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Michel Penke (Foto: Gunnar Bernskötter)

Michel Penke (Foto: Gunnar Bernskötter)

Michel Penke stellt auf bleiwüsten.de das Firefox- und Chrome-Plugin Invit Verification vor, das hilft, die Echtheit von Bildern und Videos zu überprüfen, in dem es unter anderem die Metadaten anzeigt und eine Rückwärtssuche ermöglicht. All das kann man auch ohne Invit prüfen, aber das Tool macht die Überprüfung einfacher, weil es die verschiedenen Werkzeuge zusammenfasst.

Mein Lese-Tipp: Invit Verification

Seit ein paar Wochen nutze ich ToDoIst und ich bin begeistert. Seither suche ich nach Anregungen, wie ich meine täglichen Aufgaben in dem Tool noch besser organisieren kann. Hier die Tipps, die mir besonders gut helfen.

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© Kaspars Grinvalds – Fotolia.com

© Kaspars Grinvalds – Fotolia.com

Jeder kennt das: Man findet im Netz einen interessanten Text, den man später in Ruhe lesen möchte. Jetzt kann man den Text in Evernote oder OneNote speichern oder in Lese-Dienste wie Pocket oder Instapaper. Viel einfacher und kostenfreie ist emailthis.me. Dahinter steht ein Entwickler aus Indien, der eine einfache Idee sehr gut umgesetzt hat.

Der Dienst emailthis.me ist schnell erklärt: Im Browser – unterstützt werden Chrome, Firefox und Safari – wird ein so genanntes Bookmarklet gespeichert, das ist genau genommen ein Lesezeichen mit einem kleinen Programm dahinter. Ein Klick darauf und der gerade angezeigte Artikel wird – ohne Werbung und ohne „Rahmen“ an die eigene E-Mail-Adresse geschickt und wartet dann in der eigenen Inbox auf die Lektüre. Genial, weil man so kein Programm auf Smartphone, Tablet oder Computer installieren muss, um einen Beitrag zu lesen.

Noch einfacher als vom Rechner aus läuft das Sichern von Artikeln auf Smartphone und Tablet: Einfach die Teilen-Funktion benutzen, um den Link an save@emailthis.me zu schicken. Binnen weniger Minuten wird der Artikel ohne Werbung und ohne Rahmen zurückgeschickt. Idealerweise speichert man diese E-Mail-Adresse in seinem Adressbuch, um sie nicht jedesmal eintippen zu müssen.

Praktisch: Die E-Mail mit dem gespeicherten Beitrag hat als Absende-Kennung immer bot@emailthis.me, so dass man die E-Mails ganz einfach filtern und zum Beispiel in einen Unterordner verschieben kann, um die eigene Inbox frei zu halten.

Die E-Mail-Adresse, die man bei der einmaligen Registrierung angeben und per Klick auf den zugeschickten Link bestätigen muss, wird laut Entwickler nur dafür benutzt, um den Nutzern die bestellten Artikel zu mailen und wichtige Update-Hinweise. Ich habe meine private E-Mail-Adresse für den Test benutzt und nicht mehr Spam als sonst beobachtet.

Emailthis.me ist kostenfrei, aber der Entwickler bittet um eine Spende von 19 US-Dollar pro Jahr, wenn man den Dienst regelmäßig benutzt. Strammer Preis, wenn man bedenkt, dass dafür seine Arbeit und ein oder zwei Server bezahlt werden müssen, die den Artikel „entkernen“ und dann per E-Mail verschicken. Zum Vergleich: Pocket – ein deutlich professionellerer Dienst mit Archivierung und Apps – verlangt 40 Euro im Jahr und ist in der Basis-Version kostenfrei. 5 US-Dollar hätte ich gespendet.


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Nun ist Donald Trump neuer US-Präsident – und bereits bekannt als Mann, den es nicht sonderlich interessiert, was er in der Vergangenheit gesagt hat oder was die Wahrheit ist. Diese drei Tools können helfen, über den neuen US-Präsidenten zu berichten und Fakten sowie Quelle zu liefern.

Trump im TV: Das Trump Archive

Seit Januar 2017 sind TV-Sendungen mit Donald Trump im „Trump Archive“ zugänglich, um zu dokumentieren, was der aktuelle US-Präsident Reden, Debatten oder Interviews gesagt hat. Derzeit können etwa 850 TV-Ausschnitte nach Stichworten und Themen durchsucht sowie nach Views, Datum oder TV-Sender sortiert werden. Zusätzlich wurden bisher mehr als 500 Trump-Zitate hinsichtlich der Fakten geprüft – eine vollständige Liste dieser „Fact Checks“ ist auch veröffentlicht.

Im „Trump Archive“ sind die TV-Ausschnitte Sekunde für Sekunde aufgeschrieben und mit Vorschaubildern versehen, die als Video abgespielt werden können. Stellen mit einem „Fact Check“ werden mit einem roten Haken markiert. Ebenfalls hilfreich ist, dass die Themen der Trump-Zitate bei jedem Video notiert und mit weiteren Fundstellen verlinkt sind. Zum Beispiel finden sich insgesamt neun TV- Ausschnitte, in denen Donald Trump über „Angela Merkel“ spricht. Verantwortlich für das „Trump Archive“ ist das  Internet Archive, dass bereits die Wayback Machine geschaffen hat, um ältere Versionen von Webseiten zu finden.

Trump bei Twitter: Das Trump Twitter Archive

Mehr als 30.000 Tweets von Donald Trump, der als @realdonaldtrump twittert– hat das „Trump Twitter Archive“ seit 2009 gesammelt. Alle Tweets lassen sich nach Stichworten durchsuchen und sich auf einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Tageszeit eingrenzen. Mit dem „Trump Twitter Archive“ kann man so herausfinden, wie sich der aktuelle US-Präsident früher über Barack Obama oder über Angela Merkel getwittert hat. Denn ein hilfreiches Extra des „Trump Twitter Archive“ ist, dass Suchergebnisse auch direkt verlinkt werden können.

Trump im Kontext: Die Real Donald Context Extension

Die Washington Post hat mit „Real Donald Context“ eine Extension für Chrome (diese ist inzwischen nicht mehr verfügbar) bzw. ein Addon für Firefox entwickelt, um Tweets von Donald Trump mit geprüften Fakten anzureichern. Das Zusatz-Programm blendet direkt unter ausgewählten Trump-Tweets einen Kommentar ein und verlinkt dann auf weiterführende Artikel in der Washington Post. Zusätzlich gibt es einen Twitter-Account zu Real Donald Context, der alle per Extension oder Addon kommentierten Tweets dokumentiert.

Update (18. November 2017): Die Chrome-Erweiterung Real Donald Context ist nicht mehr verfügbar. Ich habe den Link entsprechend entfernt.

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Jüngst habe ich hier auf Journalisten-Tools.de gefragt, welche Social-Media-Tools in den Redaktionen zum Einsatz kommen. Uwe Renners, Ressortleiter Online/Digitales beim Nordbayrischen Kurier, hat mir daraufhin „Twitshot“ empfohlen, das ich noch nicht kannte. Das Tool für Chrome-Browser hilft dabei, eine URL mit Bild zu twittern, weil es aus der URL automatisch die Bilder der Seite zieht und anbietet. Wem die nicht gefallen, der kann entweder ein anderes Bild hochladen oder ein Bild im Netz suchen. Letzteres klingt zwar toll, aber man sollte das Urheberrecht beachten. :-)

Uwe Renners war so nett und hat ein paar Screenshots erstellt:

Schritt 1: Icon in Chrome anklicken

Screenshot: Uwe Renners

Ein kleines Icon oben rechts startet Twitshot. Screenshot: Uwe Renners

Schritt 2: Bild auswählen

Das Tool sucht die Bilder auf der verlinkten Seite und bietet sie an. Screenshot: Uwe Renners

Das Tool sucht die Bilder auf der verlinkten Seite und bietet sie an. Screenshot: Uwe Renners

Schritt 3: Kein Bild gefunden? Dann Bild von der Festplatte oder von einer URL laden

 

Wem die gefundenen Bilder nicht gefallen, der kann eine Bild-Datei hochladen. Screenshot: Uwe Renners

Wem die gefundenen Bilder nicht gefallen, der kann eine Bild-Datei hochladen. Screenshot: Uwe Renners

 

Schritt 4: Fertig ist der Tweet mit Foto

Und fertig ist der Tweet mit tollem Foto. Screenshot: Uwe Renners

Und fertig ist der Tweet mit tollem Foto. Screenshot: Uwe Renners

Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

Evernote hat jüngst die Preise deutlich erhöht und seinen Dienst für nicht-zahlende Kunden eingeschränkt. Das möchte die Konkurrenz natürlich nutzen: Synology verschickte deshalb an seine Kunden eine Mail mit Werbung für die Evernote-Alternative „Note Station“, die auf den Netzwerkfestplatten von Synology läuft. Note Station ist keine schlechte Lösung (siehe meinen Beitrag: „Note Station: Fast wie Evernote – nur ohne Cloud-Speicherung„), aber noch fehlen der Note Station einige essentielle Funktionen, um Evernote das Wasser zu reichen. Mich wundert, dass Synology hier nicht massiv Gas gibt, denn die Voraussetzungen sind gut.

Was kann die Note Station schon heute

Note Station läuft auf den Netzwerkfestplatten von Synology und ist damit – zumindest für Besitzer einer solchen Box – kostenfrei nutzbar. Statt die eigenen Notizen also wie bei Evernote in einem US-Rechenzentrum zu speichern, liegen sie bei Note Station auf der heimischen Festplatte – die auf Wunsch auch von außen erreichbar ist.

Apps für iOS und Android stehen zur Verfügung und synchronisieren sich sehr bequem mit der Box. Auch ein Tool, um seine Evernote-Notizen zu Note Station zu übertragen steht bereit und funktionierte in meinem Test sehr gut.

Was fehlt der Note Station

Um Note Station wirklich als Evernote-Alternative zu betrachten, fehlen aus meiner Sicht Apps für Windows und Mac, um seine Notizen bequem bearbeiten und auch offline nutzen zu können. Aktuell gibt es für den Desktop nur eine Chrome App, aber das ist bestenfalls ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Desktop App.

Chrome scheint eh so eine Vorliebe des NoteStation-Teams zu sein, denn aktuell ist der Web-Clipper – mit dem sich Website leicht speichern lassen – nur für Chrome verfügbar. Firefox und Safari wären aus meiner Sicht das mindeste, um das Tool für mehr Nutzer interessant zu machen. Der Web Clipper von Evernote – den es sogar für Opera gibt – ist mein Standard-Tool für Recherchen.

Und wenn es Synology auch noch schaffen könnte, das gleichzeitige (!) Bearbeiten von Notizen zu erlauben, hätte Note Station ein krasses Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu Evernote. Dort führt die gemeinsame Bearbeitung einer Notiz auch in 2016 zu einem Synchronisationsfehler, den der Nutzer manuell reparieren muss. Das Synology die Technologie dafür hat, zeigt die Tabellenkalkulation „Spreadsheet“, die mit dem jüngsten Update ausgeliefert wurde.

All das wären Funktionen, die Note Station für die aktuell verärgerten Evernote-Nutzer attraktiver machen würde. Statt also Werbe-Mails zu verschicken, sollte Synology an seinem Tool arbeiten. Derzeit läuft es bei Evernote nicht so gut (siehe „Evernote is in deep trouble„), das sollte man als Konkurrent nutzen.

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Social-Media-Posts mit Bild werden von Usern deutlich häufiger wahrgenommen als Posts ohne Foto. Wer nicht gerade Photoshop-Experte ist, wird sich in der Praxis aber schwer tun, „mal eben“ ein passendes Bild mit Text und Logo zu gestalten. Genau hier setzt Pablo, ein kostenfreies Tool der Firma Buffer (Anbieter einer tollen Social-Media-Software, die ich für Journalisten-Tools.de nutze, Testbericht hier), an: Aus einer großen Auswahl an Fotos wählt man ein Bild aus (oder lädt ein eigenes hoch), schreibt Text drauf und platziert optional das eigene Logo. Dann Bild herunterladen (natürlich in der passenden Größe für Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram – oder direkt an die genannten Dienste bzw. Buffer selbst schicken.

Der Clou von Buffer ist die Einfachheit trotz vieler Zusatzfunktionen: Auf Wunsch kann man den Kontrast des Bildes einstellen, einen Blur-Effekt einschalten sowie Schriftart, Schriftgröße, Schriftfarbe und Ausrichtung einstellen. Das alles geht wirklich in den von den Entwicklern genannten 30 Sekunden.

Die von Pablo angebotenen Bilder können kostenfrei benutzt werden. Wer eigene Bilder für einen Social-Media-Beitrag nutzen möchte, sollte aufpassen: Einige Bild-Agenturen verlangen bei jeder Veröffentlichung eines Bildes einen Copyright-Hinweis. Fotolia.de, ein Dienst bei dem ich Bilder für Journalisten-Tools.de kaufe, bietet deshalb zum Beispiel zu jedem Bild gleich eine Version mit Copyright-Hinweis auf weißen Hintergrund an, der unter dem Bild platziert ist. Einen Copyright-Hinweis kann man zwar selbst platzieren, aber dann verstößt man ggf. gegen die Vorgabe der Bild-Agentur, dass man Bilder nicht verändern darf. Aufgrund der genannten rechtlichen Fallstricke sollte man die Chrome-Erweiterung von Pablo, mit der sich Bilder im Web direkt per Kontextmenü an Pablo schicken kann, mit Vorsicht nutzen.

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One Tab Icon (Quelle: http://www.one-tab.com)

One Tab Icon (Quelle: http://www.one-tab.com)

Haben Sie in Ihrem Browser auch immer dutzende Tabs gleichzeitig auf, um schneller arbeiten zu können? Gut, dann kennen Sie ja das Problem: Je mehr Tabs im Browser geöffnet sind, desto schwieriger wird es, den Überblick zu bewahren. Genau hier will die Browser-Erweiterung One Tab (kostenfrei erhältlich für Firefox und Chrome) helfen. Einmal installiert, fasst sie alle offenen Tabs in einer übersichtlichen Liste zusammen. Von dort können Sie einzelne oder alle Fenster wieder öffnen.

Damit nicht genug: Die Browser-Erweiterung erlaubt das einfache Speichern einer Tab-Liste, um sie dann jederzeit auf Knopfdruck wieder öffnen zu können. Praktisch, wenn man zum Beispiel für ein bestimmtes Projekt immer die selben Fenster öffnen muss und sich an eine gewisse Reihenfolge gewöhnt hat. Wenn man die gespeicherten Liste dann auch noch zum Favoriten erklärt, steht diese einzelne Liste immer am Kopf der Tab-Liste. Der komplette Funktionsumfang wird auf einer englischen Hilfe-Seite erklärt. Derzeit arbeiten die Entwickler an einer Cloud-Synchronisation, um eine Tab-Liste auf unterschiedlichen Rechnern nutzen zu können.

Insgesamt ist One Tab eine kleine, aber sehr nützliche Browser-Erweiterung, die einem den Alltag erleichtert. Geld verdienen wollen die Entwickler mit ihr nach eigenem Bekunden nicht. Sie hatten vielmehr selbst das Problem mit den vielen offenen Tabs und haben keine passende Lösung gefunden – und deshalb selbst eine programmiert.

Bernd Oswald (Foto: Andreas Unger)

Bernd Oswald (Foto: Andreas Unger)

Der Journalismus war auch auf der Republica 2015 eines der wichtigsten Themen. Autor und Trainer Bernd Oswald (@berndoswald) stellt auf Torial.com vier interessante Tools vor, um Geschichten besser zu erzählen:

  • Luminoise – die App für Fotofilme
  • Storytile – der Multimedia-Live-Ticker
  • Lobbyradar: Kampf den Interessenkonflikten
  • Let’s play… Geschichte

Deshalb meine Lese-Empfehlung: „Fotofilmen, tickern, aufdecken, gamen: Journo-Innovationen auf der rp15„.

Update (23. März 2016): Die Website von Luminoise ist leider nicht mehr erreichbar. Ich habe den Link entfernt.

Homepage von Bufferapp.com

Homepage von Bufferapp.com (Foto: Screenshot)

Jeden Tag das selbe Problem: Ich lese meine Twitter- oder Facebook-Timeline oder surfe durchs Netz und findet tolle Inhalte, die ich Ihnen, meinen Followern und Facebook-Freunden, empfehlen möchte. Das Dilemma: Poste ich dann mehrere Beiträge auf Twitter und Facebook mit Lese-Tipps auf einmal, ist das für Sie nervig. Jeden Beitrag einzeln vorzubereiten und bei Twitter (via Tweetdeck) oder Facebook auf einen Zeitpunkt in der Zukunft zu programmieren, ist auf Dauer zu aufwändig. Der Grund, warum ich bislang auf Facebook und Twitter nur selten Artikel auf fremden Seiten empfehle.

Buffer könnte mein Problem lösen

Auf der Suche nach einem geeigneten Tool, um mein Problem zu lösen, habe ich Buffer entdeckt: Damit lassen sich Beiträge für die wichtigsten Social-Media-Kanäle in eine Warteschlange schicken, die zu einstellbaren Uhrzeiten verarbeitet wird. Dann wird der jeweils oberste Beitrag automatisch veröffentlicht. In der kostenfreien Version von Buffer lassen sich ein Facebook-, ein Twitter-, ein Google-Plus-Account, ein LinkedIn- und ein Appnet-Account verbinden und bis zu zehn Beiträge in die Warteschlange schicken. Für 10 US-Dollar im Monat (umgerechnet rund 8 Euro) bzw. 102 US-Dollar im Jahr (umgerechnet rund 82 Euro) kann man den „Awesome-Tarif“ buchen und dann unbegrenzt bis zu 100 Beiträge in die Warteschlange schicken und bis zu 25 Accounts pro Social-Media-Dienst anlegen. Damit eignet sich der Dienst gut für Redaktionen, die mehr als einen Twitter- oder Facebook-Account befeuern wollen.

So kommen meine Beiträge in die Warteschlange

Ein kostenfreies Browser-Plugin (erhältlich für Chrome, Firefox und Safari) macht das Posten eines neuen Beitrages auf Knopfdruck möglich. Bei jedem Beitrag kann ich in einem Fenster auswählen, ob er in alle oder nur in bestimmte Kanäle gepostet wird und ob er sofort veröffentlicht wird, oder in der Warteschlange gespeichert wird. Für Postings, die in die Warteschlange wandern, bietet Buffer zwei Optionen: An die erste Position oder an die letzte Position der Warteschlange. Selbstredend kann man die Warteschlange jederzeit abrufen und die Beiträge neu sortieren bzw. ausgewählte löschen.

Aufgeräumte Oberfläche von Buffer (Foto: Screenshot)

Aufgeräumte Oberfläche von Buffer (Foto: Screenshot)

Dienste wie der RSS-Reader Feedly oder der digitale Zeitungsstapel Pocket verbinden sich auf Wunsch mit Buffer und ermöglichen es so, Beiträge in die Warteschlange zu schicken. Dank der inzwischen verfügbaren iOS- und Android-App von Buffer kann man seine Warteschlange auch mobil bearbeiten oder Beiträge aus anderen Apps in die Buffer-Warteschlange schieben.

Im kostenpflichtigen Awesome-Tarif kann man in der Buffer-Oberfläche auch RSS-Feeds eintragen, deren Inhalte man dann leicht in die Warteschlange schieben kann. Da diese RSS-Funktion nicht den eigenen RSS-Reader ersetzt, macht die Funktion aus meiner Sicht nur eingeschränkt Sinn.

Buffer wertet den Erfolg der Beiträge aus

Schon in der kostenfreien Version bietet Buffer eine Analyse-Funktion an, die auf der einen Seite die Zahl der Social-Media-Anhänger (Follower oder Freunde) in einer Kurve darstellt und auf der anderen Seite anzeigt, wie erfolgreich die einzelnen Beiträge waren. Auf die Weise kann man seinen Erfolg in den Sozialen Netzwerken steigern.

Voraussetzung für die Klick-Messung der Beiträge ist die Nutzung eines Linkverkürzers. Buffer bietet einen eigenen Dienst an, alternativ kann man Bit.ly (auch in der Pro-Version) benutzen. Leider wird der von mir auf seblink.de eingesetzte Dienst Yourls nicht unterstützt.

Was sind die Nachteile

Auf Anhieb habe ich vier Nachteile entdeckt:

  • Wenn man einen neuen Beitrag veröffentlicht, zeigt Buffer nicht die aktuelle Warteschlange an. Das würde bei der Einordnung der nächsten Beiträge helfen.
  • Und wenn Buffer schon auswertet, wann die eigenen Beiträge besonders erfolgreich sind, wäre eine automatische Steuerung der nächsten Beiträge der aus meiner Sicht logische nächste Schritt.
  • So praktisch es auch sein mag, einen identischen Beitrag auf Twitter, Facebook und Google Plus zu posten, so langweilig ist es für die User. Jeder Social-Media-Experte empfiehlt, für jedes Netzwerk einen eigenen Beitrag zu formulieren. Allein, weil Twitter nur 140 Zeichen erlaubt, Facebook und Google Plus aber deutlich mehr.
  • Social Media ist keine Einweg-Kommunikation und man sollte deshalb nicht nur plump Links posten, sondern auf die Leser reagieren. Hierbei unterstützt Buffer den User leider nicht.

Was sind Alternativen

Eine sehr mächtiges Social-Media-Tool ist Hootsuite, das in der kostenpflichtigen Pro-Version 10 Euro im Monat kostet und damit auf dem Niveau des Awesome-Tarifs von Buffer liegt. Hootsuite ist aber viel mehr als ein „Warteschlangen-Service“ und bietet unter anderem die Möglichkeit sehr viel leichter auf Beiträge der User zu reagieren.

Ich werde Buffer in den nächsten Wochen intensiv testen und berichten, wie das Tool in der Praxis funktioniert. Sie benutzen Buffer schon? Dann schreiben Sie doch bitte, wie Ihre Erfahrungen sind und was Sie an Buffer vermissen.