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3 Web-Tools, um Social-Media-Aktivitäten von deutschen Politiker zu beobachten


Christina Quast

Christina Quast

Gastautorin Christina Quast ist freie Journalistin im Ruhrgebiet und spezialisiert auf das Social Web. Am liebsten nutzt sie Twitter und Foursquare. Christina textet für die DPA und das Grimme-Institut, twittert für den Regionalverband Ruhr und bloggt für allesfoursquare. Als Twitter-Managerin ist sie regelmäßig bei Veranstaltungen in ganz NRW im Einsatz.

Die nächste Wahl ist in zehn Wochen: Das Europäische Parlament wird am 25. Mai neu bestimmt und knapp 460 deutsche Politiker bewerben sich für einen Sitz in Straßburg. Davon sind knapp 300 Kandidaten in Social Media aktiv, hat Sebastian Schmidtsdorf für das wahl.de-Blog recherchiert, während immer noch rund 35 Prozent Social-Media-Abstinenzler sind. Drei Web-Tools zeigen, wie aktiv deutsche Politiker bei Facebook, Twitter, Youtube, flickr und Co. sind. Der Vorteil für Journalisten: Die Tools bieten eine komfortable Grundlage um sich zu informieren und um zu recherchieren, weil sie alle Politiker und ihre Status-Updates zusammenführen und zusätzlich nach eigenen Wünschen gefiltert werden können. Zudem finden Social-Media-Nostalgiker auch noch einige Edelprofile bei StudiVZ.

Wahl.de

Die Website misst die Social-Media-Aktivitäten der Abgeordneten und Kandidaten von Parteien, die in Parlamenten vertreten sind. Für knapp 10.600 Politiker sind die Social-Media-Profile mit der aktuellen Zahl der Fans, Follower, Abonnenten und Co. hinterlegt und auch verifiziert. Für die einzelnen Volksvertreter werden die aktuellen Status-Updates in den sozialen Netzwerken und die diskutierten Themen angezeigt. So können sich Journalisten einen schnellen und guten Überblick zu den Politikern im Social Web verschaffen und zusätzlich viele Filteroptionen – nach Partei, Geschlecht und Parlament – nutzen. Mit den Daten von Wahl.de können auch eigene Listen in Facebook oder Twitter erstellt werden, etwa um Politiker aus der Region oder zu bestimmten Themen zu verfolgen. Der Menüpunkt „Wahlen“ fasst schon alle Kandidaten für vergangene und kommenden Abstimmungen zusammen – aktuell zur Europawahl. Verantwortlich für Wahl.de ist die Berliner Medienagentur compuccino.

Social Media Profile der Kandidaten (Quelle: Sebastian Schmidtsdorf wahl.de-Blog, CC-BY-SA 3.0)

Social Media Profile der Kandidaten
(Quelle: Sebastian Schmidtsdorf, wahl.de-Blog, CC-BY-SA 3.0)

nrw-Politik 2.0 (inzwischen eingestellt!)

Die App der Landeszentrale für politische Bildung in Nordrhein-Westfalen nutzt die Daten von Wahl.de und bietet zusätzliche Funktionen: So ist „nrw-Politik 2.0“ für iOS- und Android-Smartphones sowie als Web-App verfügbar. Angeboten wird ein Stream, der die Status-Updates aus allen sozialen Netzwerken der NRW-Politiker zusammenführt. Nutzer können diesem Stream wieder nach einzelnen Parteien oder Abgeordneten im Landtag, im Bundestag oder im Europäischen Parlament filtern. Dazu gibt es einige „Komfortfunktionen“, wie Philipp Sanke von der Landeszentrale es im Video formuliert, vor allem der „Merkzettel“ dürfte für Journalisten hilfreich sein, denn per Lesezeichen-Button in der A-Z Übersicht oder im Stream können einzelne Volksvertreter auf den Merkzettel gesetzt und somit ein individueller Social-Media-Stream für die eigene Redaktion gebastelt werden.

Ein Video erklärt das Tool genauer. Bitte klicken Sie hier.

politwoops

Politwoops ist eine Initiative der Open State Foundation in den Niederlanden, um gelöschte Tweets von Politikern zu archivieren. Ein Blick dürfte sich für Journalisten also lohnen. Neben den twitternden Abgeordneten aller Bundestagsfraktionen und den MPs of the European Union steht politwoops für Politiker aus weiteren 30 Länder zur Auswahl. Über zwei Jahre reicht das Archiv der gelöschten Tweets zurück: Diese werden im Volltext angezeigt mit einem Vermerk versehen,  vor wie vielen Stunden (oder Tagen, Monaten, Jahren) der Tweet veröffentlicht und nach welcher Zeit wieder gelöscht wurde. politwoops ist eine Möglichkeit, um auf zurückgezogene Politiker-Aussagen aufmerksam zu werden, aber Journalisten sollten unbedingt auf dem Twitterprofil der Politiker recherchieren, ob ein weiterer, korrigierter Tweet veröffentlicht wurde, weil Twitter nur das Löschen, aber nicht das Bearbeiten von Tweets erlaubt.

Update (29. September 2016): Die App nrw-politik wurde Mitte 2016 eingestellt. Ich habe die Links aktualisiert.

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