Tools rund um Ideen-Sammlung und Recherche, egal ob mobil oder am Büro-Schreibtisch.

Michel Penke (Foto: Gunnar Bernskötter)

Michel Penke (Foto: Gunnar Bernskötter)

Michel Penke stellt auf bleiwüsten.de das Firefox- und Chrome-Plugin Invit Verification vor, das hilft, die Echtheit von Bildern und Videos zu überprüfen, in dem es unter anderem die Metadaten anzeigt und eine Rückwärtssuche ermöglicht. All das kann man auch ohne Invit prüfen, aber das Tool macht die Überprüfung einfacher, weil es die verschiedenen Werkzeuge zusammenfasst.

Mein Lese-Tipp: Invit Verification

Sebastian Brinkmann und ich schreiben abwechselnd einmal im Monat einen Beitrag für das Magazin Drehscheibe der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich habe diesen Monat Wolfram Alpha unter die Lupe genommen und stelle die Google-Alternative vor.

Mein Lese-Tipp: „Das Zahlen-Fakten-Tool

© blvdone – Fotolia.com

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Wie viele Menschen passen eigentlich auf die „Domplatte“ in Köln? Sind Teilnehmerzahlen von Demonstrationen oder Besucherzahlen von Straßenfesten plausibel? Eine Antwort geben kann das Tool „Map Checking“: Es berechnet, wie viele Menschen auf eine freie Fläche passen und ist nützlich für Journalisten, um Zahlen von Veranstaltungen unter freiem Himmel zu prüfen.

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© Kagenmi – Fotolia.com

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Henk van Ess (@henkvaness) hat auf ZDF.de eine gute Anleitung zum Entlarven von Fake Tweets veröffentlicht. Anhand eines konkreten Beispiels erklärt der niederländische Social-Media-Experte, wie man Schritt für Schritt einen Bot-Account auf Twitter identifiziert und welche Tools man dafür einsetzen kann.

Mein Lese-Tipp: „Anleitung: Tipps um Fake Tweets zu entlarven

 

© Deyan Georgiev - Fotolia.com

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Ich habe auf Journalisten-Tools.de viele Beiträge zu Evernote veröffentlicht. Heute habe ich mich auf die Suche nach Evernote-Alternativen gemacht. Die einen möchten ihre persönlichen Notizen nicht in der Cloud speichern, anderen ist Evernote für einfache Notizen zu mächtig.

Einer der Nachteile von Evernote ist, dass die Daten in der Google Cloud (siehe Blog-Post auf Evernote.com) gespeichert werden. Zwar bietet Evernote die Möglichkeit, lokale Notizbücher anzulegen, aber dann kann man nicht den vollen Funktionsumfang nutzen: Notizen lassen sich zwar durchsuchen, aber Bilder und PDF-Dateien werden nur auf den Google-Servern analysiert und damit durchsuchbar gemacht. Und lokale Notizbücher können Sie nicht auf Smartphone oder im Browser benutzen.

Lokale Speicherung mit Devonthink

Es gibt zwei Ansätze, um die Speicherung in den eigenen vier Wänden zu gewährleisten: Anbieter wie Devonthink Technologies  bieten Mac-Programme zum Kauf an, die ihre Daten nur lokal abspeichern. Devonthink macht einen guten Eindruck: Das Programm wird kontinuierlich weiterentwickelt und verfügt über eine Browser-Erweiterung (leider nur für Chrome und Firefox), um Internet-Seiten zu speichern.  Die Daten lassen sich per Dropbox (dann wären sie aber in einer US-Cloud), Webdav-Server, USB-Stick oder (W)LAN-Verbindung synchronisieren. Inzwischen gibt es auch eine iOS-App Devonthink To Go, die sich per WLAN mit der Desktop-Version austauschen kann. Devonthink Pro kostet einmalig 65 Euro und kann  über den Hersteller gekauft werden. Die iOS-App kostet 15 Euro und sie gibt es wie alle iOS-Apps nur im Appstore. Auf seiner Website erläutert Devonthink, wie Journalisten ihr Tool effektiv nutzen können.

Ein gutes Windows-Notizbuch-Programm habe ich leider nicht gefunden. Wer ein solches kennt, möge mir eine E-Mail schicken oder einen Kommentar unter diesem Artikel posten, dann aktualisiere ich den Beitrag gerne.

Lokale Speicherung auf der Netzwerkfestplatte

Wer seine Notizen bequem auch unterwegs nutzen möchte, ohne sie gleich in eine öffentliche Cloud zu laden, wird bei den Firmen Synology und Q-NAP fündig, die für ihre Netzwerkfestplatten (siehe: Die sichere Cloud für Journalisten – Alternativen zu Dropbox und Google Drive) inzwischen Notizbuch-Apps (Synology Note Station / Q-NAP Note Station) bieten. Note Station von Synology ist als Browser-Version (über die Web-Oberfläche der Netzwerkfestplatte) sowie auf Android und iOS verfügbar. Herbert Hertramph von „Evernote für Pfiffige“ hat das Programm, das auch einen Evernote-Import ermöglicht, in einem kurzen Video (damals war es noch eine Beta-Version) vorgestellt.

Stand heute ist Note Station von Synology nicht auf dem Niveau von Evernote, aber das kann sich ändern: Als Synology seine Dropbox-Alternative Cloud Station erstmals vorstellte, war der Abstand zu Dropbox gewaltig. Cloud Station wurde mit jedem Update besser und ich nutze es inzwischen seit rund 1,5 Jahren statt Dropbox bzw. Google Drive, um private Daten innerhalb der Familie auszutauschen. (Update: Ich habe mir Note Station im Januar 2016 genauer angeschaut: „Note Station: Fast wie Evernote – nur ohne Cloud-Speicherung„).

Evernote-Alternativen in der Cloud

Wer damit leben kann, dass die eigenen Daten nicht auf der heimischen Festplatte lagern, findet deutlich bessere Alternative zu Evernote als Devonthink und Soho Notes.

Microsoft OneNote (hier die Mac-Version) macht einen ausgereiften Eindruck (Foto: Screenshot)

Microsoft OneNote (hier die Mac-Version) macht einen ausgereiften Eindruck (Foto: Screenshot)

Ein wachsender Gegenspieler ist Microsoft OneNote. Das Programm war lange Zeit Bestandteil des Office-Pakets, kann aber inzwischen auch separat und – mit Einschränkungen – kostenfrei genutzt werden. OneNote gibt es für Windows, Mac, iOS, Android, Amazon Kindle und Web-Browser. Einzige Voraussetzung ist ein Microsoft-Konto, das aber kostenfrei ist. Gespeichert werden die Notizen, die wie bei Evernote in Notizbücher und Notizen gegliedert werden, in der Microsoft-Cloud. Ein Web-Clipper für alle Browser speichert auf Wunsch Recherche-Ergebnisse aus dem Web. Anders als bei Evernote kann man beim Speichern nicht auswählen, ob die ganze Seite, nur der Text oder nur Ausschnitte gespeichert werden. Der Mac-Client reagierte im Test etwas träge. Die Windows-Version ist deutlich schicker und schneller.

Sehr rudimentär sieht immer noch Google Keep (auf deutsch inzwischen „Google Notizen“ genannt) aus: Der Online-Dienst lässt sich nur im Browser und auf dem Android-Telefon nutzen. Apps für Windows, Mac oder iOS gibt es nicht. Das Programm wurde im März 2013 präsentiert und ich habe nicht den Eindruck, dass Google mit Hochdruck an dieser Anwendung arbeitet.

Die Oberfläche von Memomic soll wohl an eine Pinnwand erinnern (Foto: Screenshot)

Die Oberfläche von Memomic soll wohl an eine Pinnwand erinnern (Foto: Screenshot)

 

Fazit

Wer Evernote verlassen möchte, wird aus meiner Sicht am ehesten bei OneNote von Microsoft fündig. Das Programm ist Stand heute schon sehr leistungsfähig und die vielen Feedback-Bitten innerhalb der Oberfläche deuten darauf hin, dass Microsoft weiter Gas geben möchte, um Evernote Konkurrenz zu machen. Wer schon eine Netzwerkfestplatte von Synology oder Q-NAP besitzt, sollte sich deren „Note Stations“ genauer ansehen. Wer seine Daten lieber auf der heimischen Festplatte speichert, sollte das Thema Backups ernst nehmen. Nichts wäre schlimmer als sein Archiv zu verlieren.

Update (15. April 2017): Ich habe den Beitrag noch einmal aktualisiert. Evernote speichert die Daten seiner Kunden inzwischen in der Google-Cloud und Sohos Notes wird nicht mehr weiterentwickelt. Damit reduziert sich die Zahl der Evernote-Alternativen auf 5. 


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Geht es um das Thema Auto kommt Ferdinand Dudenhöffer zu Wort und wenn es um die Gesundheitspolitik geht, fragen viele Redaktionen Karl Lauterbach an. Muss das sein? Ralf Kaumanns findet das nicht und hat deshalb im Januar InterviewPartner.org gestartet. Die Plattform möchte Experten und Journalisten zusammenbringen. Für Journalisten ist die Plattform kostenfrei, Experten müssen ab September 8 Euro pro erfolgreicher Vermittlung bezahlen.

„Ich werde selbst immer wieder als Experte für digitale Themen angefragt und habe dann gerne mal zurückgefragt, ob die Redaktion eine Datenbank mit Experten hat. Meinst war die Antwort nein. So entstand die Idee zu InterviewPartner.org“, berichtet Kaumanns, der hauptberuflich als Berater – vorwiegend für VDZ-Verlage – tätig ist. Interviewpartner.org ist sein Nebenbei-Projekt.

Auf den Profil-Seiten - hier das von Gründer Ralf Kaumanns - findet man Informationen zum Experten - und sein druckfähiges Bild (Foto: Screenshot)

Auf den Profil-Seiten – hier das von Gründer Ralf Kaumanns – findet man Informationen zum Experten – und sein druckfähiges Bild (Foto: Screenshot)

Seriosität ist Kaumanns, dessen Büro im Düsseldorfer Medienhafen ist, sehr wichtig: Neue Experten werden von einer Mitarbeiterin auf Echtheit geprüft und dann freigeschaltet. Jeder Experte muss ein Profil anlegen und dort seine Kompetenzfelder, seine Kontakt-Kanäle und die möglichen Interview-Formate (Telefon-, Radio- und/oder TV-Interview) eintragen. Ferner kann er ein druckfähiges Profil-Foto hochladen, das sich Redaktionen herunterladen können. Journalisten, die sich auf der Plattform registrieren, müssen ihren Presseausweis hochladen und werden dann erst freigeschaltet.  „Für Experten ist es nämlich ebenfalls wichtig zu wissen, wer eigentlich Zugang zu deren Expertenprofilen hat. Wir sind der Überzeugung, dass dies die Akzeptanz sowohl der Experten als auch der Journalisten steigert. Grundsätzlich ist uns Klasse sehr viel wichtiger als Masse.“

Obwohl die Website erst seit Januar online ist, haben sich bereits gut 1000 Experten angemeldet, 600 davon haben ihr Profil ausgefüllt und sind über die Website zu finden. Insgesamt 20 erfolgreiche Vermittlungen hat InterviewPartner.org schon registriert. „In der Startphase ist das für die Experten kostenfrei. Ab September möchten wir dann 8 Euro pro erfolgreicher Vermittlung berechnen. Für Journalisten soll das Portal kostenfrei bleiben“, so der Gründer.

Journalisten können mit Hilfe der Kompetenz-Felder den oder die Experten ausfindig machen und kontaktieren. Je nach Dringlichkeit erfolgt die Kontaktaufnahme per E-Mail oder SMS. WhatsApp würde Kaumanns gerne noch einbauen. Schon jetzt können Journalisten ihren Interview-Partner bewerten, um so Kollegen bei der Recherche zu unterstützen. Ideen hat Kaumanns reichlich: Eine App steht auf der Wunschliste, sowie kleine Erklärvideos, um die Funktionen – der schon jetzt sehr übersichtlichen Oberfläche – zu erläutern.

Nun ist Donald Trump neuer US-Präsident – und bereits bekannt als Mann, den es nicht sonderlich interessiert, was er in der Vergangenheit gesagt hat oder was die Wahrheit ist. Diese drei Tools können helfen, über den neuen US-Präsidenten zu berichten und Fakten sowie Quelle zu liefern.

Trump im TV: Das Trump Archive

Seit Januar 2017 sind TV-Sendungen mit Donald Trump im „Trump Archive“ zugänglich, um zu dokumentieren, was der aktuelle US-Präsident Reden, Debatten oder Interviews gesagt hat. Derzeit können etwa 850 TV-Ausschnitte nach Stichworten und Themen durchsucht sowie nach Views, Datum oder TV-Sender sortiert werden. Zusätzlich wurden bisher mehr als 500 Trump-Zitate hinsichtlich der Fakten geprüft – eine vollständige Liste dieser „Fact Checks“ ist auch veröffentlicht.

Im „Trump Archive“ sind die TV-Ausschnitte Sekunde für Sekunde aufgeschrieben und mit Vorschaubildern versehen, die als Video abgespielt werden können. Stellen mit einem „Fact Check“ werden mit einem roten Haken markiert. Ebenfalls hilfreich ist, dass die Themen der Trump-Zitate bei jedem Video notiert und mit weiteren Fundstellen verlinkt sind. Zum Beispiel finden sich insgesamt neun TV- Ausschnitte, in denen Donald Trump über „Angela Merkel“ spricht. Verantwortlich für das „Trump Archive“ ist das  Internet Archive, dass bereits die Wayback Machine geschaffen hat, um ältere Versionen von Webseiten zu finden.

Trump bei Twitter: Das Trump Twitter Archive

Mehr als 30.000 Tweets von Donald Trump, der als @realdonaldtrump twittert– hat das „Trump Twitter Archive“ seit 2009 gesammelt. Alle Tweets lassen sich nach Stichworten durchsuchen und sich auf einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Tageszeit eingrenzen. Mit dem „Trump Twitter Archive“ kann man so herausfinden, wie sich der aktuelle US-Präsident früher über Barack Obama oder über Angela Merkel getwittert hat. Denn ein hilfreiches Extra des „Trump Twitter Archive“ ist, dass Suchergebnisse auch direkt verlinkt werden können.

Trump im Kontext: Die Real Donald Context Extension

Die Washington Post hat mit „Real Donald Context“ eine Extension für Chrome (diese ist inzwischen nicht mehr verfügbar) bzw. ein Addon für Firefox entwickelt, um Tweets von Donald Trump mit geprüften Fakten anzureichern. Das Zusatz-Programm blendet direkt unter ausgewählten Trump-Tweets einen Kommentar ein und verlinkt dann auf weiterführende Artikel in der Washington Post. Zusätzlich gibt es einen Twitter-Account zu Real Donald Context, der alle per Extension oder Addon kommentierten Tweets dokumentiert.

Update (18. November 2017): Die Chrome-Erweiterung Real Donald Context ist nicht mehr verfügbar. Ich habe den Link entsprechend entfernt.

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© Robert Kneschke - Fotolia.com

© Robert Kneschke – Fotolia.com

Social Hub, deutscher Anbieter eines Social-Media-Tools, möchte eine Alternative zu Google Alerts auf den Markt bringen, wenn sich bis Ende des Jahres 1000 Interessenten anmelden. Anders als Google Alerts überwacht SocialHub Alerts nicht nur Websites, sondern auch Soziale Netze wie Twitter und Instagram – aber nicht Facebook. Laut Eigenwerbung werden bis zu 400 Millionen Quellen überwacht.

Kostenfrei ist der Dienst allerdings nur, wenn man nur einen Begriff überwacht. Die Überwachung von drei Begriffen kostet aktuell 9 Euro im Monat (ab 1. Januar 2017: 29 Euro) und wer mehr braucht, bekommt ein individuelles Angebot. Alle Interessenten, die sich anmelden, sollen den Dienst dauerhaft für ein Keywords kostenfrei nutzen können. In einem Fragebogen möchte SocialHub ferner herausfinden, welche Bedürfnisse die Kunden haben.

Vor gut einem Jahr hatte ich Google Alerts Alternativen in einem Beitrag vorgestellt. Talkwalker Alerts aus Luxemburg überwacht kostenfrei bis zu 100 Begriffe, Kuerzr.com aus Brandenburg nennt keine Obergrenze. Generell ist es schwer zu sagen, wie viele Quellen die Dienste wirklich überwachen und wie zuverlässig sie funktionieren.

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Google & mehr: Online-Recherche (Foto: Verlag)

Google & mehr: Online-Recherche (Foto: Verlag)

Googeln kann jeder. Aber wie viele User kennen die erweiterte Suche oder wissen, wie man mit Suchoperatoren bessere Ergebnisse erzielt? Diese und weitere Tricks verrät Hektor Haarkötter in seinem neuen Buch „Google und mehr“, das jetzt im UVK-Verlag erschienen ist und auf Papier 15 Euro – und als E-Book beim Verlag 9 Euro – kostet.

Die Welt ist doch eine Google

Knapp 50 von 140 Seiten widmet der Professor der … in Köln dem Weltmarktführer Google. Suchoperatoren wie AND, OR, Not werden vorgestellt und das Minus-Zeichen erklärt, mit dem man Begriffe ausschließen kann. Wer nach „Berlin -Hotel“ sucht, findet keine Hotels in Berlin – und schafft damit Platz für andere Treffer. Oder wussten Sie, dass man mit „filetyp:pdf“ gezielt nach PDF-Dateien suchen kann. Wer also site:www.firma.de filetype:pdf sucht, findet unter Umständen Dokumente, die die Firma nur aus Versehen im Internet veröffentlicht hat.

Haarkötter stellt neben der erweiterten Suche von Google auch die zahlreichen Spezial-Dienste wie die Bilder-Suche und die Übersetzungsfunktion vor.

Jenseits von Google

Was einige Internet-Nutzer kaum glauben werden: Es gibts auch andere Suchmaschinen als Google: Paperball.de, Wagon.de und pressini.de suchen zum Beispiel gezielt nach Beiträgen in deutschen Medien.

Hektor Haarkötter (Foto: Hektor Haarkötter)

Hektor Haarkötter (Foto: Hektor Haarkötter)

Das Buch von Hektor Haarkötter gibt einen tiefen Einblick in die Such-Möglichkeiten des Internets und weist auch auf die Fallstricke hin. Die Tatsache, dass Google zum Beispiel die Suchergebnis-Seite personalisiert, führt dazu, dass auch Journalisten verstärkt die Treffer angezeigt bekommen , die sie schon vorher angeklickt haben.

Zu ausschweifend für meinen Geschmack beschreibt Haarkötter im zweiten Teil des Buches Themen wie Daten-Journalismus und gibt allgemeine Computer-Tipps. Das füllt zwar Seiten, hat mit dem eigentlichen Thema des Buches aber mehr oder weniger zu tun. Störend fand ich bei der Lektüre den wissenschaftlichen Schreibstil: Jede Aussage wird mit einer Quelle belegt, die dann im Fließtext auch gennant wird. Insgesamt ist das Buch für Journalisten, die Google und andere Suchmaschinen effizienter nutzen möchten, sehr gut. Gewünscht hätte ich mir nur eine Übersicht aller Such-Operatoren auf einer Seite, die man sich neben die Tastatur legen kann.

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© Robert Kneschke - Fotolia.com

© Robert Kneschke – Fotolia.com

Die Idee klingt zunächst verlockend: Firmen wie RechercheScout und ResponseSource wollen Journalisten und Firmen zusammenbringen. Der Journalist stellt kostenfrei eine Recherche-Anfrage und die Firmen leiten diese weiter an ihre Kunden weiter, die sich daraufhin melden können. Beide Firmen haben mich immer wieder kontaktiert und wollten, dass ich über ihre Tools berichte. ResponseSource hat sogar mal einen kostenpflichtigen Werbe-Artikel hier auf Journalisten-Tools.de veröffentlicht.

Statt die Tools einfach vorzustellen, hätte ich lieber einen Journalisten zu Wort kommen lassen, der das Tool mal wirklich benutzt hat. Leider konnten mir die Firmen keinen Ansprechpartner nennen. Deshalb freue ich mich, dass jetzt Kim Björn Becker in der SZ einen Beitrag über beide Dienste und die Vor- und Nachteile veröffentlicht. Sein Fazit klingt ernüchternd: Über ResponceSource meldete sich eine Firma, deren Statement aber zu werblich war.

Mein Lese-Tipp: „Vom Suchen und Finden“ (Blendle, 79 Cent)