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Mit Audriga wird der Postfach-Umzug zum Kinderspiel


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© Vladislav Kochelaevs - Fotolia.com

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Vor rund einer Woche bin ich mit Journalisten-Tools.de (und einigen weiteren Domains) von DomainFactory zu 1&1 umgezogen. Eine der schwierigen Aufgaben bei so einem Umzug ist die Übernahme des Postfachs, in dem bei mir tausende Mails lagern. Statt das wieder manuell zu machen, habe ich diesmal 11,90 Euro pro Postfach an die Firma Audriga (Karlsruhe) bezahlt und das Postfach umziehen lassen. Ich bin begeistert!

Umzug mit wenigen Klicks

Der Prozess ist denkbar einfach und funktioniert nicht nur, wenn man schon eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain hat, sondern auch für den Umzug von GMX zu Gmail oder von T-Online zur eigenen Domain: Auf email-umzug.de gibt man die Zugangsdaten seines alten und seines neuen Postfachs an und zahlt per Paypal 11,95 Euro pro Postfach – egal, wie viele Mails darin liegen. Der Umzug kann dann auf Wunsch sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt starten. Kurz nach der Bestellung wird man aus Sicherheitsgründen per E-Mail aufgefordert, den Umzug zu starten. In meinem Fall hat der Umzug eines Postfach mit rund 2 GByte Mails rund 6 Stunden gedauert. Klingt nach viel Zeit, aber ich hätte manuell vermutlich mindestens genau so lange gebraucht und hätte dann alle E-Mails manuell von einem Postfach zum anderen rüberschieben müssen. Das ist nicht nur lästig, sondern nach meiner Erfahrung auch fehleranfällig: Hängt die Verbindung zu einem der beiden beteiligten Mailserver, muss man noch mal von vorne anfangen oder vergisst Mails.

Gut gemacht: Audriga verschiebt die E-Mails nicht von A nach B, sondern kopiert sie lediglich. Im Zweifel hat man im alten Postfach also immer noch alle E-Mails und es geht nichts verloren. Da der Provider diese in der Regel nach der Kündigung automatisch löscht, muss man das alte Postfach nicht mehr anfassen. Auch praktisch: Audriga bietet eine kostenfreie Delta-Migration an. Weil es nach der Umstellung einer Domain bis zu 48 Stunden dauern kann, bis alle E-Mails im neuen Postfach ankommen, empfiehlt das Unternehmen, den Umzugsprozess nach 48 Stunden erneut zu starten, um eventuell noch im alten Postfach angekommene Mails ins neue zu holen.

Was gilt es zu beachten?

Wer sein Postfach gerne zu einem anderen Anbieter umziehen möchte, sollte vorab klären, wie lange das alte Postfach noch erreichbar ist. Knackpunkt ist, dass man das neue Postfach häufig erst einrichten kann, wenn die Domain (in meinem Fall Journalisten-Tools.de) beim neuen Anbieter liegt. Dann tickt allerdings die Zeit, denn der alte Anbieter wird die alten E-Mail-Adressen nur noch zeitlich begrenzt laufen lassen. In meinem Fall ergab eine Anfrage beim Domainfactory-Support, dass das Postfach rund fünf Tage nach Umzug der Domain gelöscht würde. Sobald die Domain also beim neuen Anbieter angekommen ist, sollte man den Umzug starten, um keine Zeit zu verlieren.

Etwas kompliziert klingt der Umzug von und zu Gmail-Postfächern: Audriga listet eine Reihe von Besonderheiten auf, die den Umzug verlangsamen. So erlaubt es Google offenbar nicht, mehr als 2 GByte Daten-Traffic pro Tag zu verursachen. Bei größeren Postfächern (und dazu lädt Google ja förmlich ein) kann ein Umzug mehrere Tage dauern. Ferner können nur E-Mails umziehen, die ein so genanntes „Label“ haben. Sonst bleiben diese E-Mails im Archiv-Ordner zurück. Immerhin: Durch den Filter „has:nouserlabels“ kann man sich leicht anzeigen lassen, welche E-Mails im eigenen Postfach davon betroffen sind – und ihnen manuell ein Label zuweisen.

Gibt es Alternativen?

Da ich 11,90 Euro für eine nahezu vollautomatisierte Dienstleistung nicht gerade günstig fand, habe ich vorab nach Alternativen gesucht. Oft genannt wird IMAPSize, allerdings wird das Windows-Programm seit 2009 nicht mehr weiterentwickelt.  Aktiv weiterentwickelt wird dagegen ImapSync, das auf Windows, Mac und Linux-Computern läuft und sich per Kommando-Zeile steuern lässt. Das Programm eines französischen Entwicklers kostet einmalig 50 Euro und man sollte keine Angst davor haben, den Umzug per Kommandozeile – also ohne grafische Oberfläche – zu steuern. Für die 50 Euro kann man bei Audriga schon vier Postfächer vollautomatisch umziehen lassen, weshalb sich ImapSync aus meiner Sicht nur für Profis rechnet, die die Postfächer ihrer Kunden umziehen wollen.


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Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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