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Warum Fotograf Michael Kleber auf sein NAS nicht mehr verzichten möchte (Interview)


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Michael Kleber (www.michaelkleber.com) betreibt im Herzen von Neukölln das Dreiraum Studio und arbeitet als Werbefotograf mit den Schwerpunkten Sport, People und Stillife. Sein Bild-Archiv hat er von mehreren externen Festplatten auf eine Netzwerkfestplatte von Synology übertragen. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen.

Michael Kleber (Foto: Michael Kleber)

Michael Kleber (Foto: Michael Kleber)

Mit welchen Tools arbeiten Sie auf dem Weg zwischen Kamera und Kunde?

Die Bilder werden mit Lightroom bzw. Capture One direkt in den Rechner geschossen. Lightroom hat die klaren Vorteile in der einfachen Strukturierung der Bibliothek und Capture One ist viel schneller beim Tethering.

Als nächster Schritt folgt die Bildbearbeitung dann in Photoshop. Die Kunden erhalten anschließend einen Zugang auf meinen Server und haben dadurch uneingeschränkten Zugriff auf die Daten. Für kleinere Projekte oder auch für einmalige Zusammenarbeiten werden die Daten in der Regel über Wetransfer oder Myairbridge zur Verfügung gestellt.

Nutzen Sie das Synology NAS auch als Archiv?

Ja. Dies hat mehrere Vorteile. Denn auf der einen Seite können meine Assistenten jederzeit auf die Bilddatenbank zugreifen und gleichzeitig gibt es für das Archiv einen zentralen Speicherplatz, so dass dennoch eine einfache Struktur besteht. Besteht beispielsweise eine Anfrage für ein Archivbild, so muss nicht erst die Festplatte von dem gewünschten Projekt gesucht werden, sondern das Bild kann einfach von einem zentralen Speicherort abgerufen werden. Dieser direkte Weg erspart einem viel Aufwand und Zeit.

Wie viel Speicherkapazität haben Sie in Ihrem NAS?

Insgesamt habe ich fünf Seagate-Festplatten mit je 4 TByte Speicher in die Synology DS 1513+ verbaut. Grundsätzlich sind alle Bilder als RAW gespeichert, nur für die Nutzung/Weitergabe der Bilder werden diese dann als JPG oder Tiff exportiert.

Wie dick ist Ihre Internet-Leitung, über die Sie das NAS online bringen?

Die NAS wird mit einer VDSL-Leitung betrieben mit max. 50 MB Download und 10MB Upload, das reicht vollkommen.

Wie erstellen Sie Backups Ihrer Daten? Und außer Haus?

Alle Rechner werden täglich über die „Time Machine“ automatisch auf die Synology gesichert. Die Daten bei einem „on Location“-Shooting werden mindestens auf einer externen Festplatten gesichert. Sollte Internetzugang bei der Location bestehen werden die Bilder auch unverzüglich auf den Server geladen, sodass die Bildauswahl und Bearbeitung unmittelbar folgen kann.

Welche Vor- und Nachteile hat das NAS aus Ihrer Sicht?

Aktuell stolpere ich in meinem Arbeitsalltag noch über ein paar Nachteile. So würde ich zum Beispiel mir ein Interface wünschen, welches projektbezogener arbeiten kann. Die Arbeitsschritte als Fotograf/ Producer wiederholen sich. Es müssen Abstimmungen mit den Kunden getroffen werden für Konzepte, Locations, Models und zum Schluss steht natürlich auch noch die Bildauswahl an. Hierbei sind meistens mehrere Entscheidungsträger beteiligt, sodass eine Cloud basierende Lösung einfach der effizienteste Weg ist.  Aber es gibt inzwischen schon viele Online Projektmanagement Tools wie Wrike oder Asana. Aktuell finde ich die Lösung des Hamburger Unternehmens Protonet sehr gut.

Für die NAS von Synology habe ich mich aufgrund der perfekten Abstimmung aus Soft- und Hardware entschieden. Ein großer Vorteil ist, dass man von mehreren Rechner gleichzeitig auf die Daten zugreifen kann und auch, dass sich diese stets selbstständig synchronisieren. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Daten nicht auf fremden Servern wie Dropbox und Co. zwischengelagert werden, sondern sie befinden sich durchgehend auf meinem eigenen Server. Das Thema Datensicherheit hat für meine Kunden und mich eine hohe Priorität.Positiv ist auch dieser eine zentrale Speicherplatz. Für den Zugriff auf das Archiv aber auch für die aktuellen Projekte beschleunigt das den Workflow enorm, da die Zeiten der ‚ewigen Suche‘ nach einem Bild vorbei sind.

Für den Kunden es natürlich auch sehr praktisch, dass er zum einen selbst einen sehr schnellen Zugang zu seinen Daten hat und zum anderen bei einem Datenverlust noch weiterhin die Möglichkeit hat auf den Server zuzugreifen. Gleichzeitig kann er während eines gemeinsamen Projekts Bilder und Projektdaten im jeweiligen Ordner ablegen und so effektiv im Team arbeiten. Auch die integrierte Back-Up-Funktion für die Rechner und/oder Smartphones erspart viel Zeit und genau das ist der springende Punkt. Jeder, der in der Kreativbranche tätig ist, wird früher oder später an die Grenzen seiner Zeitressourcen stoßen. Eine Möglichkeit viel Zeit zu sparen (und dadurch auch viele Nerven) liegt hierbei für mich in der Nutzung einer NAS.

Wie haben Sie Ihre Bilder vorher archiviert?

Dieses Bild habe ich heute noch vor Augen… Der gefühlte ‚Berg‘ an externen Festplatten, die alle auch nochmal gesichert werden mussten. Vor einem Jahr habe ich mich dann entschlossen, dem Chaos ein Ende zu bereiten und habe mir endlich ein NAS angeschafft.

Nennen Sie uns doch bitte zum Schluss drei Tipps für Journalisten, um bessere Bilder zu machen?

  1. Das große Ganze: Oftmals gibt es bei Presseterminen sehr ähnliche Bilder. Die Journalisten reihen sich nebeneinander auf und die Bilder unterscheiden sich sehr wenig. Somit vielleicht einfach mal einen Schritt zurück gehen und lieber das große Ganze fotografieren.
  2. Vorbereitung ist die halbe Miete: Sich vorher die Zeit nehmen und die Location zu besichtigen bringt viele Vorteile in der Frage aus welcher Perspektive man fotografiert und wie man es vielleicht schafft, trotz der anderen 50 Journalisten vor Ort ein gelungenes Bild zu schießen.
  3. Technik: Wichtig ist,  die Technik in der Kamera zu verstehen, besonders wenn es vielleicht nicht die eigene ist. Damit man die Kamera auch manuell bedienen könnte und sich nicht später ärgern muss, falls die Bilder falsch belichtet wurden. Somit besser einmal mehr die Bedienungsanleitung lesen und auch die Funktionen der Kamera besser verstehen.

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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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