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Linius ermöglicht Storytelling auf WordPress-Basis (Interview)


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Volker Matthies (Foto: Markus Konvalin)

Volker Matthies (Foto: Markus Konvalin)

Nach der  Snowfall-Geschichte der New Work Times wollten viele Redaktionen eigene Multimedia-Geschichten online stellen. Der Bayrische Rundfunk (BR) hat zu diesem Zweck „Linius“ entwickelt, das freie Journalisten für einmalig 25 Euro Schutzgebühr nutzen können. Mit dem Linius-Produktmanager Volker Matthies (@volkermatthies) habe ich über Linius, die Herausforderungen für gutes Storytelling und die Zukunft gesprochen. Er arbeitet beim Bayrischen Rundfunk in der Informationsdirektion.

Wie viele Geschichten wurden bisher mit Linius beim Bayrischen Rundfunk veröffentlicht?

Wir haben bislang 60 bis 70 online gestellt. Darunter zwei besonders große Geschichten, eine über das Oktoberfest-Attentat 1980 und eine andere mit dem Titel „Waffen für Mexiko„. Bei der zweit genannten Geschichte haben die Redaktionen für TV, Radio und Online von Anfang an auf Augenhöhe gearbeitet und jeweils überlegt, wie man das Material für den jeweiligen Kanal optimal aufbereiten kann.

Eine Zweitverwertung ist demnach der falsche Weg?

Aus meiner Sicht ja, denn das merken die Leser den Linius-Geschichten an. Wir schulen die Redaktionen deshalb im Umgang mit Linius und unterstützen bei der Umsetzung. Wenn ein neues Modul gebraucht wird, dann wird es entwickelt. So haben wir für „Waffen für Mexiko“ zum Beispiel eine E-Mail-Benachrichtigung eingebaut.

Wie erfolgreich sind Storytelling-Geschichten aus Ihrer Erfahrung?

Man wird mit solchen Geschichten keine großen Reichweite erreichen. Aber wir messen, dass die User eine solche Geschichte 20 bis 30 Minuten lang nutzen. Das sind hohe Werte, die weit über den Konsum von Nachrichten-Inhalten hinausgehen.

Sprechen wir über Linius: Das Tool basiert auf WordPress. Warum?

Wir haben bewusst eine Lösung entwickelt, die möglichst viele auch außerhalb des Bayrischen Rundfunks nutzen können. Wordpress ist so eine Art Quasi-Standard für kleinere und mittlere Websites. Linius ist dann eine Layout-Vorlage, ein so genanntes Theme, das man installieren muss.

Der BR hat Linius initial selbst entwickelt, die Agentur mc-quadrat hat die Entwicklung dann weiter vorangetrieben. mc-quadrat vergibt Nutzungsrechte für einmalig 25 Euro. Eine Schulung dauert rund zwei Stunden, dann können die Journalisten damit arbeiten.

Kritisiert wird an Linius, dass die Geschichten grafisch alle gleich aussehen.

Diese Uniformität ist aus meiner Sicht kein Manko, denn der User muss die Bedienung nur einmal lernen. Schrifttyp und Schriftgröße lassen sich einstellen, tiefergehende Änderungen sind mit CSS machbar. Da muss dann ggf. ein Entwickler ran.

Wie wollen Sie Linius in 2016 weiter entwickeln?

Aus meiner Sicht ist das Tool relativ ausgereift. Je nach Anforderungen unserer Redaktionen werden wir weitere Module entwickeln.  Ich glaube, dass in Zukunft mobiles Storytelling wichtiger wird, also das Erzählen von Geschichten fürs Smartphone. Linius ist hierfür vorbereitet, denn es ist vollständig responsiv – die Multimedia-Geschichten laufen entsprechend auf dem Computer, aber auch auf Smartphone und Tablet. Wir wollen in 2016 mehr eigene Entwicklungskapazitäten aufbauen.

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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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