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Warum Journalisten Twitter nutzen sollen – und wem sie folgen sollten


Twitter ist für mich eines der besten Tools für Journalisten – und aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Der Kurz-Nachrichtendienst ist Nachrichtenagentur, Recherche-Kanal und Dialogplattform in einem. Weil sich der Sinn und Zweck von Twitter nicht auf den ersten Blick ergibt, habe ich Kollegen – natürlich per Twitter – gefragt, warum Journalisten Twitter nutzen und wem sie folgen sollten.

Innerhalb von Minuten wurde mein Aufruf von anderen Usern beantwortet und weiter verbreitet. So kamen binnen Stunden eine Vielzahl an Antworten zusammen, von denen ich hier aus Platzgründen nur eine Auswahl veröffentlichen kann. Die komplette Liste finden Sie hier.

Persönliche Nachrichten-Agentur

Alle großen Nachrichten-Portale und Redaktionen nutzen inzwischen Twitter, um ihre Nachrichten zu verbreiten. Aber auch User, die am Ort des Geschehens sind, können dank Twitter Text, Bilder und Videos verbreiten.

Logo: Twitter.com

Logo: Twitter.com

Wer sich für bestimmte Themen interessiert, kann mit Tools wie dem kostenfreien Tweetdeck (dem ich jüngst einen langen Beitrag gewidmet habe) bestimmte Stichwörter (in Twitter-Sprech „Hashtag“) überwachen und so schnell erfahren, wenn ein User irgendwo auf der Welt zu einem Thema eine Neuigkeit gepostet hat. Zu fast jedem großen Thema oder Ereignis gibt es inzwischen einen Hashtag, das sich durchgesetzt hat. User nutzen dieses Hashtag, um ihre Beiträge zu kennzeichnen und so die Reichweite zu erhöhen. Wer nach einem Hashtag sucht, findet alle Beiträge mit diesem Stichwort und nicht nur die der User, denen er selbst folgt.

Recherche auf Twitter

Die Twitter-Suche ist ein mächtiges Instrument, um zu aktuellen Themen schneller als bei Google Informationen zu finden und den Fortgang zu verfolgen. Dazu reicht es, ein oder mehrere Begriffe (oder noch besser Hashtags, siehe oben) einzutippen. Aber auch Recherche-Aufrufe lassen sich bei Twitter posten, um so User zum Mitmachen zu animieren.

Twitter kann aber auch helfen, Interview-Partner zu finden, wie ZDF-Redakteur Dominik Rzepka als Kommentar unter meinem Aufruf erläutert: „Weil sie auf diese Art und Weise sehr gut an Informationem kommen können. Ich erlebe es oft, dass Kollegen via Twitter Interviewpartner in London, Kairo oder Senftenberg recherchieren.

Dialog mit Kollegen und User

Anders als bei Facebook geht es bei Twitter weniger um den Kontakt mit Freunden, Ex-Mitschülern und Kollegen – sondern um Themen und den schnellen Dialog. Und dabei gibt es keine Vorzimmer, die man überwinden kann. Per Twitter kann man ganz einfach Personen direkt ansprechen und um Antwort bitten.

 

Das erlebt man leider zu oft: Journalisten, die nur ihre Beiträge auf Twitter bewerben und nicht in einen Dialog mit den Usern treten. So gewinnt man bei Twitter aber keine Freunde (bzw. Follower). Wer auf Twitter aktiv ist und seine Beiträge bewirbt, muss auch bereit sein, auf die Fragen und die Kritik der User zu antworten. Einen Vorteil gegenüber Leserbriefen: „In 140 Zeichen kann man nicht um den heißen Brei herumreden, da wird gesagt, was Sache ist – ob gut oder schlecht. Ich denke, jede Anregung von außen sollte man als Journalist dankbar annehmen und sich zunutze machen.“ (aus: „Wozu nutzt ein junger Journalist die Social Media?„, Interview mit dem Journalisten Tim Röhn).

Wem sollte man folgen

Wer sich bei Twitter anmeldet, muss sich Personen oder Firmen aussuchen, denen er folgt. Deren Beiträge erscheinen dann alle (nicht wie bei Facebook nur ausgewählte) in der eigenen Timeline. Doch aller Anfang ist schwer. Zum Start macht es Sinn, einigen Nachrichtenportalen wie Spiegel-online, Die Welt oder auch ZDF heute zu folgen. Viele Chefredakteure sind inzwischen ebenfalls auf Twitter aktiv, wie Wolfgang Büchner (Spiegel), Sven Gösmann (dpa) und Jan-Eric Peters (Die Welt). Weitere Chefredakteure und Mitglieder von Chefredaktionen finden Sie auf einer Twitter-Liste, die die dpa laufend aktualisiert. Die dpa pflegt auf Twitter übrigens zahlreiche Listen mit interessanten Twitter-Accounts zu bestimmten Themen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Noch spannender als die großen Köpfe sind nach meiner Erfahrung aber die freien Journalisten, die Twitter nutzen, um Leser und potentielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Lesenswert sind aus meiner Sicht:

Nach und nach findet man immer mehr User, deren Beiträge einen interessieren – und User, denen man künftig nicht mehr folgen möchte, weil deren Beiträge nicht mehr interessant sind.

Twitter selbst hat das Problem erkannt und empfiehlt daher eingelochten Usern in einer Box links neben der eigenen Timeline User, denen sie folgen sollten.

Twitter empfiehlt User, denen man folgen sollte (Foto: Screenshot Twitter.com)

Twitter empfiehlt User, denen man folgen sollte (Foto: Screenshot Twitter.com)

 

Letztlich sollte man immer wieder neuen Usern folgen, sie ein paar Tage oder Wochen beobachten und dann entscheiden, ob man an ihnen dran bleibt oder nicht.

Ein Link-Tipp zum Schluss: Twitter gibt auf seiner Website Tipps, wie Journalisten Twitter nutzen sollten und nennt praktische Beispiele.

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