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Wlan im ICE: Nicht schneller, aber immerhin kostenfrei


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Mein Arbeitsplatz im ICE der Deutschen Bahn (Foto: Sebastian Brinkmann)

Mein Arbeitsplatz im ICE der Deutschen Bahn (Foto: Sebastian Brinkmann)

Was habe ich mich in der Vergangenheit über den WLAN-Zugang in den ICEs der Deutschen Bahn geärgert: Mit 4,95 Euro pro 24 Stunden war der Zugang gerade noch am Rande der Schmerzgrenze – aber bei der Geschwindigkeit und der Stabilität wurde meine Geduld immer wieder auf die Probe gestellt. Bei jeder Einfahrt in einen Tunnel war erstmal Schluss mit Web-Tools nutzen und so habe ich in der Vergangenheit stets versucht, in der Bahn in erster Linie Offline-Aufgaben zu erledigen. Deshalb hatte ich große Hoffnung, als die Deutsche Bahn jüngst ankündigte, das Wlan im ICE auf eine neue technische Plattform umzustellen, um so mehr Bandbreite und Stabilität zu ermöglichen.

Das Login erfolgt ohne Angabe persönlicher Daten

Am vergangenen Samstag hatte ich acht Stunden lang die Gelegenheit, das WLAN auf der Strecke Wuppertal – Berlin und zurück zu testen. Positiv: Der Zugang ist inzwischen kostenfrei und zumindest in der 1. Klasse auch nicht im Volumen begrenzt. Die Anmeldung ist denkbar einfach. Das Wlan hört auf den Namen „WIFIonICE“ und zeigt zum Start eine Anmelde-Seite an, auf der man keine persönlichen Daten eintragen muss. Dieser Zugang lässt sich auch mit mehreren Geräten (iPhone, iPad, Notebook) parallel nutzen. Das ist schon mal deutlich besser als die 4,95 Euro pro Gerät, die man vorher bezahlen musste.

Wer durch die neue Technik – die alle drei Mobilfunknetze (Telekom, Vodafone, Telefonica) parallel nutzt – allerdings Geschwindigkeitswunder erwartet, wird enttäuscht: Auf der Fahrt nach Berlin und zurück habe ich mit der kostenfreien App „RottenWifi“ mehrfach die Bandbreite gemessen. Diese lag im Durchschnitt bei 1 Mbit Up- and Downstream, wobei amüsanterweise der Upstream häufig schneller war. Es wäre also einfacher gewesen, Daten zu verschicken als selbst zu empfangen. 1 Mbit pro Sekunde – das ist für Menschen, die zu Hause mit 50 Mbit surfen – leider EXTREM langsam. Und obwohl ich mich darauf beschränkt habe, etwas im Internet zu surfen und neue Beiträge für Journalisten-Tools.de zu schreiben, musste ich die Seiten immer wieder neu laden oder von vorne beginnen. Und das in einem fast leeren 1. Klasse Großraumwagen.

Nach allem, was ich zu dem Thema gelesen habe, trifft die Bahn nur eingeschränkt die Schuld: Da die neue Technik alle drei Mobilfunknetze bündelt, dürfte das Hauptproblem die schlechte Mobilfunkversorgung entlang der Bahnstrecken sein. Schade, dass man auch 2016 nicht wirklich online arbeiten kann im ICE der Deutschen Bahn.

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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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