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Die Mailbox entmüllen – mit unroll.me


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Es ist Zeit für den Frühjahrsputz – auch in der Mailbox. Dort stapeln sich nutzlose Newsletter im Posteingang, weil man ein Häkchen übersehen hat oder automatisch auf einem Mailverteiler geraten ist – zum Beispiel als ich mich für den „Mobile World Congress“ in Barcelona akkreditiert habe. Ziemlich fix geht das Entmüllen der Mailbox mit dem kostenlosen Tool unroll.me: Es macht das Suchen nach dem „Abmelden“-Link und das auswählen von Gründen unnötig, wenn man einen Newsletter kündigen will.

Newsletter ordnen

Damit unroll.me funktionieren kann, ist der Zugriff auf die Mailbox nötig – beim Anmelden sind Google, Yahoo, Outlook und AOL voreingestellt, aber auch andere Provider sind möglich. Hat man sich in die Mailbox eingeloggt, wird sie nach Newslettern durchsucht und unroll.me erstellt eine alphabetisch sortierte Liste mit allen Abos. Mit einem Klick kann man sich für folgende Optionen entscheiden: Newsletter kündigen, Newsletter zum Rollup hinzufügen, Newsletter behalten.

Unroll.me listet nach der Analyse die entdeckten Newsletter auf (Foto: Screenshot)

Unroll.me listet nach der Analyse die entdeckten Newsletter auf (Foto: Screenshot)

Mit „unsubscribe“ sind überflüssige Newsletter-Abos mit einem Klick beendet – ohne weitere Nachfragen seitens der Absender. Natürlich gibt es auch eine Übersicht mit allen gekündigten Newslettern, um die Aktion rückgängig zu machen, falls man zu eifrig geklickt hat.

Das Rollup ist eine Übersicht der eingehenden Newsletter, die einmal täglich von unroll.me an die eigene Mailadresse gesendet wird. Man kann festlegen, wann das Rollup eintreffen soll: morgens, mittags oder abends. Das bedeutet, Newsletter landen nicht mehr einzeln und zu beliebigen Zeiten in der Mailbox, sondern werden mit unroll.me zu einer Mail zusammengefasst und zur gewünschten Tageszeit verschickt. Das Rollup lässt sich über die Einstellungen als Liste oder Raster darstellen, um einzelne Newsletter zum Lesen auszuwählen, die übrigens im Mail-Ordner „unroll.me“ gespeichert sind.

Mit wenigen Klicks ist die Mailbox entmüllt –über die Einstellungen kann man unroll.me beauftragen, monatlich über neue Newsletter-Abos zu informieren, so dass kein Chaos mehr entsteht. Und sonst lässt sich das Tool mit einem Klick pausieren oder löschen.

Bedingungen berücksichtigen

Zu beachten ist, dass unroll.me Zugriff auf die Mailadresse hat, und dazu möglichst „authentification services“ wie OAuth nutzt, um die Login-Daten nicht zu kennen – mehr im FAQ zu Security. Auch nutzt unroll.me personenbezogene Daten, um Werbung zu personalisieren, und kann nicht-personenbezogen Daten sammeln und weitergeben – alle Details finden sich in der Privacy Policy. Ich verwende unroll.me für meine Mailadressen, die öffentlich im Internet zu finden sind und mit denen ich mich als Journalistin oder Bloggerin akkreditiere. Denn diese Mailboxen haben die meisten Newsletter-Abos und keine sensiblen Mails, welche sowieso zusätzlich geschützt werden sollten.

Auch bietet unroll.me eine App für iOS, um die Newsletter-Abos nach dem Tinder-Prinzip zu ordnen: nach links Wischen bedeutet kündigen, nach rechts Wischen bedeutet behalten und nach oben schiebt man den Newsletter ins Rollup – wie dieses Video zeigt.


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Update (14. Mai 2017): Twitter-User vanilla_chief hat uns auf einen Beitrag bei heise.de („Postfach-Aufräumdienst Unroll.me verkauft Nutzerdaten: Chef erstaunt über Ärger“) zum Thema Unroll.me aufmerksam gemacht. Darin geht es um den Weiterverkauf der Nutzerdaten, den wir im letzten Absatz des Beitrags thematisiert haben. 

Christina Quast ist freie Journalistin – über digitale Tools und Themen schreibt sie für das Magazin „drehscheibe“ und das Grimme Institut. Als „Hashtaghüterin“ kümmert sie sich um die digitale Live-Kommunikation bei Veranstaltungen zu Medien und Kultur – am liebsten per Twitter. Zusätzlich gibt Christina Quast verschiedene Social-Media-Seminare für Journalisten.

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