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Eilmeldungen und Blitzer-Hinweise per WhatsApp


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© Antonioguillem - Fotolia.com

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Redaktionen, die WhatsApp bespielen wollten, mussten sich früher ein Smartphone an den Desk legen und jeden Abonnenten von Hand einpflegen. Das ist zum Glück vorbei, denn Anbieter wie WhatsBroadcast bieten eine Web-Oberfläche, für Versand und Abonnenten-Pflege. Das schafft neue Möglichkeiten in den Redaktionen, wie die Beispiele Augsburger Allgemeine und Tierischer Volksfreund zeigen.

Was kosten WhatsApp-Dienste?

Bekanntester Spieler auf dem Markt ist sicherlich WhatsBroadcast, in dem die Anbieter WhatsService und InstaNews aufgegangen sind, nachdem es im vergangenen November massive Probleme gab.

Der kleinste Tarif bei WhatsBroadcast erlaubt den Versand an bis zu 500 Abonnenten und kostet 49 Euro im Monat. Die Nachrichten werden innerhalb von 30 Minuten zugestellt. Jeder weitere Abonnenten kostet 9 Cent. Wer 299 Euro im Monat zahlt, kann bis zu 3000 Abonnenten innerhalb von 15 Minuten anschreiben und zahlt für jeden weiteren Abonnenten 4 Cent. Wer mehr als 3000 Abonnenten hat, erfährt seinen Preis auf Anfrage. Der Vertrag ist monatlich kündbar und das Angebot lässt sich 14 Tage lang testen, verspricht die Firma mit Sitz in Augsburg.

 

Sind WhatsApp-Dienste erlaubt?

Genau genommen verbietet WhatsApp eine kommerzielle Nutzung seiner Plattform, weshalb Redaktionen sich in einer Grauzone bewegen. Entscheidend ist, dass die User sich von den Nachrichten nicht gestört fühlen und bei WhatsApp einen Missbrauch melden. Interessant ist dabei, dass mir WhatsBroadcast auch auf Nachfrage nicht erläutern wollte, wie der Versand der Nachrichten genau funktioniert. Ich kann nur spekulieren, dass WhatsBroadcast einen Weg gefunden hat, die App von WhatsApp auf Handys fernzusteuern, um so gegenüber der Facebook-Tochter als Nutzer zu erscheinen.

Wie nutzen Redaktionen WhatsApp?

Die Augsburger Allgemeine hat sich für den klassischen Weg entschieden: Sascha Borowski und sein Team verschicken Eilmeldungen direkt aus ihrem CMS per WhatsApp, aber auch direkt per Twitter und Push-Nachricht in die eigene App. „Wir können WhatsBroadcast über eine Schnittstelle direkt aus unserem CMS ansprechen, was die Arbeit der Redaktion deutlich vereinfacht“, sagt Borowski. Problematisch findet er, dass es bis zu 20 Minuten dauert, bis die Nachrichten beim Empfänger erscheinen. „Das ist bei zum Beispiel bei Stau-Hinweisen viel zu langsam.“

Einen anderen Weg hat der Trierische Volksfreund beschritten:  Neben einem Nachrichten-Kanal wie in Augsburg informiert die Redaktion ihre Leser über aktuelle Geschwindigkeitsblitzer in der Region. Die Zahlen sind beeindruckend: Knapp 9000 Leser haben den Dienst inzwischen abonniert und pro Tag erreichen die Redaktion rund 150 bis 200 Blitzer-Meldungen, die schnellstmöglich an die User weitergeleitet werden. „Wir haben dafür ein eigenes Backend programmiert, um die einlaufenden Blitzer-Meldungen mit Geo-Daten versehen zu können“, erklärt Thomas Zeller, Leiter Crossmedia in Trier. Ein Mitarbeiter bearbeitet jede einlaufende Meldung. Dazu kommen Blitzer-Meldungen aus den Rathäusern. „Wir verschicken 12 bis 14 Meldungen pro Tag. Das ist deutlich mehr als andere, aber unsere Leser sind zufrieden und beklagen sich nicht“, sagt Zeller.

© S. Engels - Fotolia.com

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In Trier hat man derweil mit zwei Problemen zu kämpfen: Der Zeitversatz beim Empfang – was gerade bei Blitzer-Meldungen problematisch ist – und dem Phänomen, dass einige Abonnenten plötzlich keine Nachrichten mehr empfangen. „Von heut auf morgen bekommen sie keine einzige unserer Nachrichten mehr. Da hilft nur Abmelden und erneut anmelden von unserem Blitzer-Dienst“, empfiehlt Zeller.

Wie nutzen Sie WhatsApp in der Redaktion und wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Beitrag.

Hinweis: Thomas Zeller ist Mitarbeiter des Trierischen Volksfreunds, an dem die Rheinische Post Mediengruppe mehrheitlich beteiligt ist. Sebastian Brinkmann, Betreiber von Journalisten-Tools.de und Autor dieses Beitrages, ist hauptberuflich Director Publishing Services bei der Mediengruppe Rheinische Post.

Update (25. Mai 2017): WhatsPro hat offenbar seine Pforten geschlossen, denn die Website ist nicht mehr erreichbar und der Facebook-Auftritt wurde gelöscht. Ich habe den Anbieter entsprechend aus diesem Beitrag entfernt, so dass es jetzt hier nur noch um WhatsBroadcast geht.

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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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