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Die Tweetdeck-Oberfläche: Alle Tweets werden in Spalten angezeigt (Foto: Screenshot)

Die Tweetdeck-Oberfläche: Alle Tweets werden in Spalten angezeigt (Foto: Screenshot)

Sie haben die Aufgabe, bei einer Veranstaltung den offiziellen Twitter-Accounts Ihrer Redaktion bzw. ihres Kunden zu betreuen? Dann hat Journalisten-Tools.de-Gastautorin Christina Quast auf ihrem Blog ein paar sehr gute Tipps zusammengestellt, wie Sie Tweetdeck optimal für das Event einrichten und alles in wenigen Spalten im Blick behalten.

Mein Lese-Tipp: Tweetdeck fit machen fürs live twittern

Und wer neben Twitter auch Facebook im Blick behalten möchte, dem empfehle ich Hootsuite. Sieht aus wie Tweetdeck, ist aber nicht auf Twitter beschränkt – dafür leider nicht kostenfrei.

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Katrin Scheib (Foto: Pascal Dumont)

Katrin Scheib (Foto: Pascal Dumont)

Unsere Gastautorin Katrin Scheib arbeitet als Social-Media-Editor für die Moscow Times. Die Journalistin bloggt privat unter kscheib.de.

Ist Twitters Dashboard ein Tool für Journalisten? Nein. Wobei, vielleicht doch. Kommt drauf an, wie genervt man von dieser einen, dicken Tweetdeck-Macke ist und… okay, langsam und von vorne.

Twitters Dashboard ist noch neu. So neu, dass man es eigentlich bisher nur in den USA benutzen kann. Es gibt eine Browser- und eine App-Version, und gemeinsam sollen sie es, so steht es im Twitter-Blog, Unternehmen leichter machen, mit wenig Aufwand bei Twitter Kontakt zu Kunden aufzunehmen.

Weißraum satt: Dashboard soll vor allem schlicht und übersichtlich sein (Foto: Screenshot)

Weißraum satt: Dashboard soll vor allem schlicht und übersichtlich sein (Foto: Screenshot)

Nun sind Medienunternehmen auch Unternehmen, trotzdem wirkt Dashboard nicht so, als ob man sich damit dringend in Redaktionen auseinandersetzen müsste. Jedenfalls nicht, wenn man bereits Tweetdeck nutzt, das ein deutlich mächtigeres Werkzeug ist – gerade, um gleichzeitig Diskussionen zu einer ganzen Reihe von Themen im Blick zu behalten.

Dashboard dagegen bietet einem nur die Möglichkeit, einen einzigen Filter einzurichten, auf der Grundlage von Stichworten, die darin vorkommen sollen oder gerade nicht. Bäcker könnten also nach „Vollkornbrot, Roggenbrot, Mehrkornbrot“ filtern, Kneipenbesitzer nach „Bierkeller, Brauhaus, Altbier, Düsseldorf“ und so weiter.

Die eingeblendeten Tipps zeigen: Dashboard ist klar für Twitter-Anfänger gedacht (Foto: Screenshot)

Die eingeblendeten Tipps zeigen: Dashboard ist klar für Twitter-Anfänger gedacht (Foto: Screenshot)

Was noch? Die vorgeplanten Tweets werden in Dashboard größer angezeigt als in Tweetdeck – klar, ist ja auch mehr Platz, kein vielspaltiges Design. Im Gegenteil scheint das Ziel von Dashboard eher zu sein, ein weniger komplexes Tool zu bieten, eher etwas für Einsteiger. Große Bilder, viel Weißraum, sprachlich und inhaltlich schlichte Hinweise wie „Wow, du hast diese Woche mehr als 200 mal getwittert“ oder „Twitter-Empfehlungen sind das Beste! Retweete nette Worte deiner Kunden“.

Twittern für Anfänger also – und doch gibt es einen Aspekt, bei dem Dashboard Tweetdeck überlegen ist. Denn das ist seit langem  Tweetdecks größte Macke: Wer dort einen Tweet plant, zu dem ein Bild gehört, kann ihn später nicht mehr bearbeiten, um z. B. einen Tippfehler zu korrigieren oder einen besseren Hashtag hinzuzufügen. Einzige Lösung: löschen und von vorne anfangen.

Um einen bereits geplanten Tweet mit Bild zu bearbeiten, reicht ein Klick... (Foto: Screenshot)

Um einen bereits geplanten Tweet mit Bild zu bearbeiten, reicht ein Klick… (Foto: Screenshot)

Dashboard hingegen kann das. Einfach den geplanten Foto-Tweet anklicken und bearbeiten. Die aktuell beste Lösung für Journalisten heißt also: Tweetdeck als Default-Tool im einen Browser-Tab, und in dem daneben Dashboard zum Bearbeiten von Tweets mit Bildern. Und wer weiß: Jetzt, wo Twitter offenbar erkannt hat, dass das eine gar nicht mal so unwichtige Sache ist – vielleicht funktioniert das Bearbeiten ja bald auch in Tweetdeck.

...dann öffnet er sich im Editor. Da ist Dashboard Tweetdeck überlegen. (Foto: Screenshot)

…dann öffnet er sich im Editor. Da ist Dashboard Tweetdeck überlegen. (Foto: Screenshot)

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Wer mit Kollegen oder Freunden per Messenger kommuniziert, kennt das Problem: Ein Tool reicht nicht. Nutzt man intern vielleicht Slack oder Hipchat, erreicht man Freunde zumeist per Facebook Messenger, WhatsApp oder Skype. Also muss man mehrere Browser-Fenster gleichzeitig öffnen, um auf mehreren Kanälen erreichbar zu sein. Diesen Missstand möchten zwei Österreicher mit „Franz“ lösen. Das kostenfreie Tool öffnet in einer Anwendung bis zu 23 verschiedene Messenger-Dienste und kann sogar mehrere Accounts eines Dienstes parallel öffnen. Hier die Übersicht:

Franz unterstütz 23 Messenger-Dienste - in einer App (Foto: Screenshot)

Franz unterstütz 23 Messenger-Dienste – in einer App (Foto: Screenshot)

Die technische Umsetzung ist so simpel, wie genial: Franz öffnet die Web-Versionen der verschiedenen Tools und zeigt sie mit je einem Reiter an. So gesehen ist Franz nicht viel mehr als ein Browser. Auf die Weise kann man sehr einfach weitere Dienste hinzufügen – aber leider präsentiert sich auch jeder Dienst in seiner typischen Oberfläche. Die Kunst besteht darin, den Hinwies für neu eingehende Nachrichten zu vereinheitlichen, damit das App-Icon die Zahl der ungelesen Nachrichten für alle Dienste anzeigt.

Ich persönlich fände es ja schicker, wenn alle Dienste in einer einheitlichen Oberfläche präsentiert würden – aber das wäre zweifelsohne technisch deutlich aufwändiger und könnte auch dazu führen, dass die Programmierer teilweise unerlaubte Schnittstellen nutzen müssten. Immerhin muss man sich deshalb bei Franz nicht einloggen und jeder Dienst kommuniziert direkt mit seinen Servern – und nicht über einen zentralen Dienst der Franz-Entwickler.

In einem Interview mit Golem.de hat Entwickler Stefan Malzer eine Mobil-Version von Franz in Aussicht gestellt. Für Privatanwender soll sein Tool kostenfrei bleiben. Ein Geschäftsmodell sehen Malzer und sein Partner Jonathan Burke in der geschäftlichen Nutzung von Franz.

Franz ist aktuell für Mac, Windows und Linux erhältlich und kostet nichts.

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Logo: Twitter.com

Logo: Twitter.com

Auf Labnol.org habe ich eine tolle Übersicht über die umfangreichen Such-Möglichkeiten von Twitter gefunden. So kann man sich zum Beispiel Tweets mit Video oder mit Links (bzw. ohne Videos und ohne Links) anzeigen lassen oder Tweets aus einem bestimmten Zeitraum filtern. Der Beitrag ist auf Englisch, aber gut lesbar.

Mein Lese-Tipp: „How to Search Twitter – The Best Twitter Search Tricks„.

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Tweetdeck-Einstellungen: "Confirmation step"

Tweetdeck-Einstellungen: „Confirmation step“

Wer mehrere Accounts in Tweetdeck verwaltet, der hat sicher schon einmal mit dem falschen Account einen Beitrag gepostet. Für solche Fälle hat Tweetdeck jetzt eine Sicherung eingebaut: Auf Wunsch kann man bei einzelnen Accounts – zum Beispiel den beruflichen – in den Account-Einstellungen einen Haken („Confirmation step“, siehe Screenshot rechts) setzen. Dann muss man künftig vor dem Absenden eines Tweets einen Haken bei der Frage „Ready to tweet?“ setzen und kann dann erst den Beitrag verschicken. Klingt nach einem banalen Update, dürfte den ein oder anderen Fehler im Alltag aber vermeiden helfen.

Tweetdeck fragt nach: Ready to tweet?

Tweetdeck fragt nach: Ready to tweet?

Das Problem mit zwei Accounts löse ich persönlich anders und nutze für Journalisten-Tools.de Buffer. Auf die Weise habe ich auch gleich alle Twitter- und Facebook-Statistiken auf einen Blick verfügbar. Meinen Beitrag zu Buffer finden Sie hier. Und wenn Sie noch neu bei Twitter sind, empfehle ich Ihnen meine Twitter-Starthilfe.

Sarah Marshall

Sarah Marshall

Aus vielen Gesprächen und eigener Erfahrung weiß ich, dass sich der Nutzen von Twitter nicht auf den ersten Blick erschließt. Deshalb ist es immer gut zu lesen, wie Profis Twitter für Recherche und Themen-Überwachung nutzen. Deshalb empfehle ich Ihnen heute einen Beitrag von Sarah Marshall (@SarahMarschall), Social-Media-Redakteurin beim Wallstreet Journal in London. Sie hat neulich in der Twitter-Zentrale einen Vortrag gehalten und den Inhalt anschließend gebloggt.

Lesen Sie: „15 tipps for newsgathering via Twitter„.

Und für alle, die sich mit Twitter noch etwas schwer tun, empfehle ich meinen Starthilfe-Beitrag aus dem Themenschwerpunkt Twitter.

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Logo: Twitter.com

Logo: Twitter.com

Wie Twitter in einem Blog-Beitrag mitteilt, kann Tweetdeck nach dem 31. März (nächste Woche Dienstag) nur noch mit einer Twitter-Kennung als Login benutzt werden. User, die sich bislang mit E-Mail-Adresse und Kennwort einloggen, werden beim nächsten Login aufgefordert, ihre Twitter-Kennung anzugeben. Vorteil des neuen Login-Verfahren ist, das man dann unter anderem die neuen Team-Funktion von Twitter (siehe mein Beitrag).

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Bei meiner Recherche zum Thema LiveBlogging bin ich auf Kassel-Live.de von der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (seit 2002 Teil der Ippen-Gruppe) aufmerksam geworden. Im Interview hat mir Jens Nähler, Ressortleiter HNA Online, das Konzept und die Technik hinter Kassel-Live erläutert.

Was genau ist Kassel-Live?

Die Website informiert in Kurzform über Ereignisse in Kassel. Inzwischen verzeichnet sie rund 20.000 Seitenaufrufe pro Tag – ohne Tricks wie Bilderstrecken. Das ist vergleichbar mit der Reichweite ganzer HNA-Lokalressorts mit eigenen Redaktionen. Kassel-live, das inzwischen mit dem Blogsystem WordPress läuft, setzt auf  einen Themenmix aus Nachrichten, Service und Unterhaltung in der (Kurz-)Form eines Tickers oder Newsfeeds. Es ist optimiert für den schnellen Zugriff von unterwegs.

Startseite von Kassel-Live (Foto: Screenshot)

Startseite von Kassel-Live (Foto: Screenshot)

Woher kommen die Inhalte für Kassel-Live?

Täglich ist in zwei Schichten morgens und abends je ein Volontär oder freier Mitarbeiter mit Smartphone oder Tablet draußen, um Geschichten zu finden – und direkt von unterwegs zu veröffentlichen. Alle HNA-Redakteure, die thematisch mit Kassel-Themen beschäftigt sind, schreiben im Idealfall zuerst eine Meldung auf Kassel-Live, bevor sie auf unserem Nachrichtenportal HNA.de eine Langfassung veröffentlichen.  In unserer Redaktion hat jeden Tag ein Kollege „Kassel-Live-Dienst“. Er behält die sozialen Netzwerke, in erster Linie Twitter, Instagram und Facebook, im Blick. Vierte Quelle sind unsere Leser, die jeden Tag mehrere Beiträge über ein Formular schicken. Das sind oft Schmuckbilder, aber auch Verkehrs- oder Blaulichtmeldungen. Alle Leserbeiträge werden vor der Veröffentlichung geprüft. Außerdem kooperieren wir mit einer Facebookseite, die sich auf lokale Blitzermeldungen spezialisiert hat..

Wie schnell ist Kassel-Live?

Dazu gibt es eine schöne Anekdote, die unser Chefredakteur gerne erzählt: Er erlebte einen Unfall mit, fuhr rechts ran und wollte schnell ein Foto für Kassel-Live veröffentlichen. Aber ein Leser – der den Unfall aus seinem Fenster beobachtet hatte – war schneller. Das ist natürlich der Ideal- und nicht der Regelfall. Aber wir werden immer schneller…

Reden wir mal über die Technik: Welche Tools setzt Ihr ein?

Kassel-Live hat auf Tumblr angefangen, weil wir binnen weniger Tage eine Website einrichten und unser IVW-Pixel einbauen konnten. Die Oberfläche und vor allem die Apps sind besonders einfach zu bedienen.

Nach sechs Monaten sind wir auf WordPress umgestiegen, weil es uns mehr Möglichkeiten bietet. Wir haben alle Redakteure für die Nutzung der WordPress-App sowie des WordPress-Backends geschult. So mancher hat dabei erstmals mit einem Smartphone wirklich mobil gearbeitet statt nur zu telefonieren.

Für die Überwachung von Twitter nutzen wir Tweetdeck, für Facebook haben wir uns eine Liste angelegt und mit iconosquare.com haben wir Instagram anhand von Schlagworten im Blick.

Die interne Kommunikation der Onliner läuft inzwischen über das Chat-Tool Slack, das wir auch für den Austausch mit anderen Abteilungen nutzen. Wir setzen auch Trello fürs persönliche Projektmanagement ein, aber das hat sich nicht bei jedem durchgesetzt.

Wie geht’s weiter mit Kassel Live?

Derzeit entwickeln wir eine App für Kassel-Live, die im März starten soll. Dann können wir unsere Leser per Push-Nachricht informieren und sie können die Inhalte zum Beispiel nach Stadtteilen als Favoriten filtern.

Sie möchten auch eine Website mit WordPress starten? Dann finden Sie im Themen-Schwerpunkt Bloggen Beiträge von Installation und Konfiguration von WordPress sowie nützliche Plugins um die Funktionen Ihrer Website zu erweitern. Darüber hinaus Tipps, was Sie für eine erfolgreiche Website beachten sollten.

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Logo: Twitter.com

Logo: Twitter.com

Als ich am Sonntag Social-Media-Tools für kleine und große Redaktionen vorstellte, konnte ich nicht ahnen, dass Twitter nur zwei Tage später Tweetdeck für Teams starten würde. Konkret heißt das: Wer sich in Tweetdeck einloggt, kann seinen Account künftig mit anderen Kollegen (die dafür einen eigenen Twitter-Account benötigen) teilen. Die einzelnen User-Accounts können als „Admin“ oder „Contributor“ eingestuft werden. Admins dürfen weitere User einladen oder bestehende User entfernen. Mit beiden Account-Typen kann man Beiträge veröffentlichen und Listen anlegen/verwalten.

In einem kurzen Video erklärt Twitter wie die Einrichtung funktioniert:

Die Team-Funktion dürfte nur der Anfang sein. Vermutlich baut Twitter als nächstes eine Statistik-Funktion ein, damit man die Wirkung seiner Nachrichten verfolgen kann. Während Tweetdeck nur für Twitter nutzbar ist, geht Hootsuite weiter und befeuert auch Facebook, Linkedin und weitere Social-Media-Kanäle.

Im Themen-Schwerpunkt Twitter finden Sie Beiträge zu Einstieg und Recherche mit Twitter sowie konkrete Tools.

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Twitter, Facebook, Google Plus, LinkedIn – die Liste an Sozialen Netzen, die moderne Redaktionen befeuern können, wird immer länger. Und selbst wenn man sich nur auf Facebook und Twitter konzentriert, wird es auf Dauer umständlich, die Webseiten oder Apps der Branchen-Größen zu nutzen. Viele Redaktionen wünschen sich ein Tool, aus dem sie heraus alle Kanäle befeuern können. Ich habe mir in den vergangenen Wochen verschiedene Tools angeschaut und möchte nun Empfehlungen für kleine und große Redaktionen aussprechen. Ich lade Sie schon jetzt ein, in den Kommentaren über diese Empfehlungen zu diskutieren oder Ihre Erfahrungen mit anderen Tools zu ergänzen.

Buffer – für Einzelkämpfer und kleine Redaktionen

Viele Social-Media-Experten empfehlen, regelmäßig Beiträge in den Sozialen Netzen zu posten. Gar nicht so einfach, wenn Sie ein Einzelkämpfer sind oder nur wenige Kollegen Zeit haben die Sozialen Netze zu befeuern. Buffer (www.bufferapp.com) macht Ihnen das Leben leichter: Mit dem Tool – das über eine praktische Web-Oberfläche und Apps für iOS und Android nutzbar ist – können Sie Nachrichten in die Kanäle Twitter, Facebook, LinkedIn, App.net (eine Art kostenpflichtiges Twitter) und Google Plus posten und deren Wirkung messen.

Das Tolle an Buffer: Jede neue Nachricht wandert in eine Warteschleife, aus der dann an einstellbaren Wochentagen und zu einsehbaren Uhrzeiten die jeweils oberste Nachricht veröffentlicht wird. Wenn Sie also zum Beispiel zwei Nachrichten pro Tag, jeweils um 9 und um 12 Uhr, verschicken möchten, ist Buffer das Tool der Wahl. Denn die Nachrichten können Sie auch Tage vorher einstellen und jederzeit die Reihenfolge per Drag and Drop ändern oder eine neue Nachricht – zum Beispiel zu einer aktuellen Meldung – entweder sofort posten oder als nächste Nachricht veröffentlichen. Auf die Weise sind kleine Redaktionen in den Sozialen Netzen aktiv, auch wenn der zuständige Mitarbeiter nicht im Haus ist.

Wer 10 US-Dollar im Monat (umgerechnet rund 8,70 Euro) oder 100 US-Dollar im Jahr (umgerechnet rund 87 Euro) ausgibt, kann bis zu 100 Nachrichten in die Warteschleife stecken und bis zu 10 Social-Media-Profile ansprechen. Ferner kann man für jeden Wochentag andere Versand-Uhrzeiten festlegen und bis zu 15 RSS-Feeds abonnieren, die man für neue Beiträge nutzen kann. Ideal, um zum Beispiel Nachrichten aus verschiedenen Ressorts über einen zentralen Social-Media-Redakteur zu steuern. Im kostenfreien Paket dürfen es maximal 10 Nachrichten und je ein Account pro Social-Media-Dienst (also Twitter, Facebook …) sein.

Buffer klinkt sich auf Wunsch in Ihren Browser und in viele Apps ein, so dass Sie sehr einfach Links in den Sozialen Netzen veröffentlichen können.

Ich nutze Buffer – nachdem ich es auf Journalisten-Tools.de vorgestellt habe – seit mehreren Monaten und zwar im Awesome-Tarife, weil ich dann meine privaten Facebook- und Twitter-Accounts genau so ansteuern kann wie die Twitter- und Facebook-Profile von Journalisten-Tools.de. Beeindruckt bin ich vom Entwicklungstempo von Buffer: Jüngst wurde die Statistik-Funktionen überarbeitet, so dass man noch einfacher sehen kann, welche Beiträge besonders gut in welchem Kanal geklickt oder geteilt / retweetet wurden. Und besonders gute Beiträge schicke ich gleich wieder in die Warteschlange, denn auf Journalisten-Tools.de laufen auch ältere Beiträge sehr gut.

Hootsuite – das Tool für große Redaktionen

Hootsuite ist eine Art Tweetdeck für Teams: Wie das Twitter-eigene Tool für Journalisten (meinen Beitrag zu Tweetdeck finden Sie hier) läuft Hootsuite im Browser (es gibt aber auch Apps für iOS und Android) und zeigt die Nachrichten in Spalten. Die eigene Pinnwand (Facebook) oder Timeline (Twitter) steht so neben den DirektNachrichten oder einstellbaren Suchen zu bestimmten Keywords oder Ereignissen.

https://www.youtube.com/watch?v=Awmyfzkn5Fc

Das Tolle an Hootsuite: Anders als Tweetdeck – wo alle Einstellungen mit einem Account verknüpft sind – kann man mit Hootsuite die selbe Oberfläche mit bis zu neun weiteren Kollegen teilen. Ideal also für Newsrooms, die bestimmte Stichwörter – oder Nachrichten der User an den Redaktionsaccount –  im Blick haben möchten ohne das jeder Einzelne ständig Änderungen an der Konfiguration vornehmen muss. Auch Hootsuite erlaubt eine Planung von Beiträgen und veröffentlicht diese auf Wunsch automatisch zum optimalsten Zeitpunkt. Die Idee dahinter: Da Hootsuite die Reaktionen der User auf einen Post misst, kann das Tool auch herausfinden, wann besonders viele User auf einen Beitrag reagieren und künftig Nachrichten zu diesem Zeitpunkt verschicken. Bei Buffer muss man die Zeiten auf gut Glück einstellen und selbst beobachten, welche Zeit besonders gut funktioniert. In meinem Test wurden die Nachrichten für Journalisten-Tools.de allerdings immer zur selten Zeit verschickt, weshalb ich nicht viel von einer automatischen Steuerung erlebt habe.

Hootsuite kostet in einer Basis-Version bzw. in den ersten 30 Tagen nichts. Hootsuite Pro kostet 10,99 Euro im Monat oder 95,88 Euro im Jahr und liegt damit knapp über Buffer. Während der Basis-Account auf einen User begrenzt ist, sind im Pro-Account zwei Accounts (der Anmeldende und ein weiterer) enthalten. Für jeden weiteren Account zahlt man 11 Euro im Monat, also 132 Euro im Jahr. Ein Beispiel: Wer Hootsuite in einer Redaktion mit 5 Kollegen nutzt, zahlt für den Pro-Account 95,88 Euro im Jahr und muss 3 Zusatz-Accounts a 132 Euro im Jahr buchen. Am Ende des Jahres stehen demnach knapp 500 Euro auf der Rechnung.

Ich habe Hootsuite 30 Tage lang im Pro-Tarif getestet und mich dann gegen eine Verlängerung entschieden. Ich wollte mit Hootsuite in erster Linie Posts für Journalisten-Tools.de in den Kanälen Twitter und Facebook verschicken und dafür war das Tool zu mächtig, zumal ich die Sozialen Netze lieber mit Tweetbot (einem Twitter-Client für den Mac) beobachte. Kleine Details haben das ansonsten gute Bild getrübt: Vorprogrammierte Meldungen lassen sich – anders als bei Buffer – nicht einfach per Drag&Drop neu sortieren. Stattdessen muss man jede Nachricht einzeln auf den neuen Sende-Platz verschieben. Auch die Oberfläche von Hootsuite sieht etwas verstaubt aus.

Social Hub – so geht keine User-Anfrage verloren

Ein weiteres Tool, das ich selbst noch nicht getestet habe, hat Sonja Kaute in ihrem Blog vorgestellt: Social Hub ist gut geeignet, die Redaktionen und Fragen der User auf den Kanälen Twitter und Facebook zu sehen, Kollegen zuzuweisen und den Status zu verfolgen. Es passiert ja immer wieder, dass sich User per Twitter und Facebook an die Redaktion wenden, weil sie eine Frage zu ihrem Abo oder zu einem anderen Produkt des Verlages haben. Mit Social Hub kann man diese Anfragen innerhalb des Tools oder per E-Mail weiterleiten, damit keine Anfrage verschütt geht.

In einem kurzen Video (2:30) erklärt die deutsche Firma, was Social Hub ist:

Welches Tool nutzen Sie?

Welches Tool setzen Sie in Ihrer Redaktion ein und wie sind Ihre Erfahrungen? Bitte nutzen Sie die Kommentar-Funktion, um Ihre Einschätzung zu ergänzen und so anderen Kollegen zu helfen. Wenn Sie nur mir eine E-Mail schicken möchten, können Sie hierfür die Kontakt-Seite nutzen. Bitte melden Sie sich auch, wenn Sie in einem Gast-Beitrag auf Journalisten-Tools.de das Social-Media-Tool Ihrer Wahl vorstellen möchten.

Update (17. Februar 2015): Twitter hat heute Tweetdeck für Teams vorgestellt. Damit entwickelt sich Tweetdeck in Richtung Hootsuite, kann allerdings immer noch nur Twitter befeuern.

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