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„Serie Bloggen“: Wichtige Fragen, bevor Sie starten


Sie möchten eine eigene Website starten? Wunderbar! Zum Start brauchen Sie – kein Scherz – ein Blatt Papier und vielleicht ein Glas Wein. Denn bevor Sie sich an den Computer setzen, sollten Sie ein paar Fragen klären. Je besser die Vorbereitung, desto erfolgreicher später die Website.

Was ist Ihr Ziel?

© Maria Timofeeva - Fotolia.com

© Maria Timofeeva – Fotolia.com

Möchten Sie einfach eine Bühne für Ihre bunten Geschichten haben oder möchten Sie ein bestimmtes Thema beackern, um im Netz als Experte wahrgenommen zu werden? Wer in der Nische aktiv sein möchte, sollte seine Nische vorab genau erkunden: Gibt es bereits Webseiten zu meinen Thema und wie sind diese aufgebaut? Was fehlt diesen Webseiten und wäre damit ein ideales Alleinstellungsmerkmal für die eigene Website?

Wer eine gute Nische gefunden hat, kann darin schnell sehr erfolgreich sein: Als Pressekonditionen.de vor nun mehr fast 14 Jahren online ging, gab es nur zwei andere Portale zum Thema Journalistenrabatte und die Rabatt-Tipps wurden fast immer unter der Hand weitergereicht. Eine wichtige Frage bei der Erkundung der Nische ist sicherlich die mögliche Zielgruppe: Wie groß ist sie und wie internetaffin ist sie? Für die spätere Monetarisierung sollte man auch kurz überlegen, wie interessant die eigene Zielgruppe für Werbekunden sein könnte.

Wie lautet Ihr Name?

Jede gute Website braucht einen guten Namen, der idealerweise auch in der Domain zu finden ist.  Im einfachsten Fall ist das Ihr Vor- und Nachname. Nebenbei hat man auf diese Weise auch eine einfach zu merkende E-Mail-Adresse, die unabhängig ist von Diensten wie GMX, Web.de oder T-Online.

Wer in eine Nische einsteigen möchte, sollte nach möglichen Domainnamen in diesem Bereich suchen. Deutsche Domains – also die mit der Endung .de – werden zentral von der Denic vergeben, die auf ihrer Website eine einfache Suchmöglichkeit bietet. Ist der Wunschname schon weg, lohnt sich ein Blick auf die Website. Vielleicht nutzt der aktuelle Besitzer sie nicht aktiv oder möchte sie gar verkaufen. Die Denic nennt die Kontaktdaten des aktuellen Besitzers und fragen kostet bekanntlich nichts. Aber Vorsicht: Für Domains gibt es einen richtigen Markt und die Preise richten sich schlicht nach Angebot und Nachfrage.

Für die Reichweite eines Portals kann der Name entscheidend sein: Idealerweise beinhaltet die Domain den oder die Begriffe, die Interessierte bei Google eintippen um sich über Sie als Person oder Ihr Thema zu informieren. Und selbst erklärende Namen sind immer besser als Kunstworte wie Google oder Yahoo.

Wie technikaffin sind Sie?

Wer sich nicht mit technischen Details rumschlagen möchte, sollte zu den Homepage-Baukästen von Blogger.com (einem Dienst von Google) oder Jimdo (von der gleichnamigen deutschen Firma mit Sitz in Hamburg) greifen. Beide Dienste sind kostenfrei und erlauben den einfachen und schnellen Aufbau einer eigenen Präsenz im Netz. Für 60 Euro im Jahr bietet Jimdo Pro unter anderem eine eigene Domain (www.vorname-nachname.de zum Beispiel) und mehr Möglichkeiten an. Großer Vorteil dieser beiden Anbieter: Sie müssen sich keine Sorgen machen um Themen wie Sicherheit, Datensicherung und Software-Updates. Das alles übernehmen die Anbieter.

Ambitionierteren Usern empfehle ich, gleich mit einer eigenen Domain und dem kostenfreien Redaktionssystem WordPress zu starten. Zunächst muss man mit Anbietern wie 1&1Strato oder Domainfactory einen Vertrag für ein „Hosting-Paket“ abschließen. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich letztlich Speicherplatz auf einem Server, der ständig ans Internet angeschlossen ist und auf dem Websiten gelagert werden können. Für ein paar Euro im Monat bekommt man zudem ein oder mehrere E-Mail-Adressen.  Alle drei Anbieter installieren WordPress auf Knopfdruck auf Ihrem Internet-Server und ersparen Ihnen so den Umgang mit FTP und MySQL. WordPress ist auch für Laien leicht verständlich und lässt sich durch Erweiterungen – so genannte Plugins – an die eigenen Ansprüche anpassen. (In einem Beitrag auf Journalisten-Tools.de habe ich die sechs besten Plugins für WordPress vorgestellt).

Aber WordPress hat auch Schattenseiten: Die Software ist ein Quasi-Standard und damit immer wieder Ziel von Hacker-Angriffen. Deshalb ist es Pflicht, regelmäßig Updates der Software und der genutzten Plugins vorzunehmen. Beides geht über eine einfach verständliche Web-Oberfläche, aber nicht immer vollautomatisch. Wer diese Verantwortung scheut, findet bei 1&1 die Möglichkeit, WordPress in einer Art „sicheren Modus“ zu benutzen. Dann kümmert sich 1&1 um die Aktualisierungen.

Keine Website ohne Impressum

Nach der Anmeldung können Sie Ihre Website in Ruhe gestalten: Layout auswählen, Farben verändern und – Pflicht  – ein Impressum anlegen. Letzteres ist unabdingbar, wenn man bei kommerziellen Seiten keine Abmahnung kassieren möchte. Aber, keine Panik, für das korrekte Impressum braucht man nicht gleich einen Rechtsanwalt. Es gibt mehrere „Impressum Generatoren“ im Netz, die nach Beantwortung einiger Fragen ein vollständiges Impressum ausspucken. Ich empfehle den von e-recht24.de. Neben Blogger.com und Jimdo.de bieten auch andere Firmen so genannte Homepage-Baukästen an. Die Website t3n.de hat sieben Anbieter, darunter Jimdo, 1&1 und Strato, getestet.

Wie viel Zeit haben Sie?

Die Frage sollte man sich vorab durchaus stellen. Denn nichts ist peinlicher als eine Website, die seit mehreren Monaten nicht mehr aktualisiert wurde oder gar nicht mehr richtig funktioniert. Wer im Netz erfolgreich sein möchte, sollte ein paar Stunden pro Monat in die eigene Web-Präsenz investieren und das dauerhaft. Neue Beiträge wollen geschrieben, Mails oder Facebook-Nachrichten von Usern beantwortet und neue Funktionen ausgedacht werden. Neue Beiträge kann man sich zwar unter der Dusche oder im Stau ausdenken, aber das Aufschreiben und Veröffentlichen lässt sich schwer mit anderen Tätigkeiten kombinieren.

Nebentätigkeit? Finanzamt?

Wer angestellt ist und mit seiner Website Geld verdienen möchte, muss ein Gewerbe anmelden und sich diese Nebentätigkeit von seinem Arbeitgeber genehmigen lassen. Was in der Regel Formsache ist, kann einem auf der anderen Seite viel Freude rauben: Das Finanzamt möchte am Jahresende eine Einnahme-Überschuss-Rechnung sehen und – wenn man sich dafür entscheidet – Umsatzsteuer kassieren bzw. auszahlen. Wer sich diese Klimmzüge sparen möchte, verzichtet auf Einnahmen und betreibt die Website rein privat. Angesichts von Kosten in Höhe von rund 100 Euro im Jahr und – zumindest am Anfang – geringen Einnahmen, hält sich das Problem in Grenzen.

Das Glas Wein ist leer? Dann los!

Sie haben die wichtigsten Fragen für sich geklärt und sind bereit, Zeit und Nerven zu investieren, um zu verstehen, wie Journalismus im Internet funktioniert? Dann los! 🙂

In der „Serie Bloggen“ erklärt Journalisten-Tools.de, wie Sie Ihren ersten Blog starten und wie Sie mehr Besucher auf Ihre Seite locken können. Alle Beiträge der Serie finden Sie hier.

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