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Inoreader: Ein leistungsstarker RSS-Reader für alle, die News professionell lesen wollen


Auf der Suche nach den 10 besten Journalisten-Tools hat mich Simon Hurtz auf den RSS-Reader Inoreader aufmerksam gemacht, den ich heute vorstellen möchte.

Hand aufs Herz: Wissen Sie, was ein RSS-Feed ist? Wenn die Antwort nein lautet, empfehle ich meinen Einsteiger-Beitrag „Personalisierte Nachrichten mit Feedly und Flipboard„. In der Kurzform: Wer keine Lust hat, jeden Morgen mehrere Internet-Seiten auf der Suche nach Neuigkeiten abzuklappern, kann die RSS-Feeds dieser Seiten mit einem RSS-Reader abonnieren und bekommt so – ähnlich wie beim Posteingang – alle neue Nachrichten angezeigt. Idealerweise benutzt man einen RSS-Reader in der Cloud, um so von unterschiedlichen Geräten jederzeit auf seine Nachrichten zugreifen zu können.

Die Basis-Funktionen von Inoreader sind kostenfrei und beinhalten – anders als bei Feedly – auch eine Volltextsuche. Ferner gibt es von Inoreader kostenfreie Apps für iOS und Android, so dass man seine Feeds bequem auch mobil lesen kann. Alternativ kann die unabhängige iOS- und Mac-App Reeder mit einem Inoreader-Account sprechen.

Großer Vorteil für Einsteiger: Inoreader ist cloudbasiert und man kann sich deshalb ganz leicht mit E-Mail-Adresse und Kennwort registrieren bzw. seine Facebook- oder Google-Kennung benutzen. RSS-Reader wie Feedafever (den benutze ich) müssen auf einem eigenen Webserver installiert werden, was eher was für Profis ist.

Zum Start fragt Inoreader nach, ob man erste Feeds abonnieren oder eine OPML-Datei importieren möchte. OPML ist ein Dateiformat, in dem alle RSS-Feed-Abos gespeichert werden, um mit all seinen Abos zu einem anderen RSS-Reader umzuziehen. Innerhalb weniger Minuten konnte ich so meine RSS-Feed-Abos aus Feedafever in Inoreader importieren. Ab dann läuft vieles automatisch: Für jeden Feed ermittelt Inoreader, wie oft er neue Inhalte enthält und ruft den Feed entsprechend häufig ab. Auf Wunsch kann man einzelne Feeds höher priorisieren, so dass sie künftig alle 10 Minuten abgerufen werden. Wer Inoreader kostenfrei benutzt, kann dies nur für einen Feed einstellen. Wer zahlt, kann je nach Paket fünf oder zehn Feeds höher priorisieren. Sehr fair: Hat ein anderer User von Inoreader einen Feed bereits höher priorisiert, bekommt man diesen Feed kostenfrei mit höherer Priorität angezeigt.

Auf der Startseite zeigt Inoreader nach meinem Geschmack unübersichtlicher als Feedly die Liste der Feeds und dahinter die Zahl der ungelesenen Beiträge an. Schön gemacht: Inoreader zeigt unten rechts  an, wenn einer der abonnierten Feeds kaputt ist, weil zum Beispiel die Website nicht mehr existiert. Die Oberfläche lässt sich auf Wunsch unter Einstellungen (Klick auf das Zahnrad oben rechts) auf Deutsch umschalten.

Share-Funktion von Inoreader (Foto: Screenshot)

Share-Funktion von Inoreader (Foto: Screenshot)

Toll finde ich bei Inoreader die Liebe zum Detail: So kann man nicht nur RSS-Feeds abonnieren, sondern auch Twitter-Suchen. Auf diese Weise kann man Stichwörter bei Twitter überwachen und in der selben Oberfläche abrufen wie seine RSS-Feeds. Inoreader wird damit zu einer Informationszentrale. Schick auch die zahlreich angebotenen Dienste, um einen Beitrag anderen Usern zu empfehlen. Die Liste ist schier endlos und lässt sich sehr leicht konfigurieren, so dass nur noch die Dienste angezeigt werden, die man nutzt. Die ersten drei Dienste werden mit Icon direkt im Beitrag angezeigt. Der Rest erscheint auf Knopfdruck. Benutzen Kollegen auch Inoreader, kann man sich gegenseitig  Artikel empfehlen.

Auf Wunsch lassen sich Inhalte aus dem RSS-Feed auch direkt zu Pocket oder Evernote zwecks Archivierung schicken bzw. als PDF herunterladen. Hierzu muss man die Verbindung zu Pocket und Evernote einmalig unter Einstellungen einschalten.

Wer sich intensiv mit seinem RSS-Reader beschäftigt, wird die Möglichkeit zu schätzen wissen, das Tool mit Tastaturkürzeln zu bedienen. Auch das bietet Inoreader:

Inoreader lässt sich auch mit der Tastatur steuern (Foto: Screenshot)

Inoreader lässt sich auch mit der Tastatur steuern (Foto: Screenshot)

Wie eingangs erwähnt, ist Inoreader nur in der Basis-Version kostenfrei. Wer mehr Funktionen nutzen möchte, zahlt 2,99 bzw. 4,99 US-Dollar im Monat bzw. 29,99 oder 49,99 US-Dollar im Jahr. Umgerechnet also 24 bzw. 40 Euro. Zum Vergleich: Feedly kostet 5 US-Dollar im Monat bzw. 45 US-Dollar im Jahr. Und eine Lizenz von Feedafever schlägt einmalig mit 30-US-Dollar zu Buche, weil die Software dann auf einem Webserver – zum Beispiel parallel zur eigenen Website – läuft.

Das Preismodell von Inoreader (Foto: Screenshot)

Das Preismodell von Inoreader (Foto: Screenshot)

Fazit

Inoreader macht als RSS-Reader einen guten Eindruck und das Preismodell ist fairer als bei Feedly, wo es nur einen kostenpflichtigen Tarif gibt. Wer sich schnell einen Nachrichtenüberblick verschaffen möchte, sollte einen RSS-Reader ausprobieren und Inoreader ist mit seinem kostenfreien Basic-Account eine gute Wahl.

Cloud-Dienste wie Inoreader und Feedly haben bei allem Komfort einen entscheidenden Nachteil: Stellt der Anbieter seinen Dienst ein oder schränkt plötzlich die Leistung ein, ist man als Kunde gekniffen. Wer stattdessen einmal in eine Feedafever-Lizenz informiert und das Tool dann selbst hostet, hat dieses Risiko nicht.


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