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Adieu Evernote, willkommen Synology Note Station


Synology DS Note (Foto: Synology)

Synology DS Note (Foto: Synology)

Geht es Ihnen auch so? Ich finde, dass Evernote nachlässt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die Ziele der Firma seit dem CEO-Wechsel Mitte 2015 geändert haben: Ging es dem Vorgänger darum, das Tool innovativ weiterzuentwickeln geht es jetzt offenbar um Profit-Maximierung. Die Preise wurden deutlich erhöht und die Daten aus eigenen Rechenzentren in die Google-Cloud verschoben. Kurzzeitig sorgte Evernote mit der Idee für Wirbel, künftig die Notizen der Kunden lesen zu wollen, um das Produkt zu verbessern.

Synology Note Station speichert die Daten zu Hause

Schon länger gibt es mit Note Station von Synology eine Evernote-Alternative, die mehrere Vorteile hat:

  • Besitzt man eine Netzwerkfestplatte von Synology ist die Nutzung von Note Station kostenfrei.
  • Dank des ebenfalls kostenfreien Quickconnect-Dienstes gelingt der Zugriff auch von außen problemlos.
  • Ebenso problemlos funktioniert die Migration der Evernote-Daten in die heimische Cloud: Note Station besitzt eine Import-Funktion, mit der ich meine knapp 2000 Notizen in rund 24 Stunden von Evernote einlesen konnte. Weil die Box das im Hintergrund erledigt, haben mich die 24 Stunden nicht gestört.

Endlich gibt es jetzt eine NoteStation-Mac-App, die allerdings stark an den Web-Client erinnert, den es bislang für Chrome gibt. Ich mag nicht ausschließen, dass die App letztlich nur den Rahmen für den Web-Client darstellt. Die Oberfläche ist funktional, könnte aber einen optischen Feinschliff gebrauchen.

Note Station hat noch Luft nach oben – aber nicht so viel

Evernote – keine Frage – ist ein geniales Tool mit vielen nützlichen Funktionen. Wer einen Premium-Account besitzt, kann zum Beispiel Visitenkarten scannen und gleich die Daten in sein Adressbuch schicken lassen. Und PDF- und Word-Dateien werden automatisch indexiert, so dass sie sich im Volltext durchsuchen lassen. Beides fehlt NoteStation. Schmerzlicher vermisse ich in der Synology-App den fehlenden Web Clipper für Safari (ihn gibt es bislang nur für Chrome) und die Möglichkeit, PDF-Dateien direkt kommentieren zu können. Das hat Evernote aus meiner Sicht vorbildlich gelöst. Eine PDF-Bearbeitung bietet Synology bislang nur in CloudStation (quasi dem Dropbox-Pendant) daher habe ich Hoffnung, dass die Funktion eines Tages auch nach Note Station übernommen wird.

Die Quizfrage ist: Sind mir diese zusätzlichen Funktionen 60 Euro im Jahr wert, um weiterhin Evernote Premium zu nutzen? Meine Antwort nach ein paar Wochen mit NoteStation lautet: Nein. Daher werde ich Evernote Premium Ende des Jahres kündigen und künftig Note Station einsetzen.

Wie ist Ihre Meinung zu Evernote? Suchen Sie auch nach einer Alternative? In meinem Beitrag „Fünf Evernote-Alternativen – mit und ohne Cloud“ stelle ich die aus meiner Sicht besten Alternativen vor.

Der 41-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

9 Responses to “Adieu Evernote, willkommen Synology Note Station”

  1. Herbert

    Ja, die Note Station ist sehr gut gemacht – kann mir vorstellen, dass sie für viele eine gute Alternative zu Evernote darstellen kann. Übrigens: Bei mir werden auch die Inhalte von Dateien in den Suchindes aufgenommen – schau da doch noch mal in Deinen Einstellungen.
    Für mich gibt es einige Gründe, bei Evernote zu bleiben. Die 3 wichtigsten:
    1. Notizen-ID: Jede einzelne Notiz verfügt in EN über eine eigene ID, die per Link angesteuert werden kann. Und dieser Link klappt plattformübergreifend. Sprich: Ich kann von jedem Kalender-Eintrag gezielt auf die Notiz mit den Besprechungsinhalten verlinken. Ich kann in jeder Mindmap einen sochen Link setzen. Ich kann in PDF-Dokumenten verlinken usw. usw. usw.
    2. Das Handling „unter der Haube“: Ganz viele Möglichkeiten fallen bei Evernote nicht ins Auge. Zum Beispiel, dass ich durch die unzähligen Tasten–Shortcuts wunderbar Makro-Tools einsetzen kann (auf meiner Razer-Tastatur habe ich eine der Zusatz-Tasten für das Erzeugen von internen Links belegt usw.). Aber auch Verschieben, Auswahl, Filter, Favoriten, Suche usw. finde ich für große Datenmengen ausgezeichnet gelöst – bei mir sind es ja 16.000 Notizen und Dokumente.
    3. Der wichtigste Punkt, wenn man viel damit arbeitet: Der „Flaschenhals“ beim externen Abruf. Denn der Upload-Stream bei privaten Leitungen ist ausgesprochen langsam, alles muss durchs Modem, die Synology muss – bei mir – erst aufgeweckt werden usw. usw. Ich habe recht viele grafiklastige PDF-Dateien gespeichert, so dass der Abruf unterwegs im Vergleich zu Evernote deutlich mehr Zeit benötigt.
    Aber wenn man ohnehin eine Synology hat, dann ist das Ausprobieren der Note Station auf jeden Fall empfehlenswert.
    Mich würde ein weiterer Erfahrungsbericht von Dir nach vielleicht 6 Monaten Einsatz interessieren.

    Antworten
    • Sebastian Brinkmann

      Interessant, dass wir so unterschiedliche Punkte bei Evernote schätzen. 🙂 Mich stört Dein dritter Punkt nicht, weil mein NAS an einer VDSL50-Leitung hängt und ich eine erste Synchronisation bewusst im heimischen WLAN durchgeführt habe. Die Änderungen lassen sich dann recht schnell herunterladen.

      Antworten
      • Herbert

        Jeder findet die Tools, die für seinen persönlichen Arbeitsablauf am besten passen 🙂 Wie gesagt, Note Station gefällt mir bis auf die genannten Punkte auch sehr gut. Zum „Flaschenhals“: Bei meiner VDSL50 von der Telekom ist es so, dass nur der Downloadstream 50 ist – der Uploadstream aber nur bis max. 10 geht. Sprich: Wenn ich außerhalb meines Hauses Material abrufe, kann ich an Ort B zwar die supertollste 1GB-Ultra-Glasfaser-Verbindung zu meinem heimischen Router aufbauen – das Material wird aber dennoch nur mit 8 – 10 übertragen (während „richtige“ Server wie die von Google – auf denen liegt ja Evernote – die hohe Bandbreite nutzen).

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  2. Uwe Knöfel

    Hallo, ich habe Evernote im Einsatz und es gefällt. Über Synology habe ich auch schon nachgedacht, aber das Gerät müsste dann bei mir zu Hause ( Privat Person ) permanent laufen und Backup sehe ich bei mir als Problem. Klar kann ich auf Platten spiegeln / kopieren etc. Aber im worst case (Brand / Diebstahl ) ist alles futsch.

    Habt ihr irgendein Online-Backup eingerichtet oder werden die Platten physisch ausgelagert ?

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    • Sebastian Brinkmann

      Danke für Dein Feedback.
      Ich habe die Synology-Box seit ungefähr zwei Jahren zu Hause laufen und kriege von ihr wenig mit: Sie steckt in einem Schrank und meldet sich ab und zu mit dem Hinweis, dass ein Update installiert werden muss. Backups mache ich auf drei Wegen: Synology-Cloud (https://c2.synology.com/de-de), mobile Festplatte nicht im selben Haushalt und eine direkt an das NAS angeschlossene Festplatte. Letzteres hilft, wenn ich mal aus Versehen eine Datei lösche. Die beiden anderen Backups wären der Schutz für das Wirst-Case-Szenario, wobei ich in die Cloud aus Kostengründen nur einen Teil der Daten sichere.

      Antworten
  3. Volker Schlenker

    Hallo, das Hauptproblem der Synology Notestation ist der fehlende Export. Es gibt keine Möglichkeit, wieder zu exportieren. Einzelne Einträge und Anhänge kann ich freigeben und verschicken. Schon der Export als Essay eines ‚Werkes‘ bzw. der komplette Export von Notizbüchern ist nicht implementiert. Der Import von Evernote hingegen funktioniert sehr gut. Ich will doch wieder OneNote nehmen. Es ist billiger als Evernote und etwas offener als die verlockende eigene Synologylösung.

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  4. Marcel Mellor

    Ich habe vor ca. einem Jahr zu – Achtung – OneNote geschwenkt. Microsoft, klar, aber ein wirklich solides Produkt. Auch auf dem Mac. An den Anblick der MS-Ribbon-Bar gewöhnt man sich, denn dafür haben die Jungs diesmal in der User Experience vieles richtig gemacht. Große Vorteile aus meiner Sicht sind z.B., dass man eine zusätzliche Gruppierungsebene für Notizen hat und innerhalb einer Seite die Textschnipsel frei arrangieren kann. Den Web Clipper gibt’s auch für Safari, die PDF-Suche funktioniert auch super. Dass das Ding sogar kostenlos ist, fand ich nett, aber überzeugt haben mich die Funktionen und die Geschwindigkeit in der Weiterentwicklung.

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