Krautreporter: Spenden Sie für unabhängigen Journalismus

Die Idee ist einfach: Journalisten, die eine aufwändige Recherche planen, stellen ihr Projekt auf Krautreporter vor und bitten um Spenden, um eine vorher festgelegte Summe zu erreichen. Kommt das Geld binnen maximal 60 Tagen zusammen, fließt das Geld und die Recherche kann beginnen. Wird die Marke dagegen nicht erreicht, gibt es kein Geld („Alles oder nichts“-Prinzip)

Der Berliner Medienjournalist Sebastian Esser hat die Plattform Krautreporter vor einem Jahr gestartet und möchte mit ihr unabhängigen Journalismus unterstützen. Binnen eines Jahres sind 40 Prozente auf diese Weise zustande gekommen: Von einer Geschichte über das Firmengeflecht der Stadt Köln (erschienen auf wiwo.de) bis zu einer Multimedia-Reportage über den Verbleib von Spendengeldern in Haiti (online unter www.weko-media.de). Mehr als 170.000 Euro sind binnen eines Jahres zusammengekommen. Fünf Prozent der gespendeten Summe bekommt Sebastian Esser für den Betrieb seiner Plattform.

Krautreporter hat zwei Zielgruppen: Auf der einen Seite freie Journalisten, die ein tolles Thema aber nicht genug Geld haben – und auf der anderen Seite Privatpersonen und Firmen, die diese Themen unterstützen wollen. Als Spender kann ich ein oder mehrere Projekt gezielt unterstützen und kann festlegen, wie viel Geld ich bereit bin zu spenden. Für jede Spende muss mir der Journalist eine Gegenleitung anbieten: Wird das Ergebnis der Recherche als Buch veröffentlicht, bekomme ich zum Beispiel ein oder mehrere Exemplare inklusive Widmung. Oder ich kann an einem kostenfreien Workshop mit dem Journalisten teilnehmen. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Kein Wunder also, dass Sebastian Esser im Interview mit Ulrike Langer erklärt, wie wichtig die gute Darstellung des eigenen Projekts ist.

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