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So verschicken Sie große Dateien per E-Mail


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Wer große Dateien per E-Mail verschicken möchte, stößt schnell an die Grenzen des eigenen oder es empfangenden Postfachs. Das muss nicht sein, wie dieser Beitrag zeigt: Statt Dateien an eine E-Mail zu hängen, landen sie sie in einen Cloud-Speicher und schicken dem Empfänger lediglich einen Link zu der Datei. Und wenn sie öfter Dateien mit ein oder mehreren Personen tauschen, sollten sie eh zu einem Speicherdienst wie Dropbox oder Google Drive greifen und alle Dateien in einem oder mehreren Ordnern speichern. Alle vorgestellten Dienste erfordern keine Software-Installation auf dem Büro-PC und bieten sich damit auch für Redakteure an, die ihren Computer nicht selbst verwalten.

Drei Schritte: Hochladen, Link generieren, In die Mail kleben

© momius - Fotolia.com

© momius – Fotolia.com

Alle vorgestellten Dienste haben eins gemeinsam: Über ein Web-Interface oder eine App können Sie Dateien hochladen und einen Link zu der Datei erstellen, die sie anschließend per E-Mail verschicken. Der Link ist kompliziert und lässt sich daher schwer erraten, was den Zugriff auf die Personen beschränken soll, die den Link kennen.

Mailprogramme wie Thunderbird oder Postbox sowie Mail-Dienste wie Google Mail lassen sich so konfigurieren, dass angehängte Dateien automatisch in Dropbox bzw. Google Drive hochgeladen werden und in der E-Mail nur ein Link integriert wird. Das macht das Verschicken von großen Dateien natürlich sehr komfortabel.

Zwischen 2 und 25 GByte kostenfrei

Dropbox ist der wohl bekannteste Online-Speicherdienst im Netz. Die Anmeldung ist kostenfrei und jedem Nutzer stehen 2 GByte Speicherplatz zur Verfügung. Apps für Windows, Mac, iOS, Android sowie ein Web-Client (der sich über den Browser bedienen lässt) machen den Zugang zu den eigenen Dateien sehr einfach. Wer neue Kunden wirbt, bekommt pro Neukunde 500 MByte geschenkt. Wer bis zu 1000 GByte Speicherplatz braucht, zahlt dafür 9,99 US-Dollar im Monat.

Google Drive ist der wohl größte Konkurrent von Dropbox: Der Google-Dienst bietet kostenfrei 15 GByte Speicherplatz an und ist eng mit der Online-Office-Lösung „GoogleDocs“ verknüpft, der ich einen eigenen Artikel widmen werden. 100 GByte kosten hier nur 2 US-Dollar im Monat. Auch Google-Drive bietet Apps für Windows, Mac, iOS, Android sowie einen Zugriff über den Web-Browser.

Wenn Sie öfter Dateien mit einer oder mehreren Personen teilen, können Sie bei Dropbox und Google Drive einen Ordner für diese Personen freigeben. Sobald Sie eine Datei dort abspeichern, wird sie automatisch auf die Rechner der Personen übertragen, die ebenfalls Zugang zu diesem Ordner haben.

Die Telekom Cloud bietet Nutzern (auch ohne Telekom-Vertrag) bis zu 25 GByte Speicherplatz auf Servern in Deutschland an. Neben dem Datenschutz-Aspekt ist auch das schnelle Hoch- und Herunterladen von Vorteil. Ein Nachteil ist die etwas umständliche Bedienung, denn der Download-Link wird über die Web-Oberfläche per E-Mail verschickt und nicht einfach angezeigt, um ihn in das eigene Mailprogramm zu übernehmen.

Noch einfacher: Droppy oder WeTransfer

Sie möchten nur schnell eine Datei hochladen und haben keine Lust, erst einen Account bei Dropbox, Google oder der Telekom-Cloud anzulegen? Dann nutzen sie doch den Schweizer Dienst Droppy oder WeTransfer. Über ein Web-Formular lassen sich Dateien einfach hochladen und man erhält – ohne jede Registrierung – einen Link, den man wiederum per E-Mail verschicken kann. Ein Nachteil: Die Dateien bleiben jeweils 5 (Droppy) oder 7 (WeTransfer) Tage auf den Servern gespeichert, bevor sie automatisch gelöscht werden. Dateien, die sie in die oben genannten Cloud-Speicher hochladen, bleiben dort so lange gespeichert bis sie die Dateien löschen.

Auf die WeTransfer-Server können Sie im kostenfreien Account bis zu 2 GByte große Dateien hochladen, bei Droppy bis zu 5 GByte große Dateien. Wer mehr zu Droppy hochladen möchte, muss eines der Plus-Pakete für mindestens 9 Schweizer Franken (umgerechnet rund 8,42 Euro/Monat) buchen und kann dann 7 GByte große Dateien hochladen. Für 19 Schweizer Franken gibt es bis zu 14 GByte Speicherplatz pro Datei. In dieser Preisregion bietet WeTransfer mehr fürs Geld: Für 12 Euro im Monat oder 120 Euro im Jahr kann man mit WeTransfer sogar 20 GByte große Dateien weiterleiten. Die kostenpflichtigen Dienste bieten nicht nur mehr Speicherplatz, sondern auch einen Passwort-Schutz.

Alle genannten Dienste haben einen Nachteil, der im Fall eines E-Mail-Anhangs aus meiner Sicht aber zu vertreten ist: Ihre Daten werden auf einem fremden Server gespeichert und können dort von anderen Usern oder dem Anbieter gelesen werden. Die Droppy-Server stehen bei HostEurope in der Schweiz und WeTransfer nutzt nach eigenem Bekunden Server in Europa und in den USA. Laut FAQ werden Daten von europäischen Usern in der Regel auf EU-Servern gespeichert.

Noch sicherer: Lokale Netzwerkfestplatte mit Internet-Zugriff

Wer im Büro oder zu Hause eine Netzwerkfestplatte – zum Beispiel von Synology – stehen hat, kann Dateien auch sehr bequem dorthin kopieren und über die Web-Oberfläche oder lokal installierte Apps einen Link für den Zugriff von außen generieren. Die Datei muss vom Empfänger dann allerdings über die heimische DSL-Leitung übertragen werden, was mitunter lange dauert.


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Update (19. Februar 2017): Die Firma Droppy hat mich auf ihren neuen Dienst aufmerksam gemacht, der den kostenfreien Transfer von bis zu 5 GByte großen Dateien erlaubt. Ich habe das Angebot in den Text eingebaut und gleichzeitig Zeta Uploader rausgenommen, weil dort nur noch max. 500 MByte große Dateien verbreitet werden können.

Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

16 Responses to “So verschicken Sie große Dateien per E-Mail”

  1. Robert

    Wusste ich gar nicht, dass man das bei Thunderbird voreinstellen kann, sehr interessant. Ich bin vor kurzem von Dropbox auf Google Drive gewechselt und damit eigentlich sehr zufrieden. Drive kostet nur einen Bruchteil und hat den großen Vorteil, dass auch Google Docs gleich integriert sind. Natürlich weiß Google dann noch mehr über einen, aber der Komfort ist ziemlich unschlagbar (insbesondere auch die Suchfunktion). Bei den $2 mtl. für Drive kommt übrigens noch die Umsatzsteuer oben drauf (eine vorsteuerabzugsfähige Rechnung stellt Google natürlich nicht dafür aus).

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  2. Thomas L.

    Für alle, die häufiger große Dateien verschicken, aber ungern ein monatliches Abo abschließen wollen, ist http://www.dateisenden.de eine interessante Alternative.

    Man lädt sein Guthaben ähnlich wie beim Online-Porto der Deutschen Post mit 5€ auf und kann anschließend beliebig viele bis zu 5GB große Dateien versenden. Dafür hat man auch direkt Zugriff auf alle Funktionen wie Passwortschutz, verschiedene Präsentationsarten, Upload des eigenen Logos und Empfängersprachen. Lagerungsdauer der Dateien und die Versandzeit lassen sich ebenfalls einstellen.

    Vor allem für das schnelle Versenden zwischendurch zu Empfehlen, da es sehr unkompliziert ist und keine Limits beim Versand festlegt.

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  3. Patrick Pack

    Eine kostenfreie und anmeldungsfreie Alternative ist sharepa.de – hier kann man einfach bis zu 5GB per mail verschicken. Die Server stehen zudem auch noch in Deutschland.

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    • Sebastian Brinkmann

      Vielen Dank für diesen Hinweis. Über Ifex24.de kann man kostenfrei Dateien mit maximal 2 GByte Größe kostenfrei verschicken. Wer größere Dateien teilen möchte, muss mindestens 19 Euro im Monat zahlen und kann dann Dateien bis 25 GByte verschicken.

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  4. Erik

    Gerade im journalistischen Bereich sollte man auf Verschlüsselung Wert legen! Nur eine starke Ende zu Ende Verschlüsselung bietet Schutz vor zu neugierigen Blicken. 😉 Alles Andere ist nichts weiter als eine Postkarte!

    Leider ist dies bei fast keinem der Dienste wirklich gewährleistet und scheiden für mich damit aus. Und die Dienste die von Ende-zu-Ende Verschlüsselung reden machen dies leider ohne die Möglichkeit die Verschlüsselung nachzuvollziehen.

    Hier ist noch viel Aufklärungsbedarf. Leider.

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  5. Patrick

    Die calvaDrive Cloud hat ein Add-In für die Integration in Outlook. Neben dem Einfügen Button erscheint nach kurzer Installation ein calvaDrive anfügen Button. Super praktisch und man kann sogar ein Passwort und Ablaufdatum direkt in der Mail einstellen oder sich benachrichtigen lassen, sobald der Empfänger die Datei heruntergeladen hat. Die Lösung ist zwar nicht kostenfrei, aber auch eher für den Unternehmenskontext gedacht.
    Für diejenigen, die es interessiert: https://www.calvadrive.de/outlook-add-in/

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