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„Serie Bloggen“: So messen Sie die Zugriffe auf Ihre Website


Hand aufs Herz: Jeder, der eine Website betreibt oder seine Texte/Bilder/Videos ins Netz stellt, möchte möglichst viele User erreichen. Um mehr Besucher erreichen zu können, müssen Sie ein Messtool in Ihre Website integrieren. Wie das geht und welche Fragen solche Programme beantworten, erklärt der folgende Beitrag.

Besucher auf der Website zählen: Google Analytics oder Piwik?

© tashatuvango - Fotolia.com

© tashatuvango – Fotolia.com

Eine der ersten Maßnahmen nach dem Start der eigenen Website ist, aus meiner Sicht, die Einbindung eines Zähltools. Quasi-Standard ist das kostenfreie Google Analytics, für das Sie sich einfach mit einem bestehenden oder neuen Google-Konto anmelden können. Je nach technischer Plattform können Sie den Google-Analytics-Code dann in Ihre Website integrieren. Für WordPress gibt es zum Beispiel die Plugins Google Analyticator oder Analytics for WordPress. Bei Jimdo kann man Google Analytics einfach über das Einstellungsmenü in seine Website integrieren. Sehr ähnlich läuft es bei Blogger.com. Dort kann man unter Einstellungen / Sonstiges die Google Analytics ID eintragen.

Einen Haken hat die Einbindung von Google Analytics aber: Ihre Nutzerdaten werden von Google auf Servern in den USA gespeichert, was von deutschen Datenschützern nicht gerne gesehen wird. Wer Google Analytics rechtskonform einsetzen möchte, sollte die Anleitung auf e-recht24.de beachten. Unter anderem muss ein Hinweis ins Impressum und die Daten dürfen nicht mit vollständiger IP-Adresse übermittelt werden.

Eine Alternative zu Google Analytics ist die Open-Source-Lösung Piwik, die Sie – ähnlich wie WordPress – auf Ihrem eigenen Web-Server installieren können. Da alle Auswertungen nur auf Ihrem Server gespeichert sind, gilt die Lösung als datenschutzkonform – allerdings auch hier mit Einschränkungen, weil nach dem Willen der Datenschützer Daten nicht unbegrenzt und ohne Grund gespeichert werden dürfen. Technisch erfordert Piwik einen Webserver mit PHP und MySQL. Wer allerdings mehr als 10.000 Seitenabrufe pro Tag verzeichnet, braucht laut Piwik-Empfehlung mindestens einen virtuellen oder gar echten Server allein für die Daten-Analyse. Ähnlich wie bei Google Analytics gibt es für WordPress ebenfalls entsprechende Plugins, um die Besucherzahlen direkt im WordPress-Backend zu sehen.

Ist der Code erfolgreich eingebunden, dauert es in der Regel 24 Stunden, bis die ersten Zahlen zu sehen sind. Dann wird es schnell spannend: Woher kommen die Besucher? Wie viele Besucher kommen jeden Tag auf die Website? Welche Begriffe geben die User bei Google ein und landen dann auf der Website? Welche Seiten werden oft aufgerufen? Diese und weitere Fragen lassen sich mit Google Analytics oder Piwik beantworten.

Wie viele Besucher kommen jeden Tag auf die Website?

Das ist am Anfang sicher die spannendste Frage: Wie viele Menschen besuchen eigentlich jeden Tag, jede Woche, jeden Monat Ihre Website. Natürlich werden Sie am Anfang wenige Besucher begrüßen dürfen. Aber: Wann steigt die Zahl? Wenn Sie einen besonderen Beitrag veröffentlicht haben? Wenn Sie irgendwo zitiert wurden? Wenn Sie einen Newsletter verschickt haben? All das sind gute Hinweise um zu wissen, welche Maßnahme besonders dazu geeignet ist, mehr User auf Ihre Website zu locken.

Meine Erfahrung mit Pressekonditionen.de ist, dass ein Newsletter eine der wirkungsvollsten Maßnahmen ist, um mehr Besucher auf die Website zu bringen. Letztlich nachvollziehbar, denn wer einen Newsletter abonniert (und damit sein Postfach für den Betreiber der Website öffnet) ist am dem Thema interessiert und wird regelmäßig – auch ohne Newsletter – vorbeischauen.

Woher kommen die Besucher?

Damit ist weniger die Stadt oder das Land gemeint, sondern vielmehr die Quelle: Kommen die Besucher direkt auf Ihre Website, in dem sie die Adresse in den Browser abrufen oder ein Lesezeichen öffnen? Oder kommen sie über Suchmaschinen wie Google und Bing? Dritte Möglichkeit sind Links auf anderen Portalen, aber auch bei Diensten wie Facebook, Twitter und Google Plus. Auch diese Information ist wichtig, denn Sie erfahren, wer Ihnen viele User schickt. Merken Sie zum Beispiel, dass eine andere Website immer mal wieder auf Sie verlinkt, dann lohnt sich eine Kontaktaufnahme mit dem Website-Betreiber. Sie können Danke sagen für die Links und vielleicht eine Kooperation eingehen. Und Besucher über Google lassen sich am besten locken, wenn Ihre Beiträge für Suchmaschinen optimiert sind.

Welche Begriffe geben die User bei Google ein und landen dann auf der Website?

Wenn Sie schon Besucher über Google und Bing bekommen, dann sollten Sie darauf achten, welche Suchbegriffe die User vorher eingegeben haben. Das zeigt Ihnen, bei welchen Begriffen Ihre Website bei Google/Bing angezeigt wird. Sind es die passenden Begriffe oder verrennen sich die User aufgrund falscher Stichwörter auf Ihre Website? Letzteres ist schlecht, denn die User werden enttäusch und kommen nicht wieder.  Merken Sie dagegen, dass über bestimmte passende Begriffe besonders viele User kommen, sollten Sie reagieren und weitere Beiträge mit diesen Stichwörtern verfassen. Mehr dazu in einem späteren Bereich zum Thema Suchmaschinenoptimierung.

Welche Seiten werden oft abgerufen?

In der Regel bekommt die Startseite eines Internet-Angebots die meisten Besucher. Aber welche Seiten folgen darauf? Auf einem Blog in der Regel die einzelnen Beiträge, aber welche? Meine Erfahrung mit sbrinkmann.de, meinem privaten Blog, ist durchaus typisch: Gut geklickt werden auch älterer Beiträge, die über die Monate gute Positionen bei Suchmaschinen erobert haben und deshalb kontinuierlich Besucher auf die Seite führen.

Natürlich lassen sich mit Google Analytics und Piwik noch viele weitere Auswertungen erstellen. Aus meiner Sicht sollte man damit am Anfang aber nicht übertreiben, denn die Zahlen sind zu Beginn gering und damit auch die Aussagekraft. Aber es lohnt sich, tiefer in das Thema Webtracking einzusteigen. Zum Beispiel kann man untersuchen, auf welchen Seiten Besucher ihre Site verlassen (weil sie offenbar nichts spanendes mehr finden) oder auf welchen Seiten Besucher ankommen und die Website direkt wieder verlassen.

Buch-Tipp: Google Analytics von Timo Aden


Wer tiefer in das Thema Web-Analyse mit Google Analytics einsteigen möchte, dem empfehle ich das Buch „Google Analytics“ vom Timo Aden. Der Autor war viele Jahre bei Google Deutschland für Google Analytics zuständig und hat sich inzwischen mit einem Beratungsunternehmen selbstständig gemacht.

Die Links zum Amazon-Shop sind so genannte Partner-Shop-Links. Journalisten-Tools.de erhält einen kleinen Teil des Kaufpreises als Provision.

In der „Serie Bloggen“ erklärt Journalisten-Tools.de, wie Sie Ihren ersten Blog starten und wie Sie mehr Besucher auf Ihre Seite locken können. Alle Beiträge der Serie finden Sie hier.

Update (23. November 2014): Ich habe die Passage zur Google Analytics-Integration von Blogger.com aktualisiert.

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