Kurze Meldungen und Link-Tipps zu Tools für Journalisten.

Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

In den vergangenen Wochen habe ich mich viel mit Journalisten-Tools.de beschäftigt, aber leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat mich rund 20 Stunden und rund 200 Euro gekostet. So sehr ich Verständnis dafür habe, dass die EU ihren Bürgern helfen möchte, ihre Daten zu schützen – so wenig Verständnis habe ich dafür, dass große Anbieter wie Facebook und kleine Website-Betreiber wie ich die gleichen Regeln einhalten müssen.

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Johanna Dreher hat mich vor ein paar Wochen kontaktiert und um ein Interview gebeten. Wir haben dann spätabends lange telefoniert und als ich den Text zum ersten Mal las dachte ich: Wow, das klingt wirklich nach mir. Hin und wieder hat man ja bei einem Interview das Gefühl, dass man die Sätze anders gesagt hat und alles sehr glattgebügelt klingt.

 

 

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Christina Quast

Christina Quast

Christina Quast, die auch als Gastautorin für Journalisten-Tools.de schreibt, hat auf ihre Website eine chronologische Übersicht der besten Journalisten-Veranstaltungen in 2018 veröffentlicht.

Mein Lese-Tipp „Meine Liste: Veranstaltungen für Journalisten

Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

Im Dezember 2013 habe ich Journalisten-Tools.de gestartet, entsprechend „feiert“ das Portal jetzt seinen 4. Geburtstag. Leider war das kein gutes Jahr für meine kleine Website, denn ich hatte einfach zu wenig Zeit, um nach neuen Tools zu suchen und darüber zu berichten.

Ursache für meinen Zeitmangel war ein richtig großes Journalisten-Tool: Als Mitarbeiter der Rheinischen Post Mediengruppe habe ich bei der Saarbrücker Zeitung, der Lausitzer Rundschau und dem Trierischer Volksfreund das neue Redaktionssystem InterRed eingeführt und zwar für Print, Online und App. Mächtig viel Arbeit, aber die Freude, wenn man die ersten Seiten aus dem neuen System in den Händen hält, ist einfach unbeschreiblich. Bedingt durch das Projekt war ich viel unterwegs und abends entsprechend müde.

Meine Idee, für Journalisten-Tools.de ein Autoren-Team aufzubauen hat leider bisher nicht funktioniert. Auch Christina Quast und Oliver Havlat hatten wenig Zeit, um Beiträge für die Site zu schreiben. Deshalb habe ich schweren Herzens manchen Newsletter ausfallen lassen, weil es kaum neue Beiträge auf der Site gab und ich damit nicht die Inbox meiner inzwischen knapp 2.600 Abonnenten verstopfen wollte.

Hinzu kamen technische Probleme: Die neue Version des Newsletter-Plugins Mailpoet 3 hatte leider viele Kinderkrankheiten. Bis heute funktioniert die Newsletter-Anmeldung nicht richtig, was Zeit kostet, die mir für die Recherche und das Schreiben fehlt.

In 2018 werde ich deutlich weniger auf Dienstreise sein, weil das neue Redaktionssystem dann bei der Rheinischen Post, der Westdeutschen Zeitung und beim Zeitungsverlag Aachen eingeführt wird. Alles deutlich näher an Solingen als Saarbrücken, Trier oder Cottbus. So werde ich hoffentlich mehr Zeit für Journalisten-Tools.de haben und Ihnen wieder spannende Werkzeuge für Ihren Alltag vorstellen können.

Ausprobieren möchte ich die Idee eines Webinars, in dem ich Ihnen per Internet einzelne Tools oder bestimmte Themengebiete erkläre und Ihre Rückfragen beantworte. Als doppelter Lehrersohn macht es mir einfach Spaß, mein Wissen zu teilen und Fragen zu beantworten. Themen für ein Webinar könnten sein: „So bauen Sie eine eigene Website auf“, „Notestation als Evernote-Alternative“ oder auch „Bildbearbeitung auf dem iPad“. Schreiben Sie mir einfach, welche Themen Sie interessieren und was aus Ihrer Sicht ein guter Zeitpunkt wäre.

Lina Timm (Foto: Erol Gurian)

Lina Timm (Foto: Erol Gurian)

Im vergangen Jahr war ich auf dem von Lina Timm organisierten Digital Media Barcamp und es war super: Spannende Menschen, spannende Vorträge. Dieses Jahr findet das Digital Media Barcamp am Wochenende des 17. / 18. Februars statt. Gastgeber ist diesmal die Süddeutsche Zeitung.

Bis 31. Dezember kostet das Ticket 29 Euro, danach 39 Euro (oder 25 Euro für Samstag oder Sonntag).

Mehr Infos unter http://medialab-bayern.de/digital-media-camp/

© Marco2811 - Fotolia.com

© Marco2811 – Fotolia.com

Das WordPress-Plugin Mailpoet bereitet mir seit ein paar Wochen Kopfschmerzen: Nach einem Update auf die neue Version 3 habe ich allerhand Probleme. Unter anderem wurden für mich wichtige Funktionen einfach gestrichen und die Newsletter-Anmeldung funktioniert nicht mehr zuverlässig. Deshalb stagniert die Zahl der Abonnenten seit Wochen und ich verbringe meine Zeit damit, diesen Fehler zu beheben – statt nach neuen Tools Ausschau zu halten.

Ungültige API-Abfrage

Das Anmelde-Formular für Neu-Abonnenten – das ich unter jedem Beitrag von Journalisten-Tools.de platzierte und auf dieser Seite – zeigt immer wieder die Fehlermeldung „Ungültige API-Abfrage“ an, wenn sich ein User anmelden möchte. Leider erfahre ich nichts davon, dass Sie diese Fehler-Meldung bekommen und bin deshalb auf Hinweise von Usern angewiesen.

Die Entwickler haben mir auf einen entsprechenden Fehler-Bericht hin empfohlen, die Website auf SSL-Verschlüsselung umzustellen. Dies habe ich am Wochenende getan – aber der Fehler tritt weiterhin auf. Ich habe die Entwickler entsprechend informiert und hoffe darauf, dass das Problem schnell behoben wird. Wenn Sie die Fehlermeldung bekommen bitte ich Sie, mir eine Nachricht zu schreiben. Ich nehme Sie dann gerne manuell in den Newsletter-Verteiler auf.

 

Der neuen Version von Mailpoet werde ich noch einen eigenen Beitrag widmen. Es gibt ein paar Verbesserungen, aber in Summe mehr Verschlechterungen. Noch hoffe ich, dass die Entwickler die Schwächen in den Griff bekommen. Echte Alternativen zu Mailpoet habe ich bislang nicht gefunden. Mir ist es wichtig, dass der Versand über meinen Server erfolgt und Ihre E-Mail-Adressen nicht auf fremden Servern gespeichert werden.


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Hinweis: Die Newsletter-Anmeldung funktioniert aktuell nicht zuverlässig. Bite schreiben Sie mir bei Problemen eine Nachricht.


Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

Seit heute Mittag wird die Verbindung zwischen Ihrem Computer und Journalisten-Tools.de verschlüsselt aufgebaut. Keine Angst, davon bekommen Sie nichts mit. Bestenfalls zeigt Ihr Browser jetzt ein kleines Schloss vor der Internet-Adresse an. Chrome ergänzt ein „Sicher“ vor der Internet-Adresse.

Warum?

Google appelliert seit Monaten an Website-Betreiber, ihr Angebot nicht mehr über das unverschlüsselte HTTP-Protokoll bereitzustellen, sondern über das verschlüsselte HTTPS-Protokoll. Zwei Anreize werden genannt: Google Chrome platziert ein „Sicher“ vor die Internet-Adresse und die Google Suchmaschine sortiert verschlüsselte Angebote weiter oben in der Suchergebnis-Liste ein. Für Sie bedeutet das vor allem, dass Sie künftig bei der Nutzung des Kontaktformulars oder der Newsletter-Anmeldung darauf vertrauen können, dass Ihre Daten verschlüsselt bis zum 1&1-Server – auf dem Journalisten-Tools.de läuft – übertragen werden.

Warum jetzt?

Es gab gleich zwei Anlässe:

  1. Google hatte mich vor ein paar Wochen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass Chrome künftig vor nicht-verschlüsselten Website ein „Unsicher“ einblenden wird und ich hatte Sorge, dass dies den ein oder anderen verwirrt.
  2. Mein Newsletter-Plugin Mailpoet 3 hat Probleme mit WordPress-Seiten, die nicht vollständig auf HTTPS umgestellt wurden. Deshalb hat die Newsletter-Anmeldung in den vergangenen Wochen leider nicht richtig funktioniert. Dies sollte nun behoben sein.

Wie?

WordPress auf SSL umzustellen ist eigentlich recht einfach. T3N hat den Umstieg in einem Beitrag erläutert, den mir Oliver Havlat empfohlen hat. Zwei Dinge habe ich in der Anleitung aber vermisst: Nach der Umstellung muss man seine Website in der Google Search Console (hieß früher Google Webmaster Tools) neu anmelden und man muss Google Analytics auf die neue Adresse der Website (jetzt https://…, vorher http://…) hinweisen.


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Es ist Festival-Saison – auch für Journalisten: Vom 6. bis 9. September ist das „Campfire“ in Dortmund, ein Festival für Journalismus und Neue Medien, das Correctiv und das Institut für Journalistik organisieren. Auch „Journalisten-Tools.de“ wird beim „Campfire“-Festival live auftreten – mit drei kostenlosen Workshops rund um Tools für Journalisten im Zelt von „Vor Ort NRW“ der LfM-Stiftung für Lokaljournalismus.

„Stimmt das? Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken verifizieren“

Workshop mit Christina Quast am 7. September um 11 Uhr und am 8. September um 16 Uhr

Viele Videos, Fotos und Texte rauschen täglich durch die sozialen Netzwerke. Aber nicht alle Nachrichten stimmen – was tun? Christina Quast von „Journalisten Tools“ gibt Tipps, wie sich Neuigkeiten überprüfen lassen und zeigt kostenlose Online-Tools, die gefälschte oder manipulierte Nachrichten entlarven können – zum Beispiel die Rückwärts-Bildersuche oder den Suchdienst Wolfram Alpha.

„Das digitale Notizbuch für Journalisten“

Workshop mit Sebastian Brinkmann am 9. September um 14 Uhr

Wäre es nicht toll, wenn Ihr Papier-Notizbuch eine Volltextsuche hätte? Mit einem digitalen Notizbuch wie Evernote, One Note oder Note Station finden Sie Interview-Notizen, Recherche-Infos und Themen-Ideen viel schneller wieder als auf Papier. Digitale Notizbücher speichern handschriftliche Notizen, Dokumente, Fotos, Webseiten, Scans und helfen Ihnen so bei der täglichen Arbeit. Im Workshop werden die Tools sowie ihre Vor- und Nachteile vorgestellt. Und Sie erfahren, wo ihre Daten gespeichert werden und was man für mehr Sicherheit bezahlen muss.

„Besser kommunizieren ohne Telefon und E-Mail“

Workshop mit Sebastian Brinkmann am 9. September um 16 Uhr

Wer statt per Telefon und per E-Mail mit Tools wie Slack, Hipchat, Threema oder Chat von Synology mit seinen Kollegen kommuniziert, bekommt schneller Antwort und erstickt nicht in E-Mails, die längst erledigt sind. Der Workshop stellt verschiedene Chat-Tools für Redaktionen vor, nennt die Vor- und Nachteile und informiert über das Thema Sicherheit.

Weitere Präsentationen, Diskussionen und Live-Shows gibt es im kompletten Programm des „Campfire“-Festivals.

Vor ein paar Wochen habe ich OnWebChange, ein Tool zum Überwachen von Websites auf Änderungen, für Journalisten-Tools.de testen wollen. Auch wenn das Design etwas altbacken aussieht, schien der Dienst selbst interessant und kostengünstig: Für nur 1,20 Euro im Monat bzw. 12 Euro im Jahr kann man im Solo-Tarif bis zu 10.000 Website-Überprüfungen pro Monat einrichten. Das klang gut.

Homepage von OnWebChange.com (Foto: Screenshot)

Homepage von OnWebChange.com (Foto: Screenshot)

Doch der Haken: Obwohl ich über Paypal die 1,20 Euro umgehend an den Anbieter schickte, wurde mein Account nicht in den kostenpflichtigen Account hochgestuft. E-Mails an den Anbieter blieben unbeantwortet und letztlich habe ich den Paypal-Service genutzt, um das Geld wieder zurückzubekommen. Der Schaden hätte sich in Grenzen gehalten, aber ich wollte sehen, ob zumindest dann eine Reaktion des Anbieters kommt. Leider Fehlanzeige.

Eigentlich berichte ich nicht über Dienste, die ich nicht empfehlen kann. Hier mache ich eine Ausnahme, weil ich Sie vor ähnlichen Erfahrungen bewahren möchte.

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Webseiten ändern sich heute rasant – und das Internet vergisst nicht. Denn die „Wayback Machine“ des gemeinnützigen Internet Archive speichert seit 1996 regelmäßig sogenannte „Snapshots“ von Webseiten. Im kostenlos zugänglichen Archiv sind nun fast 400 Milliarden Webseiten zu finden. Journalisten können mit der „Wayback Machine“ recherchieren, wie sich diese Webseiten verändert haben oder nach Inhalte suchen, die nicht mehr online sind.

So funktioniert das Tool: Die gesuchte Webadresse in die „Wayback Machine“ eingeben und „Browse History“ klicken. Es erscheint eine Kalenderansicht mit Jahren und Monaten seit 1996. Tage mit „Snapshots“ der gesuchten Webseite sind blau markiert und können angeklickt werden, um die alte Version zu öffnen.

Von vielen Websites werden mehrere Versionen gesichert. (Foto: Screenshot)

Von vielen Websites werden mehrere Versionen gesichert. (Foto: Screenshot)

Der erste Snapshot für Journalisten-Tools.de findet sich am 17. Dezember 2013. Seitdem hat die „Wayback Machine“ insgesamt 54 Snapshots für diese Webseite gespeichert. Übrigens sind die meisten archivierten Versionen auch voll funktionsfähig, so dass vorhandene Links geklickt werden können.

Somit ist die „Wayback Machine“ ein nützliches Tool für Journalisten, um Webseiten zu prüfen und alte Versionen zu finden, obwohl sich leider nicht beeinflussen lässt, wann ein Snapshot gespeichert wird. Für Webseiten, die sich oft ändern und stark besucht sind, existieren durchaus mehrere Snapshots pro Tag – siehe spiegel.de, das fast stündlich archiviert wird.

Auch hilfreich ist die „Wayback Machine“, um alte – eventuell gelöschte – Inhalte zu finden, sollte die Webseite keine eigene Suche oder kein eigenes Archiv haben. Oder man kann mit der „Wayback Machine“ auf Zeitreise gehen und Webseiten über die Jahre verfolgen: Am 2. Dezember 1998 findet sich die früheste Startseite von Google.com. Und twitter.com wurde vor 2006 schon anderweitig genutzt – ehe Twitter offiziell mit dieser Webseite startete. Und: Sollte noch eine Webseite in der „Wayback Machine“ fehlen, kann man diese mit der Option „Save Page now“ auf der Startseite selbst eintragen.

Auch Google und Bing speichern ältere Versionen einer Website - im Cache (Foto: Screenshot)

Auch Google und Bing speichern ältere Versionen einer Website – im Cache (Foto: Screenshot)

Noch ein Tipp: Auch Google und Bing haben fast immer eine ältere Version einer Webseite im Zwischenspeicher – im Cache. Um die Funktion aufzurufen, klickt man in den Suchergebnissen auf das kleine Dreieck am Ende der grün angezeigten Webadresse, dann erscheint die Option „im Cache“. Bei der Cache-Version einer Webseite zeigen Google und Bing oben einen entsprechenden Hinweis an und nennen Datum und Uhrzeit der gespeicherten Version, die immer wieder überschrieben und nicht – wie in der „Wayback Machine“ – archiviert wird.

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