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Wer am Computer Texte schreiben möchte, benutzt in der Regel Word, OpenOffice/LibreOffice, Pages (Mac) oder andere Textverarbeitungsprogramme. Eine Schreib-App – die bekanntesten sind iA Writer und Ulysses – legen ihren Schwerpunkt auf das Schreiben und nicht auf das Layouten eines Textes. Die deshalb entschlackte Oberfläche lenkt beim Schreiben weniger ab, zum Beispiel durch einen Vollbildmodus, wo der Text schwarz auf weißen Grund (oder umgekehrt) angezeigt wird – und zwar NUR der Text.

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Synology DS Note (Foto: Synology)

Synology DS Note (Foto: Synology)

Geht es Ihnen auch so? Ich finde, dass Evernote nachlässt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die Ziele der Firma seit dem CEO-Wechsel Mitte 2015 geändert haben: Ging es dem Vorgänger darum, das Tool innovativ weiterzuentwickeln geht es jetzt offenbar um Profit-Maximierung. Die Preise wurden deutlich erhöht und die Daten aus eigenen Rechenzentren in die Google-Cloud verschoben. Kurzzeitig sorgte Evernote mit der Idee für Wirbel, künftig die Notizen der Kunden lesen zu wollen, um das Produkt zu verbessern.

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Stefan Malter Foto: XX

Stefan Malter

Den Zeitpunkt für die Veröffentlichung seines Buches „OneNote für Journalisten“ (Amazon) hätte Stefan Malter kaum besser wählen können: Konkurrent Evernote hat vor ein paar Monaten die Preise angehoben und jüngst mit der Idee für Aufmerksamkeit gesorgt, zu Zwecken der Produktverbesserung auf die Inhalte der Kunden-Notizen zugreifen zu wollen. Für 14,95 Euro liefert Malter, der hauptberuflich Chefredakteur des TV-Lernsenders nrwision ist, auf gut 200 Seiten einen guten Einstieg in das digitale Gedächtnistool von Microsoft.

Was ist OneNote überhaupt?

Die Idee ist einfach: Ich kann digitale Inhalte aller Art, also Notizen, Webseiten, Fotos, PDF-Dateien, Word-Dokumente und E-Mails an einer zentralen Stelle speichern und von so ziemlich jedem Gerät aus abrufen und bearbeiten. Mit Zusatz-Apps kann ich mein Smartphone als Scanner benutzen, um Dokumente in OneNote zu speichern. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, dass seine Texte nicht in vielen Word-Dokumenten gespeichert sind, sondern in einem großen digitalen Notizbuch, as man im Volltext durchsuchen kann, wird das nicht mehr missen wollen.

Was unterscheidet Evernote und OneNote aus Ihrer Sicht?

OneNote ist leichter erlernbar, weil die Bedienung sehr an die bekannten Office-Produkte wie Word und Excel erinnert. Die Struktur mir Registern ist zudem von den realen Ordnungsmappen oder Hängeregistern bekannt.

Der Funktionsumfang ist nahezu identisch und man merkt, dass Microsoft OneNote – nachdem es lange Zeit ein Schattendasein führte – inzwischen kräftig weiterentwickelt wurde. Ein Highlight ist die Schrift-Erkennung, die handschriftliche Notizen auf Knopfdruck in Druckschrift verwandelt. Das kann Evernote nicht.

OneNote ist zudem – anders als Evernote – kostenfrei. Wenn man seine Notizbücher nicht lokal sondern in der Microsoft Cloud speichern möchte, bekommt man 5 GByte geschenkt und zahlt für 50 GByte 2 Euro im Monat. Das ist deutlich günstiger als Evernote, wo die kostenpflichtigen Accounts bei 30 Euro im Jahr beginnen.

Wo sehen Sie die Schwächen von OneNote?

Die mobilen Apps haben derzeit noch nicht den Funktionsumfang der Desktop-Versionen, die es für Windows und Mac gibt. Das ist aus meiner Sicht der größte Nachteil.

Sie sprachen über die Speicherung der Notizbücher in der Cloud: Welche Daten speichern Sie in der Cloud?

Ich unterscheide bei meinen Notizbüchern: Interview-Vorbereitungen, Reisepläne oder Artikel-Entwürfe speichere in der Cloud, weil ich so die Informationen mit Kollegen sehr einfach teilen kann. Andere Informationen, wie zum Beispiel Kontaktdaten, schreibe ich in Notizbüchern, die ich nur lokal auf meinem Computer gespeichert habe. Der Nachteil ist dann allerdings, dass ich diese Daten nicht von unterwegs aus abrufen kann.

Spannend finde ich den Ansatz, dass Microsoft Firmenkunden inzwischen anbietet, ihre Daten in Rechenzentren in Deutschland zu speichern. Vielleicht bieten sie das auch eines Tages für Privatkunden an.

Gerade Journalisten sollten sich dieser Problematik bewusst sein und überlegen, wo sie ihre Daten speichern wollen.

Mehr Informationen zum Buch, unter anderem das Inhaltsverzeichnis, gibt es auf der Website onenote-fuer-journalisten.de

Die Links zum Amazon-Shop sind so genannte Partner-Shop-Links. Journalisten-Tools erhält einen kleinen Teil des Kaufpreises als Provision.

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Durch einen Beitrag von Dominik Grzbielok, wir beide haben vor Jahren beim Solinger Tageblatt zusammen gearbeitet, bin ich auf das praktische Online-Tool „SmallPDF“ aufmerksam geworden, das ich Ihnen heute empfehlen möchte.

„Wir machen PDF einfach“ schreibt die Firma Immaterial GmbH aus Zürich auf ihre Website und meint es ernst: Ohne Anmeldung und komplett kostenfrei – die Refinanzierung läuft über kleine Werbeanzeigen, die aber nicht weiter stören – werden PDF-Dateien komprimiert, zusammengeführt bzw. geteilt, von Passwörtern befreit oder in Jpeg-Bilder verwandelt. Darüber hinaus kann man die Dateiformate Jpeg, Word, Excel und Powerpoint in PDF-Dateien umwandeln.

Startseite von smallpdf.com (Foto: Screenshot)

Startseite von smallpdf.com (Foto: Screenshot)

Die Nutzung könnte nicht einfacher sein: Datei hochladen und binnen Sekunden wird die Datei bearbeitet und wieder zum Download angeboten. Auf Wunsch kann man die fertige Datei auch gleich in seine Dropbox oder in seinen Google-Drive-Account speichern.

Wie bei allen Cloud-Diensten muss man der Firma aus Zürich vertrauen, dass sie mit den hochgeladenen Dateien keinen Unsinn macht. In der Datenschutzerklärung gibt das Unternehmen an, dass alle Dateien nach einer Stunde wieder vom Server gelöscht werden. Ob das stimmt, kann man allerdings nicht überprüfen. Technisch basiert der Service auf einer Software der PDF Tools AG, wie diese auf ihrer Website angibt.

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