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Recherchieren in sozialen Netzen: Auf der Suche nach der Buk, mit der MH17 abgeschossen wurde (Reporter Workshop 2015)


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Iggy Ostanin erklärt, auf welche Details man achten muss (Foto: Sebastian Brinkmann)

Iggy Ostanin erklärt, auf welche Details man achten muss (Foto: Sebastian Brinkmann)

Jeder erinnert sich an den Absturz des Malaysia-Airlines-Fluges MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur im Juli 2014. Der russische Journalist Iggy Ostanin (@magnitsky) erläuterte in einem Vortrag beim Reporter Workshop 2015 in Hamburg, wie er durch eine Recherche in sozialen Netzen die Spur des Buk-Systems verfolgte, mit dem die Maschine abgeschossen worden sein soll.

„Zu Beginn stellte ich mir die Frage: Woher kam diese Buk? Wo wurde sie gesehen?“ Sein Vorteil: Überall auf der Welt posten Leute gerne Bilder in sozialen Netzen, wenn sie etwas außergewöhnliches sehen. Und so ein Militär-Transport sei etwas außergewöhnliches.

Seine Suche begann bei Instagram, wo er ein paar Begriffe eintippte: „Mit jeder Suche stieß ich auf neue Begriffe, die dann wiederum zu neuen Suchen führten.“ Ein Tool, das ihm bei der Suche half, ist Pixifly. Damit lassen sich Instagram-Bilder auf einer Karte anzeigen. Auf einigen Fotos konnte er Details auf den Bildern erkennen: Beschriftungen oder gar Kennzeichen. Auf die Weise sah er schnell, ob es das selbe Fahrzeug war oder nicht.

Mit Google Maps und Google Street View konnte er wiederum überprüfen, wo die Bilder entstanden waren und ob die Umgebung wirklich so aussieht wie auf den Bildern zu sehen. „Grundsätzlich sollte man bei Bildern skeptisch sein, denn sie könnten natürlich zu Propaganda-Zwecken gepostet worden sein“, so Iggy Ostanin. Sein Tipp: Das Profil des Users genau untersuchen. Postet er regelmäßiger aus der Region und ähnliche Bilder? Folgt er wiederum Usern oder Sport-Vereien aus dieser Region? Was hat er in der Vergangenheit gepostet.

Jedes Bild ist dabei ein Puzzle-Teil, das sich zu einem großen Bild zusammenfügt. Die einzelnen Fotos hat Ostanin in einer viertägigen Recherche auf einer Karte platziert und so die Route des Konvois bis zur russischen Grenzen verfolgen können. Seinen Bericht hat er auf bellingcat.com veröffentlicht.


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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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