Sebastian Brinkmann

Sebastian Brinkmann

In den vergangenen Wochen habe ich mich viel mit Journalisten-Tools.de beschäftigt, aber leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat mich rund 20 Stunden und rund 200 Euro gekostet. So sehr ich Verständnis dafür habe, dass die EU ihren Bürgern helfen möchte, ihre Daten zu schützen – so wenig Verständnis habe ich dafür, dass große Anbieter wie Facebook und kleine Website-Betreiber wie ich die gleichen Regeln einhalten müssen.

Das hieß für mich: Umfangreiche Datenschutzerklärung verfassen, alle Prozesse dokumentieren, bei denen Daten meiner User verarbeitet werden (Newsletter-Anmeldung, Kontaktaufnahme, Kommentar unter dem Beitrag verfassen) und einige Umbauten an der Website vornehmen. Unter anderem habe ich das Design ausgetauscht, weil das alte Layout bestimmte Anpassungen nicht erlaubte, die im Rahmen der DSGVO notwendig sind. Und das Ergebnis gefällt mir nicht, weshalb ich weiter am Design – statt an neuen Beiträgen – arbeiten muss.

Für die Abschaffung der Roaming-Gebühren durch die EU-Kommission bin ich sehr dankbar, den Euro finde ich toll – aber die DSGVO ist höflich formuliert großer Mist. Zumal ich trotz der ganzen Arbeit Sorge haben muss, doch einen Punkt übersehen zu haben und ins Visier von Abmahn-Anwälten zu geraten.

Aufgrund der DSGVO und meines derzeit in der heißen Phase befindlichen Projekts bei der Rheinischen Post Mediengruppe – dort bin ich Projektleiter für die Einführung des neuen Redaktionssystems InterRed – fehlt mir in den nächsten Wochen die Zeit, neue Beiträge für Journalisten-Tools.de zu schreiben. Ich habe mich daher entschlossen, eine Sommerpause bis August einzulegen.

Ich bitte um Ihr Verständnis!

Sebastian Brinkmann

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