Neue Beiträge per

RSS-Feed

Folgen Sie uns auf

Twitter

Folgen Sie uns auf

Journalisten-Tools.de finden Sie auch auf

Facebook

Journalisten-Tools.de auf

Mehr als 2.500 User haben den Newsletter schon abonniert!

Jetzt abonnieren

Newsletter

abonnieren

Zwei Android-Kamera-Apps im Test


EmpfehlenShare on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInBuffer this pageEmail this to someonePrint this page
© ra2 studio - Fotolia.com

© ra2 studio – Fotolia.com

Mit dem Smartphone kann man erstaunlich gute Bilder machen – wenn es hell ist. Wem die normale Kamera-App nicht reicht, findet in den AppStores von iOS und Android unendlich viele Kamera-Apps, die mehr Funktionen bieten. Viele dieser Apps haben in erster Linie „Spaß-Funktionen“ mit denen sich Bilder verfremden lassen – ein No Go für Journalisten. Ich habe mir zwei Android-Apps angeschaut, die für Journalisten interessant sind: Camera FV-5 (2,99 Euro) und Zoom FX Premium (1,99 Euro). Und wer ein iPhone besitzt, dem empfehle ich ProCamera 8 für 2,99 Euro zu kaufen.

Camera FV-5: Das Smartphone mit Spiegelreflex-Funktionen

Während die normale Kamera-App des Android-Telefons nur wenige Einstellungsmöglichkeiten bietet, erinnert Camera FV-5 (einmalig 2,99 Euro) im Sucher an eine Spiegelreflex-Kamera: Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Focus-Modus, Iso-Zahl und natürlich der Blitz-Modus lassen sich einstellen. Im oberen Teil des Bildschirms zeigt die App Blende, Belichtungszeit und Iso-Wert an. Wer sich mit den Zahlen auskennt, kann so schon vor dem Auslösen beurteilen, ob die Bilder etwas werden.

Ähnlich wie bei einer Spiegelreflexkamera kann man bei Camera FV-5 erst das Bild scharf stellen und dann zum Beispiel den Ausschnitt verändern, bevor man auslöst. Während man bei richtigen Kameras dafür den Auslöser nur antippt, muss man bei der App den Auslöser drücken – beim Loslassen wird das Bild ausgelöst. Praktischerweise zeigt einem das Sucher-Fenster auch den Akku-Zustand und schaltet auf Knopfdruck zwischen Front- und Rück-Kamera um.

In den Einstellungen finden sich weitere Optionen: So kann man die Bildauflösung und den Kompressionsgrad von Jpeg-Bildern einstellen und den Dateinamen konfigurieren. Zudem kann man wichtige Funktionen auf die Lautstärke-Regler legen, zum Beispiel den Zoom oder die Iso-Einstellungen. Auf Wunsch kann man zudem im Sucher das Histogramm anzeigen lassen und Linien, um zum Beispiel den Goldenen Schnitt besser zu treffen.

Alles in allem eine tolle App, gerade für Journalisten, die mit einem Android-Telefon unterwegs sind. Die App-Entwickler sitzen übrigens in Stuttgart.

Zoom FX Premium: Sprachauslösung

Deutlich einfacher als Camera FV-5 ist das Sucher-Fenster von Zoom FX Premium. Die App kostet einmalig 1,99 Euro im PlayStore und bietet im Vergleich zu Camera FV-5 weniger Zusatzfunktionen: Es gibt einen Bild-Stabilisator und die Lautstärke-Tasten lassen sich mit Funktionen belegen (zum Beispiel der Zoom-Funktion). Ähnlich wie bei Camera FV-5 kann man in der App die Bild-Auflösung, den Jpeg-Kompressionsgrad und das Format des Dateinamens einstellen.

Praktisch ist der Verwackel-Schutz: Ist dieser aktiviert, reagiert die App nicht sofort auf das Drücken des Auslösers sondern wartet erst, bis das Smartphone ruhig gehalten wird. Ein Diagramm – ähnlich wie die EKG-Linie – zeigt dabei an, wie sehr das Gerät noch in Bewegung ist. Die Funktion habe ich in Camera FV-5 vermisst.

Interessant finde ich die Funktion, das Auslösen per Sprachbefehl zu starten. Ideal, wenn man eine Gruppe fotografieren möchte und die Kamera nicht selbst drücken kann: Nach der Aktivierung dauert es fünf Sekunden und dann reagiert die Kamera auf Zuruf. Die Funktion vermisse ich bei Camera FV-5.

Insgesamt bietet die App aber im Vergleich zu wenig Zusatz-Funktionen, um den Preis zu rechtfertigen.

Hinweis: Google Deutschland hat mir ein Google Nexus 5X als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, um Android-Apps für Journalisten-Tools.de zu testen.


Verpassen Sie keinen neuen Beitrag auf Journalisten-Tools.de: Abonnieren Sie jetzt unseren kostenfreien monatlichen Newsletter, der bereits 2 535 Abonnenten hat.


Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

Schreibe einen Kommentar

Einfaches HTML ist erlaubt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Abonnieren Sie weitere Kommentare zu diesem Beitrag per RSS