentiert würden – aber das wäre zweifelsohne technisch deutlich aufwändiger und könnte auch dazu führen, dass die Programmierer teilweise unerlaubte Schnittstellen nutzen müssten. Immerhin muss man sich deshalb bei Franz nicht einloggen und jeder Dienst kommuniziert direkt mit seinen Servern – und nicht über einen zentralen Dienst der Franz-Entwickler.

In einem Interview mit Golem.de hat Entwickler Stefan Malzer eine Mobil-Version von Franz in Aussicht gestellt. Für Privatanwender soll sein Tool kostenfrei bleiben. Ein Geschäftsmodell sehen Malzer und sein Partner Jonathan Burke in der geschäftlichen Nutzung von Franz.

Franz ist aktuell für Mac, Windows und Linux erhältlich und kostet nichts.

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© Marco2811 - Fotolia.com

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Statist schätzt, dass 2014 rund 700 Millionen Menschen weltweit WhatsApp benutzten. Auf Platz 2 folgt der vor allem in Asien bekannte Messaging-Dienst QQ-Mobile (siehe Wikipedia.de) mit 542 Millionen Usern und der Facebook Messenger landet mit 500 Millionen Usern auf Platz 3. Auf Platz vier steht Skype mit 300 Millionen Usern.

Und bei Ihnen? Nutzen Sie die beiden Facebook-Dienste WhatsApp oder Facebook Messenger oder nutzen Sie lieber die als sicherer geltenden Dienste Threema oder Telegram, die ich neulich in einem Beitrag vorgestellt habe? Oder setzen Sie auf Dienste wie SMS und den iOS-Dienst iMessage, der sich nahtlos in das Betriebssystem von Apple integriert?

Bitte schreiben Sie Ihre Meinung in den Kommentaren. 

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Wie konferieren Sie eigentlich mit Kollegen an anderen Standorten? Per Telefon-Konferenz oder Skype? Dann sollten Sie diesen Beitrag lesen: Ich habe mich in den vergangenen Wochen Job-bedingt viel mit Video-Konferenz-Lösungen befasst und möchte meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Für rund 30 Euro im Monat bekommen Sie einen virtuellen Konferenz-Raum für bis zu 25 Teilnehmer und zwar mit Flatrate.

© Andrey Popov – Fotolia.com

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Warum überhaupt Video-Konferenzen?

Um sich schnell mit zwei oder drei Kollegen auszutauschen, mag eine einfache Telefonkonferenz – organisiert über die Telefonanlage oder das Handy – ausreichen, aber aus meiner Sicht hat diese Lösung mehrere Nachteile: Da sich die Teilnehmer nicht sehen, vergisst man schnell, wer im „Raum“ ist oder versteht nicht auf Anhieb, wer gerade spricht. Auch sind solche Telefon-Konferenzen verlockend, um einfach mal abzuschalten und parallel mit dem Smartphone zu spielen. Wer sieht schon, dass man längst mit anderen Dingen beschäftigt ist?

Wer gemeinsam an einem Dokument arbeiten möchte, wird bei einer reinen Audio-Verbindung immer wieder erklären müssen, wo er gerade ist und was er dort gerade eingetippt hat. Wäre es nicht einfacher, wenn alle Teilnehmer das selbe Bild sehen könnten? Das Bildschirm-Teilen kann zudem praktisch sein, wenn man Kollegen schnell mal ein neues Tool erklären möchte – und zwar ohne die Kollegen an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz besuchen zu müssen.

Würden sich die Teilnehmer eines Meetings sonst an einem Ort treffen, entfällt mit einer Video-Konferenz-Lösung das blöde Rumreisen, was Zeit und Geld spart.

Was kostet eine Video-Konferenz-Lösung?

Das ist aus meiner Sicht der Clou: Die großen Anbieter Webex und GoToMeeting bieten ihre virtuellen Besprechungsräume zum Festpreis an: Wer bis zu 25 Teilnehmer versammeln möchte, zahlt bei Webex 39 bzw. 30 Euro und bei GoToMeeting 39 bzw. 31 Euro. Der jeweils höhere Preis gilt bei monatlicher Kündbarkeit, der niedrigere bei Buchung für ein Jahr. Zahlen tut immer der „Organisator“ eines Meetings, während Teilnehmer nichts zahlen müssen.

Teamviewer hat ein anderes Preismodell: Die Software wird einmalig gekauft und kann dann unbegrenzt genutzt werden. Für Meetings mit bis zu 25 Teilnehmer zahlt man einmalig 998 Euro. Klingt auf den ersten Blick happig, aber Webex bzw. GoToMeeting kosten pro Jahr 360 bzw. 372 Euro, so dass sich die Investition in Teamviewer nach rund drei Jahren amortisiert hat. Wer nur bis zu 15 Leute versammeln möchte, zahlt für Teamviewer die Hälfte: 499 Euro. Teamviewer hat leider andere Nachteile, aber dazu später mehr.

Ihr Rechner hat keine eingebaute Webcam? Dann sollten Sie einmalig in eine vernünftige HD-Kamera, zum Beispiel von Logitech investieren: Die Logitech C920 mit HD-Video-Übertragung und eingebautem Mikrofon kostet bei Amazon.de 73 Euro. Wer einen Besprechungsraum optimal ausstatten möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Hier empfehle ich die Logitech ConferenceCam CC3000e Webcam, eine Kombination aus Lautsprecher/Mikro und hochwertiger Kamera für rund 760 Euro bei Amazon.de. Klingt happig, ist aber deutlich günstiger als normale Video-Konferenz-Lösungen, die in Besprechungsräumen installiert werden können. Die Lautsprecher-Mikro-Spinne lässt sich zudem per Bluetooth mit dem Handy verbinden, so dass man das Gerät auch für Telefonkonferenzen einsetzen kann.

Wie lade ich die Teilnehmer ein?

Ein virtuelles Meeting ist schnell organisiert: Über die Web-Oberfläche von Webex oder GoToMeeting kann man ein Meeting einberaumen und auf Wunsch ein Kennwort festlegen, dass die Teilnehmer vor dem Start eintippen müssen. Webex verschickt auf Wunsch die Einladung gleich an alle Teilnehmer und erinnert sie automatisch kurz vor dem Meeting an den Termin. Nutzer von GoToMeeting müssen die Zugangsdaten selbst an die Teilnehmer weiterleiten. Aus meiner Erfahrung macht es Sinn, diese Daten direkt in die Termin-Einladung reinzupacken, so dass die Teilnehmer die Daten idealerweise gleich im Kalender stehen haben. Kurz vor dem Termin klickt man einfach auf den Link und wählt sich ggf. zusätzlich per Telefon ein.

Denn die Audio-Verbindung läuft wahlweise über den Computer (genannt Voice over IP) oder über eine Festnetz-Nummer. Letztere ist ideal für Kollegen, die an ihrem Computer weder Lautsprecher noch Mikrofon angeschlossen haben. Wer öfter an einer Video-Konferrenz teilnimmt, sollte in ein Headset investieren. Ich nutze ein drahtloses Logitech-Headset oder – weil immer dabei – das Headset des iPhones.

Webex, GoToMeeting oder Teamviewer?

Ich habe alle drei Lösungen in den vergangenen Wochen getestet und bin bei GoToMeeting geblieben. Die Unterschiede zwischen Webex und GoToMeeting sind marginal: Beide Tools lassen sich ohne Admin-Kennwort auf einem Windows- oder Mac-Rechner benutzen. Webex läuft komplett im Browser, GoToMeeting lädt beim ersten Meeting eine Software auf Ihren Rechner, die künftig bei jedem Meeting gestartet wird.

Auf Wunsch lassen sich die Meetings in Bild und Ton aufzeichnen, um diese zu archivieren oder abwesenden Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Mehrere Argumente gaben letztlich den Aufschlag für GoToMeeting:

  • GoToMeeting kann die Video-Bilder von bis zu sechs Teilnehmern übersichtlich auf einem Bildschirm anzeigen: Je mehr Teilnehmer dazu kommen, desto kleiner werden die Bilder auf dem Bildschirm. Jederzeit kann ein Gesprächspartner vergrößert werden. Das gelingt Webex leider nicht so gut.
  • GoToMeeting kann – anders als Webex – nicht nur per Kreditkarte, sondern auch per Rechnung bezahlt werden. Praktisch für Verlage, die nicht gerne per Kreditkarte einkaufen.
  • Die Oberfläche von GoToMeeting sieht geschliffener aus: Es gibt weniger Optionen, aber die sind einfacher verständlich. Sicher eine subjektive Einschätzung, aber probieren Sie es aus.

Teamviewer hat neben dem schon erwähnten hohen Preis weitere Nachteile: Die Video-Übertragung ist nicht in HD-Qualität, weshalb die Gesprächspartner nur in einem kleinen Format angezeigt werden. Der Organisator eines Meetings muss zudem die Software (Windows oder Mac) lokal auf seinem Rechner installieren (lassen), weil es keine reine Web-Applikation gibt.

Los geht’s: Webex und GoToMeeting 30 Tage kostenfrei

Testen Sie Webex oder GoToMeeting – oder beides – einfach mal aus: Wer sich kostenfrei bei den Anbietern registriert, kann den Tarif mit bis zu 25 Teilnehmern 30 Tage lang kostenfrei nutzen und entscheiden, ob man dann zahlt oder nicht.

Wie konferieren Sie mit Ihren Kollegen? Nutzen Sie bereits eine Video-Konferenz-Lösung und wenn ja, wie sind Ihre Erfahrungen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare unter diesem Beitrag.

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Die Links zum Amazon-Shop sind so genannte Partner-Shop-Links. Journalisten-Tools erhält einen kleinen Teil des Kaufpreises als Provision.

Manchmal habe ich den Eindruck, jeder Deutsche hat WhatsApp auf seinem Smartphone. Das hat den Vorteil, dass man fast jeden – beruflich wie privat – per WhatsApp über seine gewohnte Handynummer erreichen kann. Aber seit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook bleibt ein mulmiges Gefühl, was die US-Datenkrake mit den ganzen Handydaten macht. Es gibt sichere Alternativen und bei meiner Recherche habe ich zwei Dienste gefunden, die immer wieder empfohlen werden: Threema und Telegram. Ein Vergleich.

Threema (Foto: Threema)

Threema (Foto: Threema)

Verschlüsselte Verbindung

Beide Anbieter werben damit, dass die Daten auf dem Smartphone des Absenders verschlüsselt und erst auf dem Empfänger-Smartphone wieder entschlüsselt werden. Der Anbieter selbst habe so keinen Zugriff auf die Nachrichten. Threema speichert die Nachrichten nach eigenen Angaben nur so lange, bis sie an den Empfänger übertragen wurden. Ich formuliere bewusst vorsichtig, denn überprüfen kann man die Aussagen von Threema nicht: Der Sourcecode ist nicht öffentlich und eine externe Überprüfung der App hat die Firma bisher aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt, weil jedes Update erneut überprüft werden müsste. Bei Telegram ist der Sourcecode teilweise öffentlich und kann überprüft werden, aber das hat die Stiftung Warentest in einem Vergleich nur bedingt überzeugt. Einer der Kritikpunkte: Während bei Threema alle Nachrichten verschlüsselt sind, muss man bei Telegram den Secure Chat explizit auswählen. Die Datenschutz-Bewertung fällt insgesamt „kritisch“ aus, während Threema als „unkritisch“ eingestuft wird. Zum Vergleich: WhatsApp, Blackberry Messenger und Line bekommen ein „sehr kritisch“.

Telegram (Foto: Screenshot)

Telegram (Foto: Screenshot)

Der Funktionsumfang von Threema und Telegram erinnert an andere Dienste: Man kann Nachrichten, Fotos und Videos an einzelne Personen oder Gruppen (Threema: Bis 20 Personen) schicken und von ihnen empfangen.

Telegram erlaubt Nutzung auf mehreren Geräten gleichzeitig

Threema unterstützt bislang die Smartphone-Plattformen iOS, Android und Windows Phone, Telegram geht deutlich weiter: Es gibt Apps für Windows, Mac, Linux und für den Browser. Während der Telegram-Nutzer eine Nachricht auf allen Geräten gleichzeitig empfängt und beantworten kann, müssen Threema-Nutzer für jedes Gerät eine eigene Threema-ID einrichten und an Freunde und Kollegen verteilen. Das erhöht die Sicherheit, macht die Nutzung auf mehreren Geräten aber umständlich. Der Trick: Für jedes Gerät eine eigene Threema-ID einrichten und dann einen Gruppen-Chat einrichten, in dem die eigenen Geräte und die des Partners eingetragen werden.

Wechselt man später das Smartphone, wird beim Herunterladen der App eine neue Threema-ID generiert und man muss seinen Kontakten die neue ID schicken – bzw. wieder den QR-Code abscannen. Wer die selbe Plattform behält (iOS zu iOS oder Android zu Android) kann seine ID in ein Backup sichern und so behalten. Wie das geht, beschreibt Threema auf seiner Website. Auf Wunsch lässt sich die Threema ID mit der eigenen Handynummer und/oder der eigenen E-Mail-Adresse verbinden, um auf diese Weise von neuen Gesprächspartnern gefunden zu werden.

Die Threema-Server stehen in der Schweiz

Threema gibt an, dass alle Server – die für die App-Nutzung gebraucht werden – in der Schweiz stehen. Telegram hat in einem Tweet mitgeteilt, dass seine Server in Amsterdam, Singapur und San Francisco stehen und das kein Byte an britische, us-amerikanische oder andere Behörden weitergeleitet wurden.

Der Einstiegspreis für die Sicherheit ist niedrig

Threema (Foto: Threema)

Threema (Foto: Threema)

Erfreulich: Die WhatsApp-Konkurrenten sind nicht teuer. Threema kostet einmalig 1,99 Euro (iOS, Android und Windows Phone) und Telegram ist sogar ganz kostenfrei. Finanziert wird Telegram vom wohlhabenden Russen Pawel Walerjewitsch Durow, der zusammen mit seinem Bruder die russische Facebook-Alternative vk.com gegründet hat. Threema möchte seinen Dienst einzig über den Verkaufserlös der App decken, was klappen kann, denn zumindest im iOS-AppStore belegt die App Platz 1 der Liste der meistverkauften Apps und bei Windows Phone Platz 2. Threema war auch die meistverkaufte iOS-App im Appstore im Jahre 2014.

Sicherheit versus Komfort

Höher als die 1,99 Euro (für Threema) ist aus meiner Sicht der Komfort-Verlust: Um wirklich sicher kommunizieren zu können, muss man seine Threema-Kontakte persönlich treffen und gegenseitig den in der App angezeigten QR-Code abscannen. Das mag in einem Team, das sich eh jeden Tag in der Redaktion sieht, funktionieren – wird aber in anderen Fällen schwierig. Und man muss damit leben, dass man – anders als zum Beispiel beim Apple-Dienst iMessage – die Nachrichten immer nur auf einem Gerät empfangen und beantworten kann. Erhält man eine Nachricht, zeigt das iPhone zwar eine Push-Nachricht an – aber nicht gleich den Inhalt der Nachricht, denn die wird ja erst von der App beim Öffnen entschlüsselt. Viele kleine Punkte, bei denen sich Threema für Sicherheit und gegen Komfort entschieden hat.

Fazit

Mit Threema und Telegram kann man gefühlt deutlich sicherer Nachrichten von Smartphone zu Smartphone schicken als mit WhatsApp und Co. Mir hat bei Threema gefallen, wie konsequent auf die Sicherheit geachtet wird – auch wenn darunter der Nutzungskomfort leidet. So wird man bei der Installation gefragt, ob man sein Adressbuch hochladen möchte und man kann den Dienst nutzen, ohne seine Handynummer und/oder seine Mailadresse einzutragen. Letztlich sind Threema und Telegram aber keine Massen-Dienste und man muss seine Kollegen und Freunde davon überzeugen, den Dienst zu nutzen. Bei WhatsApp und erst recht bei iMessage (Standard auf jedem iPhone und automatisch aktiviert!) braucht man weitaus weniger Überzeugungskraft.

Update (12. März 2015): Kurz nach der Veröffentlichung dieses Beitrages hat Telegram per Twitter mitgeteilt, dass die europäischen Server seit Juni 2014 in Amsterdam und nicht mehr in London stehen. Ferner sei bis heute kein Daten-Byte an britische, us-amerikansiche oder andere Behörden weitergeleitet worden. Ich habe den Absatz aktualisiert und den Tweet eingebettet.

Update (17. Mai 2015): Korrektur: Man kann – anders als in dem Beitrag erwähnt – die Threema-ID auf ein neues Smartphone (derselben Plattform) mitnehmen: Also von iOS auf iOS oder von Android auf Android. Wie das geht, beschreibt Threema auf seiner Website. Danke für den Hinweis an den User Niels.

Update (6. April 2016): WhatsApp hat heute angekündigt, alle Nachrichten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu schützen. 


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Sascha Pallenberg

Sascha Pallenberg

Als ich auf der re-publica 2014 in Berlin hörte, welches Team hinter Mobilegeeks.de steckt, war ich baff: Sascha Pallenberg sitzt mit fünf Leuten in Taipeh (Taiwan) und beschäftigt Journalisten in Deutschland und den USA. Zwölf Leute, die über den Globus verteilt sind, arbeiten für seine deutsche und englischsprachige Webseiten, die der gebürtige Dortmunder mit einer Kanadierin aufgebaut hat. Über die Werkzeuge, die Sascha für Themen-Planung und Abstimmungen nutzt, habe ich ihn interviewt.

Unser Gespräch führen wir jetzt per Skype. Was hältst Du davon?

Ich nutze Skype intensiv für Telefonate und habe gut 500 Kontakte in Skype. Aber das Programm ist mir zu mächtig und verbraucht zu viel Ressourcen, gerade auf dem Smartphone. Deshalb haben wir für das Team ein kleines Tool gesucht, das leicht zu bedienen ist. Letztlich sind wir bei Hipchat gelandet, das – wenn man nicht mit der kostenfreien Version auskommt – nur 2 US-Dollar pro Monat und User kostet. Damit ist Hipchat 5 US-Dollar günstiger im Monat als Slack, über das so viele reden.

Was ist das Besondere an Hipchat aus Deiner Sicht?

Hipchat funktioniert im Browser, aber es gibt auch Clients für Windows, Mac, Linux sowie iOS und Android. Und die App ist einfach schlank. Ich kann die Kollegen in virtuellen Räumen organisieren und mich dort über Themen austauschen. Nicht nur die Redaktion nutzt Hipchat, sondern auch die Techniker und Suchmaschinen-Optimierer. Ich kann sogar schnell Gäste von außen in einen Raum einladen. Untereinander können wir uns Nachrichten schicken, aber auch Dateien oder Links austauschen. Praktisch finde ich, dass ich mit der Suche sehr einfach alle Links bzw. alle Dateien sehen kann, die in einem Raum geteilt wurden. Und ich kann im Archiv schnell suchen. Inzwischen nutzen bei uns insgesamt 30 Leute Hipchat. Natürlich kann man mit Hipchat auch ganz einfach telefonieren, auch mit Video-Übertragung oder Bildschirm-Übertragen.

Hipchat läuft im Browser (Foto: Atlassian)

Hipchat läuft im Browser (Foto: Atlassian)

Wie plant Ihr Eure Themen?

Die ersten Überlegungen laufen häufig per Hipchat und dann schlägt einer vor: Schreib das mal in Trello rein.

Was ist Trello?

Trello ist ein sehr einfaches Tool, das ein bisschen an ein Whiteboard erinnert: Ich kann Boards anlegen und dort Karten in Listen platzieren. Für jedes Ressort haben wir ein solches Board angelegt. Darin haben wir je eine Liste für Ideen, eine Liste für Themen, die gemacht werden sollen, eine Liste für Themen, an denen wir gerade arbeiten und eine Liste der Themen, die erledigt sind. Damit machen wir die gesamte Themenplanung: Wir haben immer eine Liste an frischen Ideen und wir sehen, welche Themen gerade in Bearbeitung sind oder bereits im Redaktionssystem fertig zur Veröffentlichung stehen.

Auf einem Trello-Board werden in Listen (je eine Spalte) Karten platziert (Foto: Trello.com)

Auf einem Trello-Board werden in Listen (je eine Spalte) Karten platziert (Foto: Trello.com)

An jede Karte kann man Dateien hochladen oder einen Text-Hinweis anhängen. So können wir Ergänzungen vornehmen und das Thema dem zuständigen Redakteur zuweisen. Trello funktioniert im Browser, aber es gibt Apps für iOS, Android, Windows 8 und Kindle Fire. Ich habe Trello immer auf einem meiner Monitore laufen und weiß so immer sofort, woran gerade wer arbeitet.

Wie arbeiten Hipchat und Trello zusammen?

Das ist super: Wir haben mit Zapier.com Hipchat und Trello miteinander verbunden. Sobald eine Karte in der Ideen-Liste angelegt wurde, bekommen wir im Chat einen Hinweis. Und wenn ein Artikel fertiggestellt ist, bekommen wir auch eine Meldung im Chat und dann kann der Themenplaner die Veröffentlichung vorbereiten.

Spannende Frage: Was kosten die Tools?

Hipchat kostet pro User und Monat 2 US-Dollar. Wenn ich da 30 Leute drin habe, zahle ich im Jahr 720 US-Dollar (umgerechnet rund 600 Euro). Trello kostet nichts. Es gibt eine Gold-Version für 45 US-Dollar im Jahr und User, aber die habe nur ich. Die Kollegen arbeiten mit der kostenfreien Version.

Was ist für Dich entscheidend bei der Auswahl der Tools, die Du benutzt?

Journalisten sollen sich nicht mit komplexen Tools beschäftigen müssen. Ich setze lieber schlanke Tools ein, die genau die Aufgabe erfüllen, die wir haben. Wir haben zum Beispiel für neue Kollegen eine Anleitung für Hipchat und Trello verfasst, die sechs Sätze umfasst. Das reicht, wunderbar. Und wenn ich ein gutes Tool gefunden habe, werde ich schnell zahlender Kunde. Ich möchte ja, dass die Firma das Produkt weiterentwickelt und nicht eines Tages einstellt.