Neue Beiträge per

RSS-Feed

Folgen Sie uns auf

Twitter

Folgen Sie uns auf

Journalisten-Tools.de finden Sie auch auf

Facebook

Journalisten-Tools.de auf

Mehr als 2.300 User haben den Newsletter schon abonniert!

Jetzt abonnieren

Newsletter

abonnieren

Effektiver im Team arbeiten – Slack.com verspricht die Lösung


Wie kommunizieren Sie mit Ihren Kollegen? In erster Linie per Telefon und E-Mail? Dann kennen Sie das Problem: Jeder Telefonanruf lenkt von der Arbeit ab und Ihr Postfach quillt über, so dass Sie im entscheidenden Moment die dringend benötigte E-Mail nicht finden. Oder ein Kollege klickt versehentlich auf „Antwort“ statt auf „Allen Antworten“ und schon ist der Verteiler kaputt. Die Redaktionen von Guardian, New York Times und Buzzfeed setzen deshalb auf das Gruppen-Chat-Programm Slack.com, das im Vergleich zu Skype einige Vorteile bietet. Nach Angaben des Pressesprechers James Sherrett gibt es bisher keine deutsche Redaktion, die das Tool einsetzt.

Slack.com funktioniert auf fast allen Plattformen. (Foto: Slack.com

Slack.com funktioniert auf fast allen Plattformen. (Foto: Slack.com

 

Anders als Skype, wo man in der Regel mit einer Person chattet oder (video-)telefoniert, kann man bei Slack.com beliebig viele Gruppen anlegen und so zum Beispiel Ressorts oder Teams zusammenfassen. Diese Gruppen-Chats sind standardmäßig öffentlich, so dass jeder Kollege reingucken und mit diskutieren kann. Wer das nicht möchte, kann einen Grupp-Chat in den Privatmodus schalten oder nur mit einer Person kommunizieren. In den Chats kann man nicht nur Nachrichten, sondern auch Dateien oder Links posten, die dann allen Team-Mitgliedern zur Verfügung stehen. Mit Tools wie Dropbox oder Google Drive arbeitet Slack.com auf Wunsch zusammen, so können Dateien aus einem Chat in den Cloud-Speicher gesichert werden.

Großer Vorteil von Slack.com: Alle Nachrichten werden archiviert und sind jederzeit durchsuchbar. Damit ersetzt Slack.com das Mail-Archiv wenn es darum geht, eine Diskussion oder einen Link wiederzufinden. Slack.com ist ausdrücklich für die interne Kommunikation gedacht und weniger, um mit Außenstehenden zu chatten. Dafür eignet sich Skype deutlich besser, ist es doch zum Quasi-Standard für Chat/Telefonie im Netz geworden.

Unterstützte Plattformen: Browser, iOS, Android, Mac

Übersichtlich: Links die Chat-Gruppen, rechts die Nachrichten. (Foto: Slack.com)

Übersichtlich: Links die Chat-Gruppen, rechts die Nachrichten. (Foto: Slack.com)

Slack.com funktioniert im Browser, auf iOS und Android sowie auf dem Mac. Einen Windows-Client gibt es nicht. Im Hintergrund wird sichergestellt, dass alle Chats auf allen Geräten synchron bleiben, so dass man quasi nach Belieben das Gerät wechseln kann ohne den Faden zu verlieren. Klingt trivial, hat Skype aber monatelang vor Probleme gestellt.

Zum Start meldet sich einfach ein User aus der Firmen-Domain bei Slack.com an und bittet dann weitere Kollegen, sich ebenfalls unter Angabe der Domain anzumelden. Michael Hyatt, der auf seiner Website fünf Tipps für den Slack.com-Start auflistet, empfiehlt, dass sich jeder User mit seinem echten Namen anmeldet, damit Kollegen ihn auch sofort erkennen. Ferner empfiehlt er, nur das engste Team einzubinden, also Leute, mit denen man ständig viel kommuniziert und das Tool von Anfang an auf allen Geräten (Rechner, Smartphone, Tablet) einzusetzen, um jederzeit eine Diskussion verfolgen bzw. sich beteiligen zu können.

Die Tatsache, dass man Slack.com im Browser benutzen kann, ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn so kann man das Tool jederzeit testen, ohne die Konzern-IT einbinden zu müssen. Sind die ersten Kollegen begeistert, argumentiert es sich viel einfacher beim IT-Chef. Allerdings sollte man bedenken, dass die Chat-Nachrichten auf einem US-Server gespeichert werden und damit ggf. sensible Diskussionen außerhalb der eigenen Firmen-Server geführt werden.

Das kostet Slack.com

Auch auf dem Smartphone alles im Blick (Foto: Slack.com)

Auch auf dem Smartphone alle Nachrichten im Blick (Foto: Slack.com)

Ein Slack.com-Account ist erstmal kostenfrei und die Zahl der User ist nicht begrenzt. Allerdings sind im kostenfreien Account nur maximal 10.000 Nachrichten im Archiv durchsuchbar und pro Account gibt es 5 GByte Speicherplatz für Dateien.

Der Standard-Account kostet 8 US-Dollar pro Monat und User und hebt die Grenze von 10.000 Nachrichten im Archiv auf. Ferner gibt es 10 GByte Speicherplatz pro User (nicht nur pro Account) und man bekommt einen Premium-Support. Wer 15 US-Dollar pro Monat und User bezahlt, bekommt 20 GByte Speicherplatz pro User. Fair: Slack.com prüft einmal am Tag, ob ein User-Account aktiv genutzt wird. Jeder Account, der seit zehn Tagen nicht benutzt wurde, wird auch nicht berechnet. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte, große Firmen können auch eine Rechnung bekommen. Diese und weitere Infos zur Bezahlung von Slack.com sind in einer FAQ-Liste zusammengetragen.

Die Nachteile

Wer Slack.com nutzt, muss sich darüber bewusst sein, dass seine Chat-Nachrichten auf US-Servern gespeichert werden. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, kann man deshalb nie ausschließen, dass die Daten in fremde Hände geraten. Ich persönlich halte das Risiko für überschaubar, weil Slack.com vom Vertrauen seiner User lebt und ein Daten-Leck das Aus für den Dienst bedeuten würde.

Ein weiterer Nachteil ist der fehlende Windows-Client, wobei die Browser-Version nach meinem Eindruck stabil funktioniert und sich eh immer mehr Arbeit in den Browser verschiebt.

Noch nicht überzeugt? Dann sollten Sie lesen, wie der oben bereits erwähnte Michael Hyatt mit Slack.com die Zahl seiner E-Mails um 83 Prozent reduzieren konnte.

Verpassen Sie keinen neuen Beitrag auf Journalisten-Tools.de: Werden Sie heute unser Facebook-Fan, folgen Sie uns auf Twitter oder abonnieren Sie den kostenfreien monatlichen Newsletter.

EmpfehlenShare on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInBuffer this pageEmail this to someonePrint this page

2 Responses to “Effektiver im Team arbeiten – Slack.com verspricht die Lösung”

Schreibe einen Kommentar

Einfaches HTML ist erlaubt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt.

Abonnieren Sie weitere Kommentare zu diesem Beitrag per RSS