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Scanner-Apps im Vergleich: Evernote Scannable gegen Scanbot.io


Ganz ohne Papier geht es nicht: Visitenkarten, Briefe, Rechnungen und Telefon-Notizen stapeln sich auf dem Schreibtisch und selbst ich käme nicht auf die Idee, diese jeden Tag auf den Büro-Scanner zu legen. Viel zu umständlich. Entsprechend begeistert war ich, als ich vor ein paar Monaten die Scanner-App Scanbot.io entdeckte (siehe mein Beitrag). Inzwischen hat Evernote selbst eine Scanner-App mit dem Namen Scannable vorgestellt. Zeit, beide Apps miteinander zu vergleichen.

Installation

Angebot für Telekom-Kunden (Foto: Screenshot)

Angebot für Telekom-Kunden (Foto: Screenshot)

Scannable und Scanbot.io sind in der Basis-Version kostenfrei. Scanbot möchte für Pro-Funktionen einmalig 4,99 Euro kassieren, aber wer in erster Linie Dokumente an Evernote schicken möchte, kann sich das Geld sparen. Die Texterkennung übernimmt dann der Evernote-Server. (Telekom-Kunden bekommen derzeit die Pro-Funktionen sechs Monate gratis und dauerhaft für einmalig 2,99 statt 4,99 Euro).

Während es von Scannable bislang nur eine App für iPhone und iPad gibt, läuft Scanbot.io auch auf Android-Geräten. Evernote hat aber schon angekündigt, die Scannable-App auf die Android-Geräte zu bringen.

Scannen

Scannable ist sauschnell: Nach dem Start der App wird sofort der Scan-Modus aktiviert und die App sucht nach Dokumenten. Wird ein Dokument (egal ob Visitenkarte, Post-it-Zettel oder DIN A4-Blatt) erkannt, wird es sofort erfasst und mit der Suche nach dem nächsten Dokument begonnen. Kein Klick ist notwendig. Auf diese Weise lassen sich mehrere Seiten schnell erfassen und im zweiten Schritt nachbearbeiten (Beschneiden, Drehen oder Löschen).

Scanbot.io geht etwas gemächlicher vor: Sobald ein Dokument erkannt wird, bekommt der User Regie-Anweisungen („Näher heran“ oder „Nicht bewegen“) bevor das Dokument erfasst wird. Das nervt, zumal Anweisungen wie „Perspektive“ nicht verständlich sind.  Auf der Website verrät Scanbot.io leider nicht, was mit „Perspektive“ genau gemeint ist. Ist das erste Dokument im Kasten, kann man es speichern oder eine „Seite hinzufügen“. Dann wechselt die App wieder in den Scanner-Modus. An der Stelle könnte die App deutlich schneller sein.

Ein weiterer Vorteil von Scannable in dieser Disziplin: Die Evernote-App erkennt Visitenkarten und Post-it-Zettel und verknüpft den Kontakt auf Wunsch direkt mit Linked. Diese Funktion kennt man aus der Evernote-App (siehe mein Beitrag). Und wer in seinem Büro den 595 Euro teuren Evernote-Scanner stehen hat, kann diesen über die App ansteuern und das Gerät so im Team nutzen.

Speichern

Während Scannable auf Geschwindigkeit optimiert ist, trumpft Scanbot.io bei den Zusatzfunktionen: Einmal eingescannt kann ein Dokument an zahlreiche Cloud-Dienste (Dropbox, Google Drive, Evernote, OneDrive, Box, Yandex Desk, WebDav, Telekom Cloud, Shoeboxed) – auf Wunsch auch automatisch – geschickt werden. Darüber hinaus werden Dokumente auf Wunsch in iCloud gespeichert und lassen sich über die Share-Funktion des Betriebssystems per E-Mail oder SMS weiterleiten.

So flexible ist Scannable nicht: Eingescannte Dokumente können in – na klar – Evernote gespeichert werden. Zusätzlich kann man das Dokument per E-Mail oder SMS weiterleiten bzw. in das Foto-Album des Telefons schicken. Über den Button „Exportieren“ kann man Dokumente in andere Apps auf dem Telefon weiterleiten – wenn sie dies unterstützen.

Doof: Scannable, das beim Scannen so schnell ist, lädt die Dokumente nicht im Hintergrund zu Evernote hoch, weshalb der Anwender länger auf die Upload-Meldung gucken muss, bevor er weiter arbeiten kann. Scanbot.io lädt die Dokumente stattdessen im Hintergrund zu Evernote, so dass der Anwender direkt das nächste Dokument scannen kann.

Qualität

Zu Test-Zwecken habe ich verschiedene Dokumente (Post-its, Rechnungen, ein Einlieferungsbeleg der Packstation) mit beiden Apps getestet. Mein Eindruck: Dokumente, die mit Scannable eingescannt wurden, sind kontrastreicher, weil sie offenbar stärker nachbearbeitet werden. In beiden Fällen ist der Text aber sehr gut lesbar. An der Dateigröße kann es kaum liegen: Der Einlieferungsbeleg der Packstation ist bei Scanbot.io 1,2 MByte groß, bei Scannable 1,4 MByte.

Einlieferungsbeleg der Packstation - eingescannt mit Scanbot.io

Einlieferungsbeleg der Packstation – eingescannt mit Scanbot.io

Einlieferungsbeleg der Packstation - eingescannt mit Scannable

Einlieferungsbeleg der Packstation – eingescannt mit Scannable

Die Regie-Anweisungen von Scanbot.io führen leider nicht zu einer besseren Qualität. Hier und da wurde der Rand eines Dokuments von Scanbot besser erkannt als von Scannable, aber das sind Details.

Fazit

Wer Dokumente schnell für Evernote digitalisieren möchte, sollte sich Scannable anschauen. In Sachen Geschwindigkeit gewinnt die App gegen Scanbot.io eindeutig. Hier sollten die Entwickler von Scanbot nachlegen. Allerdings patzt Scannable dann beim Upload der Dokumente.

Wer möglichst flexibel bleiben möchte, greift besser zu Scanbot.io, denn die App ist nicht so starr mit Evernote verbunden und schickt Dokumente zu verschiedenen Cloud-Diensten.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Scannable bzw. Scanbot.io? Welche Funktionen vermissen Sie?


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