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Storyform und Pageflow im Vergleich – Vorteile und Schwächen der beiden Tools


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Thomas Zeller

Thomas Zeller

Gastautor Thomas Zeller ist verantwortlicher Redakteur und Leiter Crossmedia bei der Tageszeitung Trierischer Volksfreund. Davor war er Ressortleiter Online beim Südkurier. 

Die lange Form erlebt nicht nur im Print-Bereich eine Renaissance, auch im Online-Bereich wird zunehmend mit längeren Erzählvarianten wie Multimedia-Reportagen oder –Features experimentiert. Dabei haben Redaktionen die Auswahl zwischen verschiedenen Plattformen. Neben Pageflow und Eigenentwicklungen konkurrieren auch zahlreiche WordPress-Plugins um die Gunst der Redaktionen. Der Trierische Volksfreund hat sich bei der Produktion seiner Reportage über den lokalen Fußballverein Eintracht Trier für das WordPress-Plugin Storyform entschieden.

Warum hat sich die Redaktion für Storyform entschieden?

Wir haben schon etliche Multimedia-Features auf Pageflow-Basis produziert. Ich finde, kein anderes  Produktionstool kommt zurzeit bei den Kriterien Zugänglichkeit und Nutzerführung an Pageflow heran. Allerdings bringt die Standardisierung des Tools zahlreiche Einschränkungen mit sich. Das macht dann den Charme von alternativen Lösungen wie Storyform aus. Der Nutzer kann hier beispielsweise Bilder, Zitate und Videos vollkommen frei einbauen und ist nicht an ein starres Gerüst wie bei Pageflow gebunden.

Was unterscheidet Storyform von Pageflow?

Storyform ist ein zurzeit kostenloses Plugin für die Blogsoftware WordPress. Im Frontend unterscheidet sich das Tool von Pageflow unter anderem darin, dass der User nach rechts und links zur nächsten Seite blättern kann – und nicht nach oben oder unten scrollen muss. Produkte auf Storyform-Basis wirken insgesamt magaziniger. Die Ausgabeseiten erscheinen etwas nüchterner und haben nicht die Opulenz von Pageflow-Seiten. Das liegt vor allem daran, dass bei Pageflow-Seiten in den meisten Fällen die Texte auf Fotos montiert sind.

Wie einfach ist das Arbeiten mit Storyform?

Wer schon einmal mit WordPress gearbeitet hat, kommt auch mit Storyform zurecht. Das Editieren von Texten funktioniert fast so einfach wie das Bearbeiten eines Word-Dokuments. Auch ohne HTML-Kenntnisse können Texte einfach in die Eingabemaske eingefügt werden. Möglich ist es auch, diese zu formatieren. Dies funktioniert in der Werkzeugleiste, in der mehrere Schriftarten vorgegeben sind (wie beispielsweise Überschriftgrößen).

Und wie sieht es mit der Einbindung von Bildern aus?

Das ist ebenfalls sehr simpel. Diese müssen zunächst vom eigenen Computer auf den Storyform-Server hochgeladen werden. Danach sind diese Bilddateien in der Mediathek verfügbar. Von dort aus ist es auch möglich, deren Größe unter Storyform zu verändern. Auch das Einbetten der Videos ist recht einfach. Hier genügt es, den Youtube-Link in die Bearbeitungsmaske einzufügen.

Wie responsiv ist Storyform?

Das Tool passt sich verschiedenen Endgeräte-Typen und Browservarianten an. Ich finde, nach persönlichen Tests, sogar besser als Pageflow. Vor einer Veröffentlichung sollte man aber unbedingt noch einmal über den Vorschau-Button prüfen, wie das Produkt auf einem großen Monitor, einem Notebook, einem Tablet und einem Smartphone aussieht. Auf einem Smartphone reagiert das Tool so, dass es automatisch mehr Seiten generiert als auf normalen Rechnern voreingestellt sind. Das bedeutet viel mehr kleine Häppchen – aber auch eine bessere Übersicht.

Welche Probleme kann die Arbeit mit Storyform bereiten?

Das Thema Seitenumbrüche ist bei Storyform ein heikles. Bedingt durch seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Endgeräte wird aus der 20-seitigen Multimedia-Reportage auf einem exotischen Smartphone auf einmal ein hundertseitiges Produkt. Das ist an für sich nicht tragisch, hat aber zur Folge, dass ein langer Text manchmal auf einem kleineren Bildschirm umbricht – und Storyform so automatisch eine neue Seite generiert, auf der der restliche Text veröffentlicht wird. Bleiben dann aber nur noch ein, zwei Sätze übrig und es gibt kein weiteres Bild, sieht das unschön aus. Daraus ergibt sich der ganz praktische Tipp: Jede Seite lieber mit weniger Text und dafür mit mehr grafischen Elementen gestalten.

Wo findet man weiterführende Literatur zu Storyform?

Da bisher kaum Redaktionen mit Storyform gearbeitet haben, gibt es kaum Dokumentationen  zu dem Tool. Unter http://t3n.de/news/wordpress-plugin-storyform-583501/  findet sich eine kurze Einführung auf Deutsch. Unter https://storyform.co/docs/wordpress  gibt es ein Tutorial auf Englisch für das Arbeiten mit dem Tool. Die Volksfreund-Storyform-Reportage zum Zweitliga-Abstieg von Eintracht Trier findet sich hier: http://thema.volksfreund.de/sport/eintracht-multimediareportage/ 

Im Themen-Special „Story-Telling“ finden Sie weitere Beiträge zum Thema.

Hinweis: Thomas Zeller ist Mitarbeiter des Trierischen Volksfreunds, an dem die Rheinische Post Mediengruppe mehrheitlich beteiligt ist. Sebastian Brinkmann, Betreiber von Journalisten-Tools.de, ist hauptberuflich Director Publishing Services bei der  Rheinische Post Mediengruppe.


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