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Sid: Ein Team-Chat-Tool mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung


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Sid-Mitgründer Nils Krüger (Foto: iKlick Fotostudio)

Sid-Mitgründer Nils Krüger (Foto: iKlick Fotostudio)

Viele Redaktionen nutzen Slack oder Hipchat, um intern zu kommunizieren. Beide Tools haben allerdings einen Nachteil: Alle Nachrichten werden zwar verschlüsselt zwischen Client und Server übertragen, aber auf den Slack- bzw. Hipchat-Servern unverschlüsselt gespeichert.  Genau da setzt Sid an, ein Team-Chat-Tool aus Berlin. Die erst drei Monate alte Software hat allerdings noch nicht den Funktionsumfang von Slack oder Hipchat – sagt Mitgründer Nils Krüger im Interview.

Warum ist Sid aus Ihrer Sicht sicher?

Auf der einen Seite setzen wir eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Alle Nachrichten werden auf dem Gerät verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt. Auf unseren Servern liegen die Nachrichten nur so lange, bis sie beim Empfänger angekommen sind. Wir haben keine Chance sie zu lesen oder zum Beispiel automatisch zu analysieren. Wenn Sie Dateien per Sid an Kollegen verschicken, werden diese direkt über eine so genannte Peer-to-Peer-Technologie zum Empfänger geschickt und laufen nicht über unsere Server. Das hat nebenbei den Vorteil, dass die Übertragung sehr viel schneller läuft, wenn die Empfänger im selben Netz oder WLAN arbeiten.

Wie funktioniert Sid technisch?

Anders als bei Slack oder Hipchat gibt es bei unserem Tool keine Cloud, in der alle Nachrichten gespeichert werden. Die Nachrichten liegen nur in der App des Users und die Daten werden zwischen den Geräten synchronisiert. Deshalb empfehlen wir unseren Usern auch, Sid auf mindestens zwei Geräten zu benutzen, damit die Daten im Fall eines Festplatten-Crashs noch auf dem anderen Gerät – zum Beispiel dem Smartphone oder einem anderen Computer – vorliegen.

Sid gibt es für iOS und Android (Foto: Screenshot)

Sid gibt es für iOS und Android (Foto: Screenshot)

Welche Funktionen bietet Sid?

Die Software ist seit drei Monaten auf dem Markt und befindet sich noch im Beta-Stadium. Stand heute kann man damit in einem Team Nachrichten austauschen und zwar öffentlich für alle Team-Mitglieder sichtbar oder als private Nachricht in einem geschlossenen Kreis. Unsere App ist für Windows, Mac, Android und iOS verfügbar und wir arbeiten aktuell an einer Linux-Version. Da sind wir allerdings noch unsicher, welche Linux-Distribution wir unterstützen sollen.

Was fehlt Sid?

Wir nutzen Sid natürlich intern und verschicken deshalb im Team kaum E-Mails. Es fehlen aber noch Funktionen: Zum Beispiel eine Volltextsuche über alle Nachrichten und die Möglichkeit, alte Nachrichten zwischen den Geräten zu synchronisieren. Wenn man also ein weiteres Gerät mit Sid benutzt, landen dort zwar alle neuen Nachrichten, aber nicht die, die man vorher verschickt hat. Beides würden wir gerne ändern.

Zurückhaltender sind wir beim Einbinden fremder Dienste wie Dropbox. Das wäre für den User sicher praktisch, aber wir setzen auf Sicherheit und da müssen wir einen Weg finden, die nicht zu vernachlässigen.

Wie kann man Sid installieren?

Ganz einfach: App herunterladen, installieren und Benutzernamen auswählen. Bei Sid gibt es keinen zentralen Account, daher muss man auch kein Kennwort oder eine E-Mail-Adresse angeben. Wenn man Sid auf einem zweiten Gerät benutzen möchte, gibt man dort seinen Benutzernamen an und wird dann auf dem ersten Gerät gefragt, ob man das zweite Gerät ergänzen möchte. Auf diese Weise kann man Sid vollkommen anonym nutzen. Im Gegenzug muss man dann aber selbst sicherstellen, dass man mindestens zwei Geräte mit dem Sid-Account nutzt – falls ein Gerät kaputt geht und man es neu einbinden möchte.

Welche Firma steckt hinter Sid?

Wir sind fünf Gründer, die in Berlin die Firma Spherebox UG gegründet haben. Unser Ziel ist es, den Datenaustausch sicherer zu machen und die Kommunikation im Team zur erleichtern.

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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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