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Amazon Cloud Drive: Unbegrenzt viel Speicherplatz für 70 Euro im Jahr


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Wer größere Datenmengen (zum Beispiel Fotos) sichern möchte, kauft klassisch eine USB-Festplatte und stellt diese nach der Daten-Betankung in den Schrank. Das ist praktisch, aber sicher ist das nicht, denn eine USB-Festplatte kann kaputt gehen oder verloren gehen. Sicherer wäre es, die Daten in der Cloud zu speichern. Amazon hat hier ein interessantes Angebot vorgestellt: Für 70 Euro im Jahr bietet Amazon Cloud Drive unbegrenzt viel Speicherplatz. Für wen lohnt sich das Angebot und wo sind die Grenzen?

Was kann Amazon Cloud Drive?

Das Laufwerk in der Datenwolke kann über eine Web-Oberfläche sowie mit Apps für Windows, Mac, iOS und Android genutzt werden. Anders als bei Dropbox und Google Drive kann man allerdings Dateien bzw. Verzeichnisse nicht mit Freunden oder Kollegen teilen. Der Dienst ist eher als persönliche Festplatte in der Cloud zu verstehen.

Mit der Software ExpanDrive (Einzellizenz 50 US-Dollar) kann man das Amazon-Laufwerk (und andere Cloud-Dienste) wie eine externe Festplatte anschließen.

70 Euro klingt teuer

Wenn man das Angebot von Amazon mit anderen Cloud-Speicher-Diensten vergleicht, wird schnell klar: 70 Euro für unbegrenzt viel Speicherplatz sind nur auf den ersten Blick teuer. Dropbox und Google Drive verlangen zum Beispiel für 1 TByte Speicherplatz im Jahr rund 120 US-Dollar (Google) bzw. 100 Euro (Dropbox).

Im Vergleich zu einer USB-Festplatte ist Amazon auf jeden Fall teurer, denn für rund 60 Euro gibt es eine 1 TByte-Festplatte von Western Digital und für 90 Euro gibt es gar 2 TByte – und das sind jeweils Einmalkosten. Bleibt das Ausfall- bzw. Verlust-Risiko. Vorteil einer USB-Festplatte ist wiederum, dass die Daten nicht auf irgendwelchen Servern liegen, sondern buchstäblich in den eigenen Händen. Zweiter Vorteil: Die Datenübertragung auf eine USB-Festplatte ist deutlich fixer als der Upload in die Datenwolke.

Wer braucht das Amazon Drive?

Aus meiner Sicht lohnt sich das Laufwerk in erster Linie für größere Backups in der Cloud. Statt die Daten auf einer externen USB-Festplatte zu speichern, legt man die Daten bei Amazon ab und kann so jederzeit darauf zugreifen. Der Cloud-Speicherplatz lohnt sich auch für Besitzer eines Synology NAS, denn die Box kann Datensicherungen direkt zu Amazon Cloud Drive schicken oder fortlaufend Daten dorthin synchronisieren. Ich teste Amazon Cloud Drive aktuell als Backup-Lösung in der Cloud und möchte damit den anderen Amazon Speicherdienst S3 ablösen, bei dem man pro GByte und Monat 3 US-Cent bezahlt. Klingt spottbillig, aber ab rund 180 GByte an zu sichernden Daten ist Amazon Cloud Drive günstiger.

Wer braucht das Amazon Cloud Drive nicht?

Amazon Drive ist uninteressant für alle, die Daten in erster Linie mit anderen austauschen wollen oder nur sehr kleine Datenmengen in der Cloud speichern wollen. Dann sind andere Dienste wie Google Drive oder Dropbox günstiger. Google Drive bietet zum Beispiel 100 GByte für gerade mal 2 US-Dollar im Monat. Zwar kann man auch bei Amazon Cloud Drive einzelne Dateien per Link freigeben, aber eben nicht komplette Verzeichnisse, die dann – wie bei Dropbox und Google Drive – ständig synchron gehalten werden.

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Hinweis (16. Oktober 2016): Nach einem User-Hinweis habe ich im letzten Absatz einen Satz ergänzt. Amazon Cloud Drive bietet die Möglichkeit, einzelne Dateien per Link für Fremde freizugeben. Der Clou von Dropbox und Google Drive ist aber aus meiner Sicht, dass User komplette Verzeichnisse zwischen mehreren Accounts synchron halten können. Ich hoffe, das wird mit dem letzten Satz im letzten Absatz klarer.

Hinweis (14. Juni 2017): Amazon hat in einer E-Mail angekündigt, dass Amazon Cloud Drive künftig nicht mehr unbegrenzt viel Speicherplatz bietet. Stattdessen kosten 100 GByte künftig 12 US-Dollar  im Jahr, 1 TByte 60 US-Dollar im Jahr und 2 TByte 120 US-Dollar im Jahr. 

Der 40-Jährige testet für sein Leben gern neue Internet-Seiten oder Tools. Er hat Journalisten-Tools.de im Oktober 2013 gegründet, um seiner Leidenschaft zu frönen und Journalisten über nützliche Werkzeuge zu informieren. Im echten Leben arbeitet Sebastian als Director Publishing Services bei der Rheinischen Post Mediengruppe und ist Projektleiter für die Einführung eines neuen Redaktionssystems für 700 Redakteure.

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